All4Labels Group GmbH
Witzhave
Haftetiketten, Shrink Sleeves, In-Mould-Labels und flexible Verpackungen: Die Gruppe aus Witzhave bei Hamburg setzt auf Digitaldruck.
6 Firmen
Witzhave
Haftetiketten, Shrink Sleeves, In-Mould-Labels und flexible Verpackungen: Die Gruppe aus Witzhave bei Hamburg setzt auf Digitaldruck.
Heidelberg
Bogenoffset, Digitaldruck und Weiterverarbeitung aus Heidelberg: Maschinen und Systeme für Druckereien, die Faltschachteln und Akzidenzen fertigen.
Dresden
ProCut-Stanzautomaten, Heißfolienprägung und die Faltschachtelkleber ProFold und FlexFold aus Dresden, ausgelegt auf kleine Auflagen.
Würzburg
Offset, CI-Flexo, Wellpappen-, Blech- und Digitaldruck sowie Stanztechnik: Der Würzburger Hersteller baut seit 1817 Druckmaschinen.
Tamm
Sieb-, Tampon- und Digitaldruckfarben sowie UV-Lacke aus Tamm und Bietigheim-Bissingen, für Glas, Kunststoff, Metall und Etiketten.
München
Sieb-, Digital- und Offsetdruck auf Metall und Kunststoff plus Oberflächenveredelung: Zitt fertigt Schilder, Embleme und Frontplatten in München.
Digitaldruck verzichtet auf eine feste Druckform. Das Bild entsteht bei jedem Bogen oder Bahnabschnitt neu aus den Daten, weshalb jede Kopie anders aussehen darf. Zwei Technologien teilen den Markt: Inkjet mit wasserbasierten, UV-härtenden oder UV-LED-Tinten für Karton, Wellpappe und Folien sowie Elektrofotografie mit Flüssig- oder Trockentoner für Etiketten und Faltschachteln in kleinen Auflagen.
Die Stärke liegt nicht im Preis pro Bogen, sondern im Wegfall von Druckform und Rüstzeit. Daraus ergeben sich die typischen Anwendungen: Verpackungsmuster und Nullserien vor dem Auflagendruck, regionale und mehrsprachige Versionen desselben Designs, Aktions- und Saisonverpackungen, Serialisierung mit individuellen Codes je Packung, Nachversorgung auslaufender Artikel und Direktdruck auf Wellpappe für den Versandhandel. Für den Vergleich mit dem konventionellen Bogenverfahren lohnt der Beitrag zum Offsetdruck, für bahnförmige Substrate der Beitrag zum Foliendruck. Wie sich variable Daten in Codes übersetzen, beschreibt der Eintrag zur Produktcodierung.
Zur Bewertung der Druckqualität digitaler Drucksysteme existiert die Normenreihe ISO 15311, deren Teil 2 Anforderungen an kommerzielle und industrielle Produktion beschreibt (Stand September 2026). Farbverbindlichkeit wird über einen Proof nach ISO 12647-7 und Beurteilung unter Normlicht nach ISO 3664 abgesichert. Praktisch relevant sind Bedruckbarkeit des Substrats ohne oder mit Primer, Farbraumabdeckung gegenüber Sonderfarben, Deckkraft von Weiß auf transparenten Folien, Scheuer- und Lackierbarkeit sowie die Geschwindigkeit bei voller Auflösung.
Bei Lebensmittelverpackungen ist die Migrationsseite entscheidend: Der Rahmen ergibt sich aus Verordnung (EG) Nr. 1935/2004, für Kunststoffschichten aus Verordnung (EU) Nr. 10/2011; UV-Tinten für Primärverpackungen werden nach den Leitlinien des europäischen Druckfarbenverbands bewertet und benötigen eine Konformitätserklärung des Lieferanten. Wer Serialisierung nutzt, braucht eine durchgängige Datenkette von der Vorstufe bis zur Kamerakontrolle. Die Verordnung (EU) 2025/40 fördert mittelbar den Digitaldruck, weil kleinere Auflagen ohne Formkosten Überproduktion und Makulatur vermeiden helfen.
Unterscheiden lassen sich Maschinenhersteller, die Digitaldrucksysteme und Weiterverarbeitung bauen, Druckereien mit digitalen Linien im Produktionsbetrieb und Zulieferer von Tinten und Farbsystemen. Im Verzeichnis eingetragen sind Heidelberger Druckmaschinen AG in Heidelberg, Koenig & Bauer AG in Würzburg, KAMA GmbH in Dresden für die digitale Weiterverarbeitung, All4Labels Group GmbH in Witzhave, Marabu GmbH & Co. KG in Tamm sowie Zitt GmbH & Co. KG in München.
Verwandte Leistungen sind Verpackungsdruck, Etikettendruck, Druckvorstufe und Repro, Online-Druckereien und Konfiguratoren sowie Track & Trace und Serialisierung.
Für die meisten Motive ja. Grenzen zeigen sich bei großflächigen Sonderfarben, metallischen Effekten und sehr feinen Verläufen, wo Sonderfarbwerke im Offset Vorteile behalten.
Technisch genügt ein Exemplar. Wirtschaftlich entscheidet, ob Weiterverarbeitung, Stanzung und Prüfung ebenfalls ohne aufwendiges Rüsten auskommen.
Nur mit dafür freigegebenen Tintensätzen und dokumentierter Konformitätserklärung. Bei direktem Kontakt ist zusätzlich eine funktionelle Barriere oder ein Migrationsnachweis zu prüfen.