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Klebstoffe: Hersteller und Anbieter

23 Firmen

Henkel AG & Co. KGaA

Düsseldorf

Der Unternehmensbereich Adhesive Technologies bündelt Schmelzklebstoffe, wasserbasierte Systeme und Klebelösungen für Verpackung und Weiterverarbeitung.

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Jowat SE

Detmold

Detmolder Klebstoffhersteller mit Schmelz-, Dispersions-, Lösemittel- und Haftklebstoffen für Papier- und Verpackungsverarbeitung sowie Holzindustrie.

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Planatol GmbH

Rohrdorf

Oberbayerischer Hersteller von Dispersionsklebstoffen, Hotmelts, PUR-Systemen und Haftklebstoffen für Papier und Verpackung, dazu eigene Auftragstechnik.

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Türmerleim GmbH

Ludwigshafen am Rhein

Die Türmerleim GmbH stellt in Ludwigshafen am Rhein seit 1889 Klebstoffe für Tüten, Tissue, Karton und Faltschachteln her.

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Klebstoffsysteme in der Verpackungsproduktion

Klebstoffe verbinden in der Verpackungsherstellung nahezu jede Materialkombination und arbeiten dabei an sehr unterschiedlichen Stellen der Prozesskette. In der Wellpappenanlage verkleistert Stärkeklebstoff Deck- und Wellenbahn, im Faltschachtelklebeautomaten schließt ein Dispersions- oder Schmelzklebstoff die Längsnaht, in der Kaschiermaschine verbindet ein Kaschierklebstoff Feinpapier mit Wellpappe, in der Etikettieranlage fixiert Nassleim oder Hotmelt das Etikett, und im Kartonverschließer sichert ein Sprühauftrag die Klappen.

Die wichtigsten Gruppen sind wasserbasierte Dispersionen auf Basis von Polyvinylacetat oder Acrylat, Schmelzklebstoffe auf EVA-, Polyolefin- oder Polyurethanbasis, reaktive PUR-Schmelzklebstoffe für hohe Wärmestandfestigkeit, Stärke- und Dextrinleime sowie lösemittelfreie Zwei-Komponenten-Systeme für Folienverbunde. Die Verfahrensseite der Verbundherstellung behandeln die Beiträge zur Laminierung und zur Kaschierung; für die Faltschachtelverarbeitung liefert der Glossareintrag zur Faltschachtel den konstruktiven Hintergrund.

Auswahl und Prüfung

Begriffe und Definitionen regelt DIN EN 923; die Zugscherfestigkeit überlappter Klebungen wird nach DIN EN 1465 geprüft (Stand September 2026). Für die Praxis entscheidend sind Offenzeit, Abbindeverhalten, Wärmestandfestigkeit, Kältebeständigkeit, Faserausriss bei der Prüfung und die Verarbeitungstemperatur am Auftragskopf. Zu niedrig eingestellte Düsentemperaturen kosten Haftung, zu hohe erzeugen Fadenbildung und Verkokung.

Bei Verpackungen mit Lebensmittelkontakt greift der Rahmen der Verordnung (EG) Nr. 1935/2004, für Kunststoffschichten zusätzlich Verordnung (EU) Nr. 10/2011; die gute Herstellungspraxis ist in Verordnung (EG) Nr. 2023/2006 geregelt (Stand September 2026). Für Klebstoffe in Lebensmittelverpackungen haben die europäischen Verbände Leitlinien zur Bewertung von Migration und Rezepturbestandteilen veröffentlicht, die in der Lieferantenauskunft üblicherweise referenziert werden. Für pharmazeutische Sekundärverpackungen ist eine Fertigung nach ISO 15378 verbreitet. Recyclinggerechtes Kleben rückt mit der Verordnung (EU) 2025/40 in den Vordergrund: Klebstoffe sollen sich im Repulper ablösen lassen und dürfen die Sortierung nicht behindern.

Hersteller und Systemanbieter

Anzutreffen sind Klebstoffhersteller mit eigener Synthese und Anwendungstechnik, Spezialisten für Papier- und Buchbindeklebstoffe sowie Zulieferer, die Klebstoff, Auftragstechnik und Prozessberatung bündeln. Im Verzeichnis eingetragen sind die Jowat SE in Detmold, die Henkel AG & Co. KGaA in Düsseldorf, die Planatol GmbH in Rohrdorf und die Follmann GmbH & Co. KG in Minden.

Verwandte Leistungen im Verzeichnis sind Klebebänder, Veredelung mit Prägen, Lackieren und Kaschieren, Faltschachteln und Kartonagen sowie Druckfarben und Lacke.

Häufige Fragen

Dispersion oder Schmelzklebstoff?

Dispersionen sind günstig und gut für saugende Papiersubstrate, brauchen aber Trocknungszeit. Schmelzklebstoffe binden in Sekunden ab und eignen sich für schnelle Linien und beschichtete Oberflächen.

Was bedeutet recyclinggerechtes Kleben?

Der Klebstoff soll sich bei der Aufbereitung von der Faser trennen lassen und keine störenden Feinstpartikel bilden. Anbieter weisen dafür Ergebnisse aus Repulping-Prüfungen aus.

Warum hält die Längsnaht nicht?

Meist stimmen Auftragsmenge, Anpressdruck oder Temperatur nicht. Häufig behindert auch ein Lack oder eine Dispersionsbeschichtung im Klebebereich die Haftung; dann hilft eine Lackaussparung.

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