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Verpackungsdruck: Hersteller und Anbieter

26 Firmen

technotrans SE

Sassenberg

Kühl-, Temperier-, Feuchtmittel- und Sprühtechnik für Verpackungs- und Offsetdruckmaschinen: technotrans SE liefert aus Sassenberg in Nordrhein-Westfalen.

Details

Verfahren, Substrate und typische Aufträge

Verpackungsdruck bedruckt Substrate, die sich in Dicke, Saugverhalten und Oberfläche stark unterscheiden: Faltschachtelkarton, Wellpappe, Papier, Kunststofffolie, Aluminium und Etikettenmaterial. Entsprechend arbeiten die Betriebe mit unterschiedlichen Techniken. Bogenoffset dominiert bei Faltschachteln mit hohem Bildanteil, Flexodruck bei Wellpappe und Folienbahnen, Tiefdruck bei sehr großen Folienauflagen, Digitaldruck bei kleinen Losgrößen, Versionierung und Sonderserien, Siebdruck bei Sonderfarben und Effektlacken auf Hohlkörpern.

Typische Aufträge reichen von der Pharmafaltschachtel mit Blindenschrift bis zum Displaykarton für den Aktionsverkauf, von der bedruckten Wellpappe für den Versand bis zur Schlauchbeutelfolie für Lebensmittel. Die Verfahrensgrundlagen erläutern die Beiträge zum Offsetdruck und zum Foliendruck; für die Weiterverarbeitung von Bogen zu Packmitteln liefert der Eintrag zur Faltschachtel den konstruktiven Rahmen, und für Oberflächeneffekte der Beitrag zur Druckveredelung.

Auswahlkriterien für Einkäufer

Farbverbindlichkeit ist der häufigste Streitpunkt. Prozesskennwerte für Offset sind in ISO 12647-2 festgelegt, für Flexodruck in ISO 12647-6, für Digitalproofs in ISO 12647-7 (Stand September 2026); Druckdaten werden als PDF/X nach der Normenreihe ISO 15930 übergeben, Farbbeurteilung erfolgt unter Normlicht nach ISO 3664. Wer Markenfarben über mehrere Verfahren und Lieferanten hinweg halten muss, sollte Toleranzen in Delta-E und Messbedingungen vertraglich festhalten.

Weitere Kriterien: Auflagenfenster und Rüstaufwand, Formatgrenzen und Bogendicken, Sonderfarbfähigkeit, Inline-Veredelungsoptionen, Anbindung an Prüf- und Codiersysteme sowie die Zertifikatslage. Verbreitet sind ISO 9001, ISO 14001, FSC- oder PEFC-Zertifizierung für Faserherkunft, bei Lebensmittelverpackungen BRCGS Packaging Materials oder FSSC 22000, bei Arzneimittelverpackungen ISO 15378. Für Lebensmittelkontakt gilt der Rahmen der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004; Druckfarben für solche Verpackungen werden nach den Leitlinien des europäischen Druckfarbenverbands ausgewählt. Die Verordnung (EU) 2025/40 verlangt recyclingfähiges Design, was Farbdeckung, Lackaufbau und Kaschierungen betrifft.

Anbieter-Typen und Beispiele

Im Verzeichnis lassen sich vier Gruppen unterscheiden. Online-Druckereien mit Standardformaten und Konfigurator, darunter Onlineprinters GmbH in Fürth, WIRmachenDRUCK GmbH in Backnang, Unitedprint.com SE in Radebeul und FLYERALARM GmbH in Würzburg. Faltschachtel- und Kartonagenbetriebe wie Edelmann GmbH in Heidenheim, August Faller GmbH & Co. KG in Waldkirch, KARL KNAUER KG in Biberach/Baden, STI – Gustav Stabernack GmbH in Lauterbach, colordruck Baiersbronn W. Mack GmbH & Co. KG in Baiersbronn, Kolbe-Coloco Spezialdruck GmbH in Versmold und Gundlach Verpackung GmbH in Oerlinghausen. Folienverarbeiter mit eigener Druckerei wie Bischof+Klein SE & Co. KG in Lengerich, SÜDPACK Holding GmbH in Erlenmoos und Wipak Walsrode GmbH in Walsrode. Sowie Maschinen- und Farbenlieferanten wie Heidelberger Druckmaschinen AG in Heidelberg, Koenig & Bauer AG in Würzburg, Windmöller & Hölscher SE & Co. KG in Lengerich, Siegwerk Druckfarben AG & Co. KGaA in Siegburg und hubergroup Deutschland GmbH in Kirchheim bei München.

Verwandte Leistungen sind Etikettendruck, Digitaldruck, Flexo- und Tiefdruck, Druckvorstufe und Repro sowie Faltschachteln und Kartonagen.

Häufige Fragen

Ab welcher Auflage lohnt Offset gegenüber Digitaldruck?

Der Umschlagpunkt liegt je nach Format, Farbzahl und Veredelung im Bereich einiger Tausend Bogen. Entscheidend sind Rüstkosten gegen Klickpreis, nicht das Verfahren an sich.

Wie wird Farbverbindlichkeit abgesichert?

Über normgerechte Druckbedingungen, einen Proof nach ISO 12647-7 und messbare Toleranzen im Abnahmeprotokoll statt visueller Freigabe nach Gefühl.

Behindert der Druck das Recycling?

Hohe Farbmengen, deckende Weißschichten und Kaschierungen können Sortierung und Faseraufbereitung erschweren. Entwürfe lassen sich vorab auf Recyclingfähigkeit bewerten.