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Packmittel & Verpackungen: Hersteller und Anbieter

51 Firmen

Leistung

Progroup AG

Landau in der Pfalz

Progroup aus Landau in der Pfalz erzeugt Wellpappenrohpapier und Wellpappformate und betreibt dazu eigene Kraftwerke und Speditionsleistungen.

Details

Packstoffe und Bauarten der Rubrik

Packmittel sind das Bauteil, das am Ende beim Empfänger ankommt. Die Rubrik führt Hersteller aller wesentlichen Packstoffgruppen: Papier und Karton, Wellpappe, Kunststofffolien, Hohlkörper, Glas, Metall, Holz sowie Formteile aus Faserguss und Schaumstoff. Welcher Packstoff passt, entscheidet sich an fünf Größen: Schutzfunktion über die gesamte Transportkette, Maschinengängigkeit auf der vorhandenen Linie, Bedruckbarkeit, Recyclingfähigkeit und Stückkosten einschließlich Volumen- und Gewichtsanteil im Versand. Jede Verschiebung an einer dieser Größen wirkt auf die anderen zurück.

Faserbasierte Packmittel dominieren Transport und Versand. Wellpappe wird nach Wellenart und Zahl der Lagen unterschieden, die Zuschnitte folgen dem FEFCO-ESBO-Code, in dem etwa die Bauart 0201 den klassischen Faltkarton bezeichnet. Im Verzeichnis stehen dafür Progroup (Landau in der Pfalz), Papierfabrik Palm (Aalen), Klingele Paper & Packaging (Remshalden), Panther Packaging (Tornesch), SAICA Pack Central Europe/THIMM (Northeim), Smurfit Westrock Deutschland (Hamburg) und Zerhusen Kartonagen (Damme). Für Faltschachteln und Kartonagen finden Einkäufer Edelmann (Heidenheim an der Brenz), August Faller (Waldkirch), KARL KNAUER (Biberach/Baden), CCL Faubel (Melsungen) und PackEx (Worms); im Klein- und Onlinemengengeschäft Onlineprinters (Fürth), WIRmachenDRUCK (Backnang) und Unitedprint.com (Radebeul).

Kunststoff, Glas, Metall, Holz und Großgebinde

Folien und flexible Verpackungen kommen von Bischof+Klein (Lengerich), SÜDPACK (Erlenmoos), Wipak Walsrode (Walsrode), RKW SE (Mannheim), POLIFILM EXTRUSION (Südliches Anhalt) und Papier-Mettler (Morbach); Packiro (Köln) führt zudem Beutel und Säcke. Mehrschichtaufbauten erreichen Barrieren, die ein Monomaterial allein nicht leistet; die Sortierfähigkeit sinkt dabei, weshalb Monomaterialkonzepte an Bedeutung gewinnen. Kunststoffflaschen und Hohlkörper liefern Gerresheimer (Düsseldorf), GIZEH Verpackungen (Bergneustadt), Pöppelmann (Lohne/Oldenburg) und ALPLA Werke Lehner am Standort Berlin. Bei Glasverpackungen sind SCHOTT (Mainz), HEINZ-GLAS (Tettau) und Wiegand-Glas (Steinbach am Wald) eingetragen, bei Metallverpackungen Envases Öhringen (Öhringen) und Blechwarenfabrik Limburg (Limburg an der Lahn).

Paletten und Holzverpackungen fertigen ASP (Glückstadt), H.A.S.E. Holzwerk Hermeskeil (Hermeskeil) und Exportverpackung Sehnde (Sehnde). Für IBC und Großgebinde stehen Schütz (Selters/Westerwald), Craemer (Herzebrock-Clarholz) und WERIT Kunststoffwerke (Altenkirchen/Westerwald). Polster- und Schaumstoffverpackungen sowie Formteile aus Faserguss kommen von Storopack (Metzingen), Schaumaplast (Reilingen), Emba-Protec (Bad Oeynhausen), PAPACKS Sales (Köln) und buhl-paperform (Burbach). Etiketten als Teil des Packmittels führen HERMA (Filderstadt), Schreiner Group (Oberschleißheim), All4Labels Group (Witzhave) und Labelisten (Marktredwitz).

Auswahlkriterien und Rechtsrahmen mit Stand

Vor der Prüfung steht die kaufmännische Seite. Packmittel sind meist werkzeuggebunden: Stanzform, Klischee, Blasform oder Tiefziehwerkzeug verursachen Einmalkosten, die erst über die Auflage getragen werden. Mindestbestellmengen, Staffelpreise, Rüstkosten bei Nachauflagen und die Lagerfähigkeit des Materials gehören deshalb zusammen betrachtet. Ein zweiter Punkt ist der Zielkonflikt zwischen Leichtbau und Schutz: Jede Gewichts- oder Wandstärkenreduktion spart Material und Fracht, erhöht aber das Schadensrisiko und kann Nacharbeit in der Packlinie verursachen. Sinnvoll ist daher, Materialänderungen zuerst an einer begrenzten Menge zu fahren und die Schadensquote im Versand mitzumessen.

Die Schutzwirkung lässt sich prüfen statt schätzen. Gängig sind der Kantenstauchwiderstand nach DIN EN ISO 3037, die Stauchdruckprüfung von Packstücken nach DIN EN ISO 12048, Fallprüfungen nach DIN EN ISO 2248 und Prüfpläne nach DIN EN ISO 4180; Begriffe definiert DIN 55405. Barrieren lassen sich über die Wasserdampfdurchlässigkeit nach DIN 53122 vergleichen. Für Lebensmittelkontakt gelten die Verordnung (EG) Nr. 1935/2004, für Kunststoffe die Verordnung (EU) Nr. 10/2011 und die gute Herstellungspraxis nach Verordnung (EG) Nr. 2023/2006. Inverkehrbringer systembeteiligungspflichtiger Verpackungen müssen sich nach § 9 VerpackG im Verpackungsregister LUCID registrieren; die Pflicht besteht seit dem 1. Juli 2022 für alle Verpackungsarten (Stand: September 2026). Die Verordnung (EU) 2025/40 (PPWR) verlangt ab 2030 recyclingfähige Verpackungen und Mindestanteile an Rezyklat in Kunststoffverpackungen. Holzverpackungen im Drittlandverkehr benötigen eine Behandlung nach ISPM 15, Gefahrgutpackmittel eine UN-Codierung nach ADR Kapitel 6.1 beziehungsweise 6.5.