ALBA plc & Co. KG
Berlin
ALBA erbringt aus Berlin Entsorgung, Recycling und Rohstoffhandel für Industrie, Handel und Kommunen, mit eigenen Sortier- und Aufbereitungsanlagen.
16 Firmen
Berlin
ALBA erbringt aus Berlin Entsorgung, Recycling und Rohstoffhandel für Industrie, Handel und Kommunen, mit eigenen Sortier- und Aufbereitungsanlagen.
Pegnitz
BellandVision betreibt in Pegnitz das duale System BellandDual, gehört seit 2022 zur Veolia-Gruppe und ist nach ISO 9001, 14001 und 50001 zertifiziert.
Köln
Duales System aus Köln: Lizenzierung über VerpackGO, Design4Recycling-Analysen, Sortierhinweis DigiDot und Systalen-Rezyklate aus eigenen Werken.
Berlin
Die DPG organisiert von Berlin aus das gesetzliche Einwegpfand: Regelwerk, Pfandkennzeichen mit Sicherheitsmerkmal, Clearing und Stammdatenbank.
Berlin
Interzero verbindet die Verpackungslizenzierung über die Interzero Recycling Alliance mit eigenen Sortieranlagen, Abfallmanagement und Rezyklatvertrieb.
Mainz
Landbell betreibt seit 2003 ein duales System in Mainz und wickelt EPR-Pflichten für Verpackungen, Elektrogeräte, Batterien und Textilien ab.
Köln
Noventiz lizenziert Verkaufsverpackungen über NOVENTIZ Dual und übernimmt Standortentsorgung, Transportverpackungsrücknahme und PPWR-Beratung.
Porta Westfalica
PreZero betreibt von Porta Westfalica aus rund 120 Standorte für Entsorgung, Sortierung und Recycling und lizenziert Verpackungen über PreZero Dual.
Herborn
Reclay organisiert aus Herborn die Systembeteiligung von Verkaufsverpackungen, EPR-Pflichten im Ausland sowie Rücknahme- und Verwertungslösungen.
Wiesbaden
RIGK betreibt aus Wiesbaden neun Rücknahmesysteme für Kunststoffverpackungen aus Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft, darunter PAMIRA und ERDE.
Hamburg
Wellpappe, Faltschachteln, Displays und Containerboard aus 38 deutschen Standorten: Smurfit Westrock Deutschland steuert das Geschäft aus Hamburg.
Mülheim-Kärlich
TOMRA Sorting liefert aus Mülheim-Kärlich sensorgestützte Sortieranlagen wie AUTOSORT und X-TRACT an Recyclingbetriebe und Aufbereiter.
Langenfeld
TOMRA Systems liefert aus Langenfeld Leergutrücknahmeautomaten für Einweg- und Mehrwegpfand, vom Kompaktmodell bis zur industriellen Expert Line.
Hamburg
Veolia Umweltservice sammelt, sortiert und verwertet Papier-, Kunststoff- und Verbundverpackungen und vermarktet Rezyklate unter der Marke PlastiLoop.
Steinbach am Wald
Wiegand-Glas aus Steinbach am Wald fertigt Flaschen, Konservengläser und PET-Behälter und betreibt eigenes Glas- und PET-Recycling.
Köln
Zentek bündelt in Köln das duale System Zentek, Transportverpackungsrücknahme, bundesweite Standortentsorgung und EPR-Compliance für 30 EU-Länder.
Unter Recycling und Entsorgung fasst das Verzeichnis Betriebe zusammen, die Verpackungsabfall aus Haushalten, Handel und Industrie erfassen, sortieren und stofflich aufbereiten. Die Kette beginnt bei der Behälterstellung und Abholung, führt über Umschlag und Vorsortierung in Sortieranlagen für Leichtverpackungen und endet bei Mahlgut, Regranulat, Altpapierballen oder Glasscherben definierter Qualität. Typische Verfahren sind die optische Sortierung mit Nahinfrarot-Sensorik, Wind- und Siebklassierung, Magnet- und Wirbelstromabscheidung, Nassmahlung, Wäsche sowie Extrusion. Für Glas kommen Aufbereitungslinien mit Keramik-, Stein- und Porzellanabscheidung hinzu, für Papier, Pappe und Karton Stofflöser und Sortierstufen in der Papierfabrik. Wie eine solche Linie technisch aufgebaut ist, beschreibt der Beitrag zur Kunststoff-Recyclinganlage; die Verfahrensvarianten und Quotenlogik ordnet der Überblick zum Kunststoff-Recycling in Deutschland ein.
Ergänzend übernehmen Anbieter die Rücknahme von Transport- und Umverpackungen, Branchenlösungen für gewerbliche Anfallstellen, das Management von Pfandsystemen sowie die Rücknahme von Agrar- und Bauchemieverpackungen. Auch Rücknahmeautomaten und Zähl- und Sortierzentren für Einwegpfandflaschen gehören in dieses Feld.
Ausschlaggebend sind Stoffströme, Mengen und Standortnetz: Wer bundesweit Anfallstellen bedient, braucht andere Strukturen als ein regionaler Entsorger. Auf der Nachweisseite gelten die Anforderungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, insbesondere die Zertifizierung als Entsorgungsfachbetrieb nach § 56 KrWG in Verbindung mit der Entsorgungsfachbetriebeverordnung (Stand: September 2026). Für Verpackungen kommen die stofflichen Verwertungsquoten nach § 16 Abs. 2 VerpackG in Verbindung mit Anlage 1 VerpackG hinzu, die seit dem 1. Januar 2022 in der zweiten Stufe gelten und je Material unterschiedlich hoch ausfallen. Soll Rezyklat wieder in Lebensmittelverpackungen eingesetzt werden, ist die Verordnung (EU) 2022/1616 über recycelte Kunststoffe in Lebensmittelkontaktmaterialien maßgeblich; sie verlangt zugelassene Recyclingverfahren und ein dokumentiertes Qualitätssicherungssystem. Rezyklatanteile schreibt zusätzlich die Verordnung (EU) 2025/40 (PPWR) vor, deren Vorgaben überwiegend ab dem 12. August 2026 gelten.
Im Verzeichnis treffen drei Typen aufeinander. Erstens Entsorgungs- und Recyclingkonzerne mit eigenen Anlagen, etwa PreZero Deutschland KG in Porta Westfalica, Veolia Umweltservice GmbH in Hamburg, ALBA plc & Co. KG in Berlin oder REMONDIS SE & Co. KG. Zweitens Systembetreiber und Rücknahmeorganisationen, die Stoffströme organisieren, ohne selbst zu sortieren, darunter Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH in Köln, Interzero Holding GmbH & Co. KG in Berlin, Reclay Holding GmbH in Herborn, Landbell GmbH in Mainz, Noventiz GmbH in Köln, BellandVision GmbH in Pegnitz, Zentek GmbH & Co. KG in Köln sowie RIGK GmbH in Wiesbaden. Drittens Technik- und Infrastrukturanbieter wie TOMRA Sorting GmbH in Mülheim-Kärlich und TOMRA Systems GmbH in Langenfeld, dazu die DPG Deutsche Pfandsystem GmbH in Berlin. Materialhersteller mit eigenem Rücklauf sind ebenfalls vertreten, etwa Wiegand-Glas Holding GmbH in Steinbach am Wald und Smurfit Westrock Deutschland GmbH in Hamburg. Den ordnungspolitischen Rahmen dazu erläutert der Beitrag zur Kreislaufwirtschaft in der Verpackungsindustrie. Verwandte Leistungen in diesem Verzeichnis sind Duale Systeme und Lizenzierung, Nachhaltige Materialien, Zertifizierung und Ökobilanz sowie Mehrwegsysteme.
Für systembeteiligungspflichtige Verpackungen liegt die Verantwortung beim Erstinverkehrbringer, der sich an einem dualen System beteiligt. Gewerbliche Anfallstellen beauftragen Entsorger direkt und benötigen dafür die abfallrechtlichen Nachweise.
Die Ziffern kennzeichnen den Werkstoff und erleichtern Sortierung und Materialerkennung. Bedeutung und Rechtsgrundlage sind im Glossar zum Recycling-Code dargestellt.
Nein. Mehrschichtige Verbunde, starke Einfärbungen, Etikettenklebstoffe und Barrierelagen erschweren die Sortierung und Aufbereitung. Die Bewertung erfolgt anhand des Mindeststandards für die Bemessung der Recyclingfähigkeit nach § 21 Abs. 3 VerpackG.