Gerresheimer AG
Düsseldorf
Gerresheimer aus Düsseldorf fertigt Primärverpackungen aus Glas und Kunststoff, Drug-Delivery-Systeme und Kosmetikverpackungen.
4 Firmen
Düsseldorf
Gerresheimer aus Düsseldorf fertigt Primärverpackungen aus Glas und Kunststoff, Drug-Delivery-Systeme und Kosmetikverpackungen.
Tettau (Kleintettau)
HEINZ-GLAS in Kleintettau fertigt Flakons und Tiegel für Parfum und Kosmetik, Glasverschlüsse, Kunststoffkappen und Veredelung.
Mainz
Die SCHOTT AG in Mainz fertigt Spezialglas, FIOLAX-Glasrohre für Pharmapackmittel sowie analytische und beratende Leistungen.
Steinbach am Wald
Wiegand-Glas aus Steinbach am Wald fertigt Flaschen, Konservengläser und PET-Behälter und betreibt eigenes Glas- und PET-Recycling.
Glasverpackungen werden aus einer Schmelze von Quarzsand, Soda, Kalk und Scherben geformt. Für weithalsige Gläser ist das Press-Blas-Verfahren üblich, für enghalsige Flaschen das Blas-Blas-Verfahren; beide laufen auf IS-Maschinen mit mehreren Stationen. Nach der Formgebung folgen Kühlbahn, Heiß- und Kaltendvergütung sowie eine hundertprozentige optische Kontrolle. Pharmazeutisches Glas entsteht zusätzlich aus gezogenen Rohren, die zu Fläschchen, Ampullen, Karpulen und Spritzenkörpern weiterverarbeitet werden.
Unterschieden wird nach hydrolytischer Resistenz: Borosilikatglas der Klasse I für Injektabilia, Natron-Kalk-Silikatglas der Klassen II und III für Sirupe, Lebensmittel und Getränke; die Prüfung erfolgt nach ISO 4802 und Kapitel 3.2.1 des Europäischen Arzneibuchs (Stand: September 2026). Materialverhalten und Kreislauf des Werkstoffs stellt der Beitrag Glasverpackung dar.
Für Getränke in Glas gelten die Pfandregelungen des VerpackG; Mehrwegflaschen laufen in Poolsystemen mit vielen Umläufen, bei denen Flaschenhöhe, Mundstück und Kastenmaß standardisiert sind. Die Logik solcher Kreisläufe erklärt der Beitrag Mehrwegverpackung. Für den Lebensmittelkontakt ist die Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 maßgeblich, für Sammlung und Verwertung die Kennzeichnungssystematik, die der Artikel Recycling-Code beschreibt. Die Verordnung (EU) 2025/40 (PPWR) setzt zudem Ziele für Wiederverwendung und Recycling; wesentliche Teile gelten ab 12. August 2026.
Einkäufer prüfen bei Glas vor allem: Formenkosten und Mindestlosgrößen je Kampagne, weil Glaswerke in Wannenkampagnen produzieren und Sorten nicht beliebig wechseln können; Gewicht je Behälter, das Transportkosten und Bruchrisiko beeinflusst; Innendruckfestigkeit und Thermoschockbeständigkeit bei Heißabfüllung oder Pasteurisation; Verschlusssystem einschließlich Mundstücktoleranzen; sowie Lieferentfernung, da Glas bei niedrigem Warenwert hohe Frachtanteile verursacht. Für Pharmaglas kommen Reinraumverpackung, Partikelgrenzwerte und Delamination-Risikobewertungen hinzu.
Der Markt wird von wenigen Hüttenbetreibern getragen, ergänzt durch Spezialisten für Pharma- und Parfümerieglas sowie Veredler, die Dekoration, Siebdruck und Beschichtung übernehmen. Im Verzeichnis stehen die Gerresheimer AG in Düsseldorf, die SCHOTT AG in Mainz, die HEINZ-GLAS GmbH & Co. KGaA in Tettau und die Wiegand-Glas Holding GmbH in Steinbach am Wald.
Verwandte Leistungen sind Kunststoffflaschen und Hohlkörper, Metallverpackungen, Mehrwegsysteme, Etiketten sowie Abfüll- und Dosieranlagen.
Glaswannen laufen kontinuierlich, ein Formwechsel kostet Produktionszeit. Deshalb werden Sorten in Kampagnen gefertigt, was Mindestabnahmen und Vorlaufzeiten von mehreren Wochen bis Monaten mit sich bringt.
Die Umlaufzahl hängt von System, Handling und Sortenreinheit ab. Belastbare Werte liefern die Poolbetreiber für ihr jeweiliges System; pauschale Angaben sind nicht übertragbar.
Sie kennzeichnet Glas mit besonders geringer Abgabe von Alkali an wässrige Medien, typischerweise Borosilikatglas. Es wird vor allem für Injektionslösungen eingesetzt.