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Wellpappe: Hersteller und Anbieter

10 Firmen

Progroup AG

Landau in der Pfalz

Progroup aus Landau in der Pfalz erzeugt Wellpappenrohpapier und Wellpappformate und betreibt dazu eigene Kraftwerke und Speditionsleistungen.

Details

Aufbau, Wellenarten und Zuschnitte

Wellpappe entsteht, wenn eine gewellte Papierbahn (Wellenstoff) zwischen glatte Deck- und Innenlagen, die Liner, geklebt wird. Aus Wellenhöhe und Papiersorte ergibt sich die Sortenvielfalt: einwellige Qualitäten mit B-, C- oder E-Welle für Versand- und Verkaufsverpackungen, Mikrowellen der Typen E, F und N für bedruckte Faltschalen sowie zwei- und dreiwellige Aufbauten für schwere oder stark stapelbelastete Güter. Als Liner dienen Kraftliner aus Frischfaser und Testliner aus Altpapier; die Grammatur wird nach DIN EN ISO 536 bestimmt. Gefertigt wird auf Wellpappenanlagen, die Verklebung erfolgt üblicherweise mit Stärkeleim.

Das Produktspektrum reicht von der Normalklappenkiste FEFCO 0201 über Faltschalen und Falthüllen der FEFCO-0400-Gruppe, Stülp- und Teleskopverpackungen bis zu vollflächig bedruckten Displays, Innenverpackungen, Gittern und Wabenplatten. Grundlagen der Sortensystematik und der Zuschnittlogik stellt der Beitrag Wellpappe dar, die gängigen Versandformate beschreibt der Artikel zu Faltkartons.

Worauf Einkäufer achten

Technisch entscheidend sind wenige Kennwerte: der Kantenstauchwiderstand ECT nach DIN EN ISO 3037, der Stapeldruckwiderstand der fertigen Kiste nach DIN EN ISO 12048 sowie der Berstdruck nach DIN EN ISO 2759. Wer Ladeeinheiten über längere Zeit stapelt, sollte Klimabedingungen mitprüfen, da Feuchtigkeit die Biegesteifigkeit deutlich senkt. Anforderungen und Prüfungen für Wellpappe fasst DIN 55468-1 zusammen (Stand: September 2026).

  • Mengenstruktur: Rollenbreiten und Nutzenausbeute bestimmen den Preis stärker als der Zuschnitt selbst.
  • Rüst- und Werkzeugkosten: Stanzformen bei Serien, digitale Schneidplotter bei Kleinmengen.
  • Zertifikate: FSC oder PEFC für die Faserkette, ISO 9001 und ISO 14001, bei Lebensmittelkontakt zusätzlich die BfR-Empfehlung XXXVI und die Verordnung (EG) Nr. 1935/2004.
  • Rechtsrahmen: Systembeteiligung und LUCID-Registrierung nach VerpackG, seit 2019 in Kraft; Designvorgaben der Verordnung (EU) 2025/40 (PPWR), anwendbar in wesentlichen Teilen ab 12. August 2026.

Anbietertypen und Beispiele

Der Markt teilt sich in integrierte Konzerne mit eigener Papierproduktion, regionale Verarbeiter ohne eigene Wellpappenanlage und digitale Kleinserienfertiger. Im Verzeichnis stehen unter anderem die Progroup AG in Landau in der Pfalz, die Papierfabrik Palm GmbH & Co. KG in Aalen, die Klingele Paper & Packaging SE & Co. KG in Remshalden, die SAICA Pack Central Europe GmbH + Co. KG (THIMM) in Northeim, die Panther Packaging GmbH & Co. KG in Tornesch, die Wellpappe Forchheim GmbH & Co. KG, die Zerhusen Kartonagen GmbH in Damme, die Smurfit Westrock Deutschland GmbH in Hamburg, die Sprick GmbH in Bielefeld sowie die PackEx GmbH in Worms.

Verwandte Leistungen in diesem Verzeichnis sind Faltschachteln und Kartonagen, Formteile aus Faserguss und Papier, Versandverpackungen, Verpackungsdruck sowie Stanzformen und Werkzeuge.

Häufige Fragen

Welche Welle passt für den Paketversand?

Für leichte bis mittlere Güter bis etwa 15 Kilogramm genügt meist eine einwellige B- oder C-Welle. Bei schweren, kantigen oder stapelpflichtigen Sendungen ist eine zweiwellige BC-Qualität die übliche Wahl.

Was bedeuten die vierstelligen FEFCO-Nummern?

Sie bezeichnen standardisierte Zuschnittformen des europäischen Wellpappenverbands FEFCO. Die erste Ziffernfolge steht für die Bauart, etwa 02 für Klappenkisten, 04 für Faltschalen und Falthüllen.

Ab welcher Menge lohnt eine eigene Stanzform?

Das hängt von Formatgröße und Wiederholrate ab. Als Orientierung gilt: Wiederkehrende Aufträge mit gleichem Zuschnitt rechtfertigen ein Werkzeug, Einmalbedarfe und Prototypen laufen günstiger über Plotter- oder Digitalfertigung.