ALPLA Werke Lehner GmbH & Co KG (Standort Berlin)
Berlin
PET-Flaschen, Preforms, Verschlüsse und Tuben: ALPLA betreibt in Deutschland 21 Standorte, darunter das Werk Berlin; Konzernsitz ist Hard in Österreich.
6 Firmen
Berlin
PET-Flaschen, Preforms, Verschlüsse und Tuben: ALPLA betreibt in Deutschland 21 Standorte, darunter das Werk Berlin; Konzernsitz ist Hard in Österreich.
Düsseldorf
Gerresheimer aus Düsseldorf fertigt Primärverpackungen aus Glas und Kunststoff, Drug-Delivery-Systeme und Kosmetikverpackungen.
Bergneustadt
GIZEH Verpackungen aus Bergneustadt fertigt Becher, Schalen, Dosen und PET-Behälter für Lebensmittel samt eigener Dekoration.
Tettau (Kleintettau)
HEINZ-GLAS in Kleintettau fertigt Flakons und Tiegel für Parfum und Kosmetik, Glasverschlüsse, Kunststoffkappen und Veredelung.
Lohne (Oldenburg)
Pöppelmann fertigt in Lohne im Geschäftsbereich FAMAC Eimer, Schalen, Becher, Verschlüsse, Ausgießer und Mehrwegbehälter aus Kunststoff.
Steinbach am Wald
Wiegand-Glas aus Steinbach am Wald fertigt Flaschen, Konservengläser und PET-Behälter und betreibt eigenes Glas- und PET-Recycling.
Kunststoffhohlkörper entstehen in drei Grundverfahren. Beim Extrusionsblasformen wird ein Schlauch extrudiert und im Werkzeug aufgeblasen, was für Kanister, Flaschen aus Polyethylen und mehrschichtige Behälter üblich ist. Beim Streckblasformen wird ein spritzgegossener Vorformling erwärmt und in Längs- und Umfangsrichtung verstreckt; das ist der Standardweg für PET-Flaschen. Dazu kommt das Spritzgießen für Verschlüsse, Dosen, Becher, Eimer und Deckel. Die Zwischenstufe des Streckblasprozesses erläutert der Beitrag Preforms, das Grundverfahren der Formteilfertigung der Artikel Spritzguss.
Die Werkstoffwahl folgt dem Füllgut: HDPE für Reinigungsmittel und Motorenöle, PET für Getränke und Körperpflege, Polypropylen für heißabfüllbare und sterilisierbare Gebinde, Mehrschichtstrukturen mit EVOH für sauerstoffempfindliche Inhalte. Eigenschaften und Recyclingwege des wichtigsten Getränkewerkstoffs behandelt der Beitrag PET.
Für Einweggetränkeflaschen aus PET schreibt § 30a VerpackG seit dem 1. Januar 2025 einen Mindestanteil von 25 Prozent Rezyklat vor; ab 2030 gilt eine Quote von 30 Prozent für alle Einweggetränkeflaschen aus Kunststoff (Stand: September 2026). Die Verordnung (EU) 2025/40 (PPWR) ergänzt Designanforderungen und schreibt für Einweggetränkebehälter mit einem Volumen bis drei Liter befestigte Verschlüsse vor. Wer recyceltes Material einsetzt, braucht Nachweise über Herkunft und Eignung; der Beitrag R-PET beschreibt die Qualitätsfragen. Im Lebensmittelkontakt sind zusätzlich die Verordnung (EU) Nr. 10/2011 und für Recyclingkunststoffe die Verordnung (EU) 2022/1616 maßgeblich.
Einkaufsseitig zählen Werkzeugkosten und deren Amortisation, Halsgeometrie und Gewindenorm, Stapelbarkeit gefüllter Gebinde, Topload-Werte, Leckagesicherheit sowie bei Chemie- und Gefahrgutabfüllung die Bauartzulassung nach ADR Kapitel 6.1. Bei Pharmazeutika kommen Reinraumklassen und dokumentierte Prozessvalidierung hinzu.
Neben international aufgestellten Systemlieferanten mit Inhouse-Fertigung beim Abfüller gibt es mittelständische Blasformer, Spritzgießer mit eigenem Werkzeugbau und Spezialisten für Pharma- und Kosmetikbehälter. Im Verzeichnis stehen unter anderem die Gerresheimer AG in Düsseldorf, die Pöppelmann GmbH & Co. KG in Lohne, die GIZEH Verpackungen GmbH & Co. KG in Bergneustadt, die ALPLA Werke Lehner GmbH & Co KG am Standort Berlin sowie die HEINZ-GLAS GmbH & Co. KGaA in Tettau und die Wiegand-Glas Holding GmbH in Steinbach am Wald, die neben Glas auch Kunststoffgebinde im Programm führen.
Verwandte Leistungen sind Glasverpackungen, IBC und Großgebinde, Etiketten, Abfüll- und Dosieranlagen sowie Nachhaltige Materialien.
Extrusionsblasen ist flexibler bei Geometrie, Griffmulden und Mehrschichtaufbauten. Streckblasen liefert klarere, dünnwandigere und druckfestere Flaschen und ist bei kohlensäurehaltigen Getränken die Regel.
Mechanisch recyceltes Material kann leichte Gelbverfärbung und Schwankungen in der Viskosität mitbringen. Bei transparenten Anwendungen werden deshalb Rezyklatanteil und Eingangsspezifikation eng geführt.
Üblich sind ein Maßprotokoll des Musters, Angaben zu Gewicht und Wandstärkenverteilung, die Konformitätserklärung für das vorgesehene Füllgut sowie Prüfwerte zu Topload und Dichtheit. Bei Gefahrgut kommt die Kopie der Bauartzulassung hinzu, bei Rezyklateinsatz der Nachweis über Herkunft und Aufbereitungsverfahren des eingesetzten Mahlguts.