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Trockenmittel und Schutzverpackung: Hersteller und Anbieter

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Schutz gegen Feuchte und Korrosion

Technische Güter verderben nicht, sie korrodieren. Auf langen Seewegen, in Containern mit Temperaturwechseln und bei Lagerzeiten von Monaten entscheidet die Schutzverpackung darüber, ob Maschinenteile, Werkzeuge oder Elektronik unversehrt ankommen. Das Leistungsfeld umfasst Trockenmittelbeutel mit Bentonit, Silicagel oder Calciumchlorid, Containertrockner in Hänge- oder Klebeform, Sperrschichtfolien aus Aluminiumverbund oder metallisiertem Kunststoff, VCI-Materialien wie Papiere, Folien, Schaumeinleger und Emitter, Schrumpfhauben für Außenlagerung sowie Feuchteindikatoren und Datenlogger zur Dokumentation.

Zwei Wirkprinzipien überlagern sich. Trockenmittel senkt in einer dicht gesiegelten Sperrschichtverpackung die relative Luftfeuchte unter die Korrosionsgrenze. VCI-Materialien geben dampfförmige Inhibitoren ab, die sich auf Metalloberflächen als molekulare Schutzschicht anlagern und ohne Öl oder Wachs wirken. Hintergrund zu Aufbau und Materialwahl liefern die Beiträge zur Korrosionsschutzverpackung, zur Dampfsperre und zur Sperrschicht.

Bedarfsermittlung und Normen

Die Menge des Trockenmittels wird nicht geschätzt, sondern gerechnet. Technische Lieferbedingungen für Trockenmittelbeutel enthält DIN 55473, die Berechnung der erforderlichen Trockenmitteleinheiten DIN 55474 (Stand September 2026). In die Rechnung gehen das Luftvolumen der Verpackung, die Wasserdampfdurchlässigkeit der Sperrschicht, der Feuchtegehalt eingeschlossener Hilfsstoffe und die geplante Schutzdauer ein. Für die Bewertung der Umgebungsbedingungen liefert DIN EN ISO 9223 Korrosivitätskategorien von Atmosphären.

Weitere Kriterien für die Beschaffung sind die Wasserdampfdurchlässigkeit der Folie in Gramm je Quadratmeter und Tag, Siegelnahtqualität und Prüfbarkeit der Naht, Verträglichkeit der VCI-Chemie mit Nichteisenmetallen und Kunststoffen, Kennzeichnung nach Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 bei einstufungspflichtigen Zubereitungen, Eignung für Lufttransport und Entsorgungsweg. Bei Holzumverpackungen für den Export kommt die Behandlungspflicht nach ISPM 15 hinzu. Für Verpackungen, die beim privaten Endverbraucher anfallen, bestehen Registrierungs- und Beteiligungspflichten nach VerpackG über LUCID; Aluminiumverbunde stehen unter der Verordnung (EU) 2025/40 hinsichtlich Recyclingfähigkeit unter Beobachtung.

Anbieter im Verzeichnis

Das Feld gliedert sich in Hersteller von Trockenmitteln und Sorptionsprodukten, Anbieter von VCI-Korrosionsschutzmaterialien und Systemhäuser für Ladungs- und Exportsicherung. Eingetragen sind die TROPACK Packmittel GmbH in Lahnau, die EXCOR Korrosionsschutz-Technologien und -Produkte GmbH in Hann. Münden, die BRANOpac GmbH in Lich sowie die Cordstrap GmbH in Mönchengladbach.

Verwandte Leistungen sind Exportverpackung, Kantenschutz und Ladungssicherung, Folien und flexible Verpackungen sowie Verpackungsprüfung und Labore.

Häufige Fragen

Trockenmittel oder VCI?

Trockenmittel setzt eine dichte Sperrschichtverpackung voraus und schützt auch Nichtmetalle. VCI wirkt auf Metalloberflächen, verzeiht kleine Undichtigkeiten und erfordert kein Ausrechnen von Feuchtemengen, muss aber zum Werkstoff passen.

Wie lange hält der Schutz?

Das ergibt sich aus Sperrschichtqualität, eingesetzter Trockenmittelmenge und Klimabelastung. Die Schutzdauer ist damit eine Rechengröße und keine Produkteigenschaft.

Wozu Feuchteindikatoren?

Sie zeigen beim Öffnen, ob die Verpackung ihre Funktion erfüllt hat, und dienen als Nachweis in Schadensfällen gegenüber Versicherern und Kunden.