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Beutel und Säcke: Hersteller und Anbieter

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Bauformen und Einsatzbereiche

Beutel und Säcke bündeln zwei Produktwelten. Im Konsumbereich dominieren Flachbeutel, Standbodenbeutel, Seitenfaltenbeutel, Doypacks mit Zipper und Ausgießer sowie Siegelrandbeutel für Frischeware; Aufbau und Siegelgeometrie beschreibt der Beitrag Siegelrandbeutel. Im industriellen Bereich stehen Ventilsäcke, Klotzbodensäcke, FFS-Schlauchsäcke und schwere Polyethylensäcke für Baustoffe, Granulate, Futtermittel und Düngemittel. Für große Schüttgutmengen schließen Big Bags die Lücke zu starren Gebinden, wie der Artikel zu FIBC zeigt.

Als Packstoffe dienen Polyethylen und Polypropylen, Papier in ein- oder mehrlagigen Aufbauten sowie Verbunde mit Aluminium- oder metallisierten Zwischenschichten. Konfektioniert wird auf Beutelmaschinen mit Heißsiegel- oder Ultraschalltechnik; die Grundlagen dazu erläutert der Beitrag Heißsiegelung.

Prüfwerte und Einkaufsentscheidungen

Die Siegelnaht ist die kritische Stelle jedes Beutels. Ihre Festigkeit wird nach DIN 55529 geprüft, die Fallsicherheit gefüllter Säcke nach DIN EN ISO 7965-1. Bei Gefahrgut ist die Bauartzulassung nach ADR Kapitel 6.1 erforderlich, in Deutschland über die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (Stand: September 2026). Für Lebensmittel gelten die Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 und die Kunststoffverordnung (EU) Nr. 10/2011.

  • Maschinengängigkeit: Rollenware muss zur Formschulter und zum Siegelwerkzeug der bestehenden Anlage passen.
  • Losgrößen: Rotationstiefdruck und Flexodruck verlangen Zylinderwerkzeuge, Digitaldruck erlaubt kleine Auflagen und viele Varianten.
  • Sperrwirkung: Fett, Aroma und Sauerstoff bestimmen, ob ein einfacher PE-Beutel oder ein Verbund mit Barriereschicht nötig ist.
  • Rechtspflichten: LUCID-Registrierung und Systembeteiligung nach VerpackG, für Kunststofftragetaschen und bestimmte Folienverpackungen zusätzlich die Abgabe nach EWKFondsG.

Anbieterstruktur und Beispiele aus dem Verzeichnis

Der Markt gliedert sich in Papiersackwerke, Kunststoffsackhersteller mit eigener Extrusion und Anbieter für bedruckte Konsumbeutel, teils mit Kleinmengenportalen. Im Verzeichnis geführt sind die Bischof+Klein SE & Co. KG in Lengerich mit flexiblen Verpackungen und Säcken, die Papier-Mettler KG in Morbach, die RKW SE in Mannheim sowie die Packiro GmbH in Köln. Bei der Auswahl lohnt der Blick darauf, ob der Anbieter selbst extrudiert oder Folien einkauft, weil das Lieferzeiten und Rezepturspielräume beeinflusst.

Verwandte Leistungen in diesem Verzeichnis sind Folien und flexible Verpackungen, IBC und Großgebinde, Abfüll- und Dosieranlagen, Schlauchbeutel- und Tiefziehmaschinen sowie Verpackungsdruck.

Häufige Fragen

Wann ist ein Standbodenbeutel sinnvoller als eine Dose?

Wenn Transportgewicht, Volumen im Leerzustand und Regalauftritt im Vordergrund stehen. Gegen den Beutel sprechen hohe Druckbelastung, Wiederverschließbarkeit über lange Zeiträume und sehr hohe Barriereanforderungen.

Was unterscheidet Ventilsack und Klotzbodensack?

Der Ventilsack wird über eine kleine Öffnung maschinell gefüllt und verschließt sich selbst, der Klotzbodensack wird offen gefüllt und anschließend vernäht oder gesiegelt.

Wie lange dauert die Erstbeschaffung mit Druckbild?

Das hängt vom Druckverfahren ab. Digital bedruckte Erstaufträge sind deutlich schneller verfügbar als Tiefdruckaufträge, für die zunächst Zylinder gravieren werden müssen.