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Etikettendruck: Hersteller und Anbieter

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Produkte und Materialaufbau

Ein gedrucktes Etikett ist der Informationsträger der Verpackung und häufig ihr einziges rechtlich geprüftes Element. Die Fertigung erfolgt überwiegend im Rollen-Flexodruck mit UV-härtenden Farben, ergänzt durch Digitaldruck für Kleinserien und Versionen sowie Offset- und Siebdruckeinheiten für Sonderanforderungen. Der Materialaufbau eines Haftetiketts besteht aus Obermaterial, Klebstoff und Trägerpapier oder Trägerfolie; die Kombination bestimmt Haftung auf gewölbten Flächen, Tiefkühltauglichkeit und Beständigkeit gegen Feuchte und Fett.

Zum Sortiment gehören Haftetiketten auf Papier und Folie, Mehrlagen- und Booklet-Etiketten mit mehrsprachigen Gebrauchsinformationen, Wickeletiketten für Spritzen und Ampullen, Sicherheits- und Originalitätsetiketten mit Manipulationsanzeige, In-Mould-Etiketten, Schrumpf- und Stretchsleeves, Nassleim- und Trockenetiketten für Getränke sowie Thermodirekt- und Thermotransfermaterial für die Kennzeichnung in der Linie. Hintergrund liefern die Beiträge zu selbstklebenden Etiketten, zur Sleeve-Verpackung und zum In-Mould-Labeling.

Kriterien und Kennzeichnungspflichten

Druckqualität lässt sich am Etikett besonders gut messen, weil Codes maschinell gelesen werden müssen. Die Qualität linearer Barcodes wird nach ISO/IEC 15416 bewertet, zweidimensionale Codes nach ISO/IEC 15415; Aufbau und Symbologie folgen den GS1 General Specifications (Stand September 2026). Grundlagen dazu erläutert der Glossareintrag zur Produktcodierung.

Inhaltlich richtet sich das Etikett nach dem Produkt. Für Lebensmittel gilt die Lebensmittelinformationsverordnung, Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, mit Vorgaben zu Schriftgröße und Pflichtangaben. Gefahrstoffe werden nach Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 gekennzeichnet, einschließlich Piktogrammgröße und tastbarem Gefahrenhinweis. Für verschreibungspflichtige Arzneimittel verlangt die Delegierte Verordnung (EU) 2016/161 individuelle Erkennungsmerkmale und Manipulationsschutz; Hersteller solcher Etiketten arbeiten meist nach ISO 15378. Beschaffungsseitig zählen außerdem Rollenkonfektionierung und Wickelrichtung für die vorhandene Etikettiermaschine, Farbtoleranzen bei Markenfarben, Lieferzeit bei Nachdrucken und die Recyclingfähigkeit: Waschbare Klebstoffe und dünne Obermaterialien erleichtern die Aufbereitung von PET-Flaschen, was die Verordnung (EU) 2025/40 unterstützt.

Anbieter im Verzeichnis

Vertreten sind Etikettendruckereien mit Rollenmaschinen, Anbieter von Haftmaterial und Etikettiertechnik, Spezialisten für Pharma- und Sicherheitsetiketten sowie Lieferanten von Prägefolien und Rotationsstanzwerkzeugen. Im Verzeichnis eingetragen sind All4Labels Group GmbH in Witzhave, Etiket Schiller GmbH in Plüderhausen, Kolbe-Coloco Spezialdruck GmbH in Versmold, August Faller GmbH & Co. KG in Waldkirch, Schreiner Group GmbH & Co. KG in Oberschleißheim, HERMA GmbH in Filderstadt, Rathgeber GmbH & Co. KG in Oberhaching, LEONHARD KURZ Stiftung & Co. KG in Fürth und KOCHER+BECK GmbH + Co. Rotationsstanztechnik KG in Pliezhausen.

Verwandte Leistungen sind Etiketten, Etikettiermaschinen, Kennzeichnung und Codierung, Digitaldruck sowie Stanzformen und Werkzeuge.

Häufige Fragen

Haftetikett, Sleeve oder Nassleimetikett?

Haftetiketten sind flexibel und maschinell einfach zu verarbeiten, Sleeves erlauben 360-Grad-Dekor auf komplexen Formen, Nassleimetiketten sind bei großen Getränkeauflagen kostengünstig und gut ablösbar.

Warum wird ein Code am Warenausgang nicht gelesen?

Häufige Ursachen sind zu geringer Kontrast, ein zu kleines Modulmaß, glänzender Lack über dem Code oder Verzerrung beim Aufbringen auf gewölbte Flächen.

Wie lange dauert eine Etikettenänderung?

Der Druck selbst ist schnell. Zeit kostet die Freigabe: Prüfung der Pflichtangaben, Reinzeichnung, Proof und bei regulierten Produkten die Dokumentation der Änderung.