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Schaumstoff und Polsterverpackungen: Hersteller und Anbieter

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Werkstoffe und Systeme

Polsterverpackungen haben eine einzige Aufgabe: Energie aufnehmen, bevor sie das Produkt erreicht. Die klassischen Werkstoffe sind expandiertes Polystyrol für leichte Formteile und Kühlboxen, expandiertes Polypropylen für mehrfach belastbare Mehrwegeinsätze, Polyethylenschaum für kratzempfindliche Oberflächen sowie Polyurethan für anschmiegsame Konturen. Eigenschaften und Grenzen des wichtigsten Partikelschaums beschreibt der Beitrag Polystyrol.

Neben geformten Einsätzen stehen Systeme, die erst am Packplatz entstehen: Luftkissenanlagen, Papierpolstermaschinen, Schaumbeutel, die im Karton aufschäumen, sowie Wickel- und Noppenmaterialien. Die Auswahl dieser Verfahren behandelt der Artikel Pufferverpackung. Für Kühlketten kommen isolierende Boxen mit Kühlelementen hinzu, wie sie der Beitrag Temperaturgeführter Versand beschreibt.

Auslegung und Auswahlkriterien

Die Dimensionierung folgt Produktgewicht, zulässiger Beschleunigung und Fallhöhe. Hersteller arbeiten mit Federungs- und Dämpfungsdiagrammen des jeweiligen Schaums und prüfen das Ergebnis im Versuch: freier Fall nach DIN EN ISO 2248, Vibrationsprüfung nach DIN EN ISO 13355, Prüfpläne für komplette Transportverpackungen nach DIN EN ISO 4180, Stapeldruck nach DIN EN ISO 12048 (Stand: September 2026). Für passive Thermoverpackungen im Arzneimittelversand gelten zusätzlich die GDP-Leitlinien der EU-Kommission in der Fassung 2013/C 343/01.

  • Formteilwerkzeuge verursachen Einmalkosten und lohnen bei wiederkehrenden Serien; Zuschnitte und Systemlösungen eignen sich für wechselnde Artikel.
  • Packzeit am Arbeitsplatz ist oft der größere Kostenblock als das Material selbst.
  • Mehrweg-Einsätze aus EPP rechnen sich in geschlossenen Kreisläufen zwischen festen Standorten.
  • Entsorgungsseitig gelten Systembeteiligung nach VerpackG und die Designanforderungen der Verordnung (EU) 2025/40 (PPWR); Aussagen zur Umweltwirkung müssen der Richtlinie (EU) 2024/825 genügen, die ab 27. September 2026 anzuwenden ist.

Anbietertypen und Beispiele

Im Markt agieren Formteilhersteller mit eigenen Schäumanlagen, Anbieter von Packplatzsystemen samt Maschinenstellung und Materialabnahme sowie Entwickler faserbasierter Alternativen. Das Verzeichnis führt unter anderem die Storopack Hans Reichenecker GmbH in Metzingen, die Schaumaplast GmbH & Co. KG in Reilingen, die Emba-Protec GmbH & Co. KG in Bad Oeynhausen, die PAPACKS Sales GmbH in Köln sowie die myco s.r.o. in Brno. Wer Schaum ersetzen will, findet bei den faserbasierten Anbietern Formteile mit vergleichbarer Polsterfunktion.

Verwandte Leistungen sind Formteile aus Faserguss und Papier, Füll- und Polstermaterial, Versandverpackungen, Trockenmittel und Schutzverpackung sowie Verpackungsprüfung und Labore.

Häufige Fragen

Welche Fallhöhe soll die Auslegung annehmen?

Üblich ist eine Ableitung aus Gewicht und Versandweg: Kleine Paketsendungen werden mit größeren Fallhöhen gerechnet als schwere, palettierte Güter. Belastbare Werte liefert ein Prüfplan nach DIN EN ISO 4180.

Lässt sich EPS recyceln?

Sauberes, sortenreines EPS ist stofflich verwertbar; gemischte oder verschmutzte Mengen gehen häufig in die energetische Verwertung. Entscheidend sind Sammelstruktur und Volumenreduktion vor dem Transport.

Wann ist ein Formteil dem Zuschnitt vorzuziehen?

Sobald Stückzahlen stabil sind und die Packzeit ins Gewicht fällt. Formteile führen das Produkt, verkürzen den Packvorgang und reduzieren Fehler beim Einlegen.