Logistik trifft Qualität: Globale Lieferkettenoptimierung am Beispiel von Lifeplus

Nahrungsergänzungsmittel sind ein wachsender Markt. Weltweit greifen immer mehr Menschen zu Vitaminen, Mineralstoffen oder pflanzlichen Extrakten, um ihre Ernährung zu ergänzen. Für Hersteller bedeutet das jedoch nicht nur steigende Nachfrage, sondern auch steigende Verantwortung. Denn Qualität, Rückverfolgbarkeit und regulatorische Sicherheit sind in dieser Branche entscheidend.

Das international tätige Unternehmen Lifeplus gehört zu den Anbietern, die diesen Anspruch in den Mittelpunkt stellen. Das Portfolio reicht von Vitamin- und Mineralstoffpräparaten über pflanzenbasierte Formulierungen bis hin zu funktionalen Nährstoffkombinationen. Entwickelt werden die Produkte mit dem Ziel, wissenschaftliche Erkenntnisse, hochwertige Rohstoffe und kontrollierte Produktionsprozesse miteinander zu verbinden.

Doch bevor ein Produkt beim Kunden ankommt, durchläuft es eine komplexe Kette aus Entwicklung, Produktion, Qualitätssicherung und Logistik. Gerade die Logistik spielt dabei eine zunehmend strategische Rolle – insbesondere für den europäischen Markt.

„Die Verlagerung unserer europäischen Lieferkettenoperationen nach Bergen op Zoom im Jahr 2019 war ein strategischer Schritt, der uns in die Lage versetzte, unsere Kunden angesichts der Herausforderungen des Brexits besser zu bedienen“, sagte Billy Evans, Chief Operating Officer.

„Die Niederlande und insbesondere Bergen op Zoom boten eine beispiellose Infrastruktur, ausgezeichnete Verkehrsanbindungen und ein wirtschaftliches Umfeld, das es uns ermöglichte, erfolgreich zu sein“, fügte er hinzu.

Logistik als strategische Disziplin

Verantwortlich für die europäische Logistik und Distribution ist Richard van den Bempt Head of Supply Chain for Lifeplus’ European logistics. Richard kam im September 2023 zu Lifeplus und bringt mehr als vier Jahrzehnte Branchenerfahrung mit.

Seine Aufgabe: sicherstellen, dass Produkte zuverlässig, effizient und nachhaltig von den Produktionsstandorten zu den Kundinnen und Kunden in Europa gelangen.

In einer Branche wie der Nahrungsergänzungsmittelindustrie ist Logistik weit mehr als Transportorganisation. Produkte müssen unter stabilen Bedingungen gelagert und transportiert werden, regulatorische Anforderungen müssen eingehalten werden und gleichzeitig erwarten Kundinnen und Kunden kurze Lieferzeiten.

„Logistik entscheidet heute mit über die Qualität des Gesamterlebnisses“, sagt van den Bempt. „Wenn Prozesse nicht sauber ineinandergreifen, merken das am Ende immer die Kunden.“

Batesville als industrielles Zentrum

Während die Logistik in Europa organisiert wird, liegt ein wichtiger Teil der industriellen Infrastruktur des Unternehmens in Batesville im US-Bundesstaat Arkansas.

Dort betreibt Lifeplus einen Produktions- und Entwicklungsstandort, an dem Produkte hergestellt, geprüft und weiterentwickelt werden. Die Anlagen wurden über die Jahre mehrfach erweitert und modernisiert, um steigende Nachfrage und wachsende Qualitätsanforderungen abzubilden.

Gerade in der Nahrungsergänzungsmittelindustrie spielt die Kontrolle der Produktionsprozesse eine zentrale Rolle. Rohstoffe müssen sorgfältig geprüft werden, Formulierungen stabil bleiben und jede Charge muss dokumentiert und überprüfbar sein.

Diese Standards sind für Lifeplus ein wesentlicher Bestandteil des Geschäftsmodells. Denn Vertrauen ist in diesem Markt eine der wichtigsten Währungen.

Qualität als wirtschaftlicher Faktor

Der Markt für Nahrungsergänzungsmittel wächst zwar dynamisch, ist aber gleichzeitig stark reguliert. In Europa gelten besonders strenge Anforderungen an Inhaltsstoffe, Kennzeichnung und Produktsicherheit.

Für Unternehmen bedeutet das: Qualität ist nicht nur eine Frage der Reputation, sondern auch ein wirtschaftlicher Faktor. Fehler in der Lieferkette oder bei der Produktion können erhebliche Konsequenzen haben.

Deshalb arbeiten bei Lifeplus verschiedene Bereiche eng zusammen – von Produktentwicklung und Produktion bis hin zu Logistik und Qualitätssicherung. Anpassungen an Verpackung oder Versand werden nicht isoliert getroffen, sondern gemeinsam bewertet, um Auswirkungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu berücksichtigen.

Der Mensch hinter den Prozessen

Trotz zunehmender Digitalisierung bleibt für Richard van den Bempt ein Faktor entscheidend: die Menschen im Unternehmen.

Er ist regelmäßig im direkten Austausch mit den Teams in den operativen Bereichen und fördert eine Arbeitskultur, in der Mitarbeitende aktiv an Verbesserungen mitwirken können.

„Die besten Ideen kommen oft aus dem Alltag der Prozesse“, sagt er. „Wer täglich mit den Abläufen arbeitet, erkennt schnell, wo Potenzial für Verbesserungen liegt.“

Blick in die Zukunft

Für die kommenden Jahre setzt Lifeplus verstärkt auf datenbasierte Prozesssteuerung, digitale Logistiksysteme und eine weitere Optimierung der Lieferketten.

Gleichzeitig bleibt das Grundprinzip unverändert: Qualität und Effizienz müssen Hand in Hand gehen.

Gerade in einem sensiblen Markt wie Nahrungsergänzungsmitteln entscheidet am Ende nicht nur die Rezeptur eines Produkts über den Erfolg – sondern auch die Zuverlässigkeit der Prozesse, die es vom Produktionsstandort bis zum Kunden begleiten.