Bausch+Ströbel SE + Co. KG
Ilshofen
Abfüll-, Verschließ- und Containment-Anlagen für die Pharmaindustrie aus Ilshofen: CombiSys, VarioSys, GENEX sowie RTU- und Bulk-Plattformen.
12 Firmen
Ilshofen
Abfüll-, Verschließ- und Containment-Anlagen für die Pharmaindustrie aus Ilshofen: CombiSys, VarioSys, GENEX sowie RTU- und Bulk-Plattformen.
Rheinbreitbach
Etikettierer, Inkjet-Direktdruck, Laserbeschriftung und Kennzeichnungssoftware für Verpackungen und Paletten, Familienbetrieb seit 1968.
Crailsheim
Abfüll- und Verschließanlagen aus Crailsheim in drei Produktwelten: Pharma mit RTU und Bulk, Consumer Healthcare sowie dekorative Kosmetik.
Filderstadt
HERMA aus Filderstadt beschichtet Haftmaterial, produziert Etiketten und baut Etikettiermaschinen der Baureihen 400 und 500.
Dortmund
Dortmunder Anlagenbauer für Getränke- und Lebensmittellinien: Füller, Etikettier- und Verpackungsmaschinen, PET-Behältertechnik und Turnkey-Projekte.
Barbing
Etikettiermaschinen aus Barbing bei Regensburg: die Baureihe Flectra und die GERNEP-Rundläufer Soluta, Labetta, Rollfed, Rollina und Linear.
Hartenholm
Print-&-Apply-Etikettiersysteme aus Hartenholm: Serie 400, Linerless-Baureihe und Logomatic 850 eP3 Hybrid mit bis zu 480 Etiketten pro Minute.
Wolfertschwenden
Tiefziehmaschinen, Traysealer, Kammermaschinen und Flowpacker aus dem Allgäu, ergänzt um Inspektion, Slicer sowie Etikettier- und Kennzeichnungstechnik.
Eching
Etikettierer, Etikettendrucker und Plug-&-Play-Lösungen aus Eching, dazu die Software PID 3SIXTY sowie Etiketten und Thermotransferfolien.
Mühltal
Vier Produktlinien aus Mühltal: REA JET für Inkjet, REA LABEL für Etikettierung, REA LASER für Lasermarkierung und REA VERIFIER für Codeprüfung.
Mühltal
Drei Geschäftsbereiche aus Mühltal: Codiersysteme REA JET, Etikettiertechnik REA LABEL und Codeprüfgeräte REA VERIFIER, seit 1982.
Kaiserslautern
Modulare Systeme für Serialisierung, Etiketteninspektion, Kontrollwiegen, Röntgen- und Metallprüfung, gefertigt in Kaiserslautern.
Etikettiermaschinen bringen Informationsträger reproduzierbar und lagegenau auf Packmittel auf. Die verbreiteteste Technik ist die Selbstklebeetikettierung: Das Haftetikett wird an einer Spendekante vom Trägermaterial gelöst und per Anrollvorrichtung oder Luftstrom auf das Produkt übertragen. Alternativ arbeiten Nassleimmaschinen mit Leimwalze und Etikettenmagazin, vor allem bei Mehrwegflaschen. Rundum- und Wickeletikettierung umschließt zylindrische Behälter, Kopf- und Bodenstationen ergänzen Deckel- und Unterseiten, Mehrseitenstationen bedienen Vorder- und Rückseite in einem Durchlauf.
Daneben stehen Verfahren, die das Etikett in die Verpackung integrieren oder ersetzen: Schrumpf- und Stretchsleeves werden als Schlauch aufgezogen und thermisch angelegt, wie beim Prinzip der Sleeve-Verpackung; beim In-Mould-Labeling wird der Dekorträger bereits im Spritzgusswerkzeug eingelegt. Print-and-Apply-Systeme drucken variable Daten unmittelbar vor dem Aufbringen und verbinden so Etikettierung und Kennzeichnung.
Die Maschinenwahl hängt an Behältergeometrie, Oberfläche, Etikettenformat und Taktleistung. Runde, ovale, konische und flexible Behälter stellen sehr unterschiedliche Anforderungen an Führung und Anpressung. Weitere Kriterien sind Platziergenauigkeit und Winkeltreue, Rollenwechsel ohne Linienstopp, Rüstaufwand beim Formatwechsel, Spendeverhalten dünner Folienetiketten und die Anbindung an ERP oder MES, damit Chargen- und Variantendaten ohne Medienbruch ankommen. Zur Bewertung der Etikettenmaterialien selbst hilft die Übersicht zu selbstklebenden Etiketten.
Rechtlich und normativ sind mehrere Ebenen zu beachten (Stand: September 2026). Inhaltlich bestimmt bei Lebensmitteln die Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 die Pflichtangaben und deren Lesbarkeit. Für verschreibungspflichtige Arzneimittel verlangt die Delegierte Verordnung (EU) 2016/161 zur Richtlinie 2011/62/EU seit dem 9. Februar 2019 individuelle Erkennungsmerkmale und einen Originalitätsverschluss. Codes folgen den GS1 General Specifications, ihre Druckqualität wird nach ISO/IEC 15416 für lineare und ISO/IEC 15415 für zweidimensionale Symbole bewertet, Data Matrix ist in ISO/IEC 16022 definiert. Die Verpackungsverordnung (EU) 2025/40 sieht harmonisierte Kennzeichnungsvorgaben vor, deren Detailausgestaltung über Durchführungsrechtsakte erfolgt. Maschinenseitig gelten DIN EN ISO 12100 und die Maschinenverordnung (EU) 2023/1230, anzuwenden ab dem 20. Januar 2027.
Auf Etikettiertechnik und Haftmaterial gleichzeitig ausgerichtet ist HERMA (Filderstadt). Als Anbieter von Etikettier- und Kennzeichnungssystemen sind Logopak Systeme (Hartenholm), NOVEXX Solutions (Eching) und Bluhm Systeme (Rheinbreitbach) eingetragen. WIPOTEC (Kaiserslautern) verbindet Etikettierung mit Waage- und Inspektionsfunktionen, REA Systeme und REA Elektronik (beide Mühltal) decken Kennzeichnung und Codeprüfung ab. In Getränke- und Behälterlinien arbeiten KOSME Germany (Barbing) und KHS (Dortmund), im Lebensmittelbereich MULTIVAC (Wolfertschwenden). Für pharmazeutische Anwendungen mit Serialisierung stehen Bausch+Ströbel (Ilshofen) und groninger & co. (Crailsheim).
Verwandte Leistungen sind Etiketten, Etikettendruck, Kennzeichnung und Codierung sowie Track & Trace und Serialisierung.
Selbstklebetechnik ist flexibel, formatschnell und für kleine Losgrößen günstig. Nassleim spielt seine Vorteile bei hohen Stückzahlen, Papieretiketten und Mehrwegbehältern aus, weil sich die Etiketten in der Flaschenwäsche gut ablaugen lassen.
Über Verifier, die Kontrast, Modulation, Dekodierbarkeit und Ruhezonen nach den ISO/IEC-Verfahren bewerten und eine Note vergeben. Grundlagen der Nummernsysteme erläutert der Beitrag zum EAN-Code.
Es druckt Charge, Datum, Gewicht oder Versandcodes im Takt der Linie und applikiert das Etikett sofort. Das ist sinnvoll, wenn jede Einheit andere Daten trägt, etwa bei gewichtsvariablen Produkten oder Versandeinheiten.