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Stretch- und Schrumpffolien: Hersteller und Anbieter

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Zwei Techniken, ein Ziel

Stretch- und Schrumpffolien bilden aus einzelnen Packstücken eine transportfähige Einheit, arbeiten dabei aber gegensätzlich. Stretchfolie wird kalt gedehnt und hält die Ladung durch ihre Rückstellkraft; Schrumpffolie wird als Haube oder Schlauch übergezogen und im Wärmetunnel oder mit Gasbrennern auf die Kontur gezogen. Stretchfolie besteht meist aus mehrschichtig coextrudiertem LLDPE mit Metallocen-Anteil, Schrumpffolie überwiegend aus LDPE-Rezepturen mit definiertem Schrumpfvermögen in Längs- und Querrichtung.

Das Sortiment umfasst Handstretchfolie, Maschinenstretchfolie mit Vorstreckgraden von rund 150 bis über 300 Prozent, vorgestreckte Folie für den manuellen Einsatz, farbige und schwarze Blickschutzfolien, perforierte Folien für atmende Ware, Schrumpfhauben für Getränkepaletten und Baustoffe, Schrumpfschläuche für Bündelpackungen sowie Schrumpfetiketten- und Sleeve-Folien. Grundlagen zu Werkstoff und Wickelparametern behandeln die Glossarbeiträge zu Stretchfolie und Wickelstretch, die Wärmeseite der Beitrag zur Schrumpffolie.

Technische Auswahlkriterien

Für Stretchfolie sind Foliendicke, Vorstreckfähigkeit, Weiterreißfestigkeit, Klebrigkeit der Innenseite und Haltekraft nach dem Wickeln maßgeblich. Die mechanischen Kennwerte von Folien werden im Zugversuch nach DIN EN ISO 527-3 ermittelt (Stand September 2026). Ob die gewickelte Einheit transportsicher ist, zeigt eine Prüfung nach EUMOS 40509. Bei Schrumpffolie zählen Schrumpfkraft, Schrumpfgrad in beiden Richtungen, Siegelnahtfestigkeit und der Energiebedarf im Tunnel. Dünnere Folien mit höherer Vorstreckung senken den Materialeinsatz, verlangen aber saubere Wickelmaschinen mit Vorstreckeinheit und geschulte Einrichter.

Regulatorisch sind zwei Punkte zu beachten. Nach § 3 Absatz 1 VerpackG zählen Wickel- und Schrumpffolien zu den Verpackungen, mit Registrierungspflicht in LUCID bei Anfall beim privaten Endverbraucher (Stand September 2026); als Transportverpackung bestehen Rücknahmepflichten gegenüber gewerblichen Kunden. Die Verordnung (EU) 2025/40 setzt Rahmenbedingungen für Recyclingfähigkeit und Rezyklateinsatz, weshalb Angebote mit Post-Consumer-Anteil zunehmen. Aussagen wie klimaneutral oder umweltfreundlich müssen der Richtlinie (EU) 2024/825 genügen und belegbar sein; pauschale Angaben ohne Nachweis sind unzulässig.

Hersteller im Verzeichnis

Der Markt wird von Folienextrudeuren mit eigenen Blas- und Castanlagen geprägt, die sowohl Rollenware für Wickelmaschinen als auch konfektionierte Hauben liefern. Im Verzeichnis eingetragen sind die RKW SE in Mannheim, die DUO PLAST AG in Lauterbach und die POLIFILM EXTRUSION GmbH im Südlichen Anhalt, Ortsteil Weißandt-Gölzau. Ergänzend bieten Maschinenhersteller und Verpackungsgroßhändler Folie im Verbund mit Anlagen und Service an.

Verwandte Leistungen sind Umreifungs- und Stretchmaschinen, Folien und flexible Verpackungen, Kantenschutz und Ladungssicherung sowie Umreifungsbänder.

Häufige Fragen

Wie viel Folie braucht eine Palette?

Das ergibt sich aus Wickelprogramm, Folienbreite, Vorstreckgrad und der Zahl der Umläufe. Erst die Prüfung der Ladeeinheitenstabilität zeigt, ob eine Reduktion vertretbar ist.

Stretchhaube oder Schrumpfhaube?

Die Stretchhaube arbeitet ohne Wärme und spart Energie, die Schrumpfhaube liegt enger an und schützt besser gegen Nässe bei Außenlagerung.

Lässt sich gebrauchte Wickelfolie verwerten?

Sortenreine PE-Folie aus dem Handel und der Industrie ist ein etablierter Rezyklatstrom. Farbige und stark bedruckte Folien mindern die Qualität des Regranulats.