TICKER 17.09.2026 · PPT USA stärkt Marktpräsenz für Verpackungslösungen von Hastamat …31.08.2026 · Wenn jede Minute zählt: Die Labelisten liefern Etiketten …29.05.2026 · Logistik trifft Qualität: Globale Lieferkettenoptimierung am Beispiel von … Ihre Meldung hier: PR-Meldung buchen

Verpackungsmaschinen & Anlagen: Hersteller und Anbieter

50 Firmen

Leistung

Marktüberblick: Maschinenbau für Packprozesse

Die Rubrik bündelt Hersteller und Systemhäuser, die Packprozesse technisch abbilden: vom Dosieren des Produkts über das Formen, Füllen und Siegeln bis zur gesicherten Ladeeinheit auf der Palette. Der deutsche Verpackungsmaschinenbau ist mittelständisch geprägt, exportorientiert und meist nach Zielbranchen zugeschnitten – Pharma und Medizintechnik, Lebensmittel und Getränke, Süßwaren, Kosmetik, Chemie oder Baustoffe. Daraus folgen sehr unterschiedliche Bauformen: Eine aseptische Spritzenlinie, ein Sackabfüller für Zement und eine Tiefziehanlage für Frischfleisch haben kaum gemeinsame Komponenten, unterliegen aber demselben regulatorischen Rahmen.

Für Einkäufer ist der Zuschnitt eines Anbieters wichtiger als dessen Größe. Einige Häuser liefern komplette Linien samt Steuerungsarchitektur, Qualifizierung und Inbetriebnahme, andere einzelne Module, Formatteile oder Sondermaschinen. Im Verzeichnis stehen daher Linienanbieter wie Syntegon Technology (Stuttgart), OPTIMA packaging group (Schwäbisch Hall) oder KHS (Dortmund) neben Zulieferern und Sondermaschinenbauern wie ZTS-Zerspanungstechnik Stadler (Grafenau), BVS Blechtechnik (Böblingen) und FAIST Anlagenbau (Krumbach/Schwaben).

Leistungsgruppen der Rubrik

  • Primärverpacken: Abfüll- und Dosieranlagen sowie Schlauchbeutel- und Tiefziehmaschinen, etwa von ROVEMA (Fernwald), MULTIVAC (Wolfertschwenden), ILLIG packaging solutions (Heilbronn), SEALPAC (Oldenburg), Uhlmann Pac-Systeme (Laupheim), Bausch+Ströbel (Ilshofen) und groninger (Crailsheim). Verfahrenstechnische Grundlage sind das FFS-Verfahren (Form-Fill-Seal) und das Thermoformen.
  • Sekundär- und Endverpacken: Kartonaufrichter und Verschließer, Palettierer und Robotik sowie Umreifungs- und Stretchmaschinen. Genannt seien SOMIC (Amerang), Gerhard Schubert (Crailsheim), transnova-RUF (Ansbach), MSK Verpackungs-Systeme (Kleve), Möllers Packaging Technology (Oelde) und Mosca (Waldbrunn).
  • Kennzeichnen und Prüfen: Etikettiermaschinen, Codierung sowie Prüf- und Inspektionstechnik von HERMA (Filderstadt), Logopak Systeme (Hartenholm), NOVEXX Solutions (Eching), Paul Leibinger (Tuttlingen), WIPOTEC (Kaiserslautern), HEUFT SYSTEMTECHNIK (Burgbrohl) und Sesotec (Schönberg). Welches Verfahren zu welcher Aufgabe passt, ordnet der Beitrag zur Produktcodierung ein.
  • Materialfluss: Verketten und Puffern zwischen den Stationen, etwa durch BEUMER Group (Beckum), KALLFASS (Nürtingen) oder Hugo Beck Maschinenbau (Dettingen an der Erms). Begriffe und Bauarten erläutert der Beitrag Fördertechnik für Papier und Verpackung.

Auswahlkriterien für Investitionsentscheidungen

Belastbar vergleichbar werden Angebote erst, wenn die Taktleistung am realen Produktspektrum und nicht am Bestfall gemessen wird. Wichtig sind außerdem Formatwechselzeiten, Rüstaufwand ohne Werkzeug, Gesamtanlageneffektivität im Dauerbetrieb, Ausschuss beim Anlauf, Zugänglichkeit für die Reinigung, Ersatzteilversorgung und Reaktionszeit des Service. Bei vernetzten Anlagen kommen Schnittstellen hinzu: OPC UA, Datenformate für die Betriebsdatenerfassung sowie ein Fernwartungskonzept, das der Normenreihe IEC 62443 folgt. Energie- und Druckluftbedarf je Packung gehört in die Kalkulation, ebenso die Frage, ob eine bestehende Linie per Retrofit weitergenutzt werden kann.

Ebenso wichtig ist der Abnahmeweg. Üblich sind eine Werksabnahme beim Hersteller und eine anschließende Abnahme am Aufstellort, jeweils mit vorab schriftlich festgelegten Prüfpunkten: Leistung über eine definierte Laufzeit, Gutanteil, Reproduzierbarkeit nach Formatwechsel und Verhalten bei Störungen. Wer diese Kriterien erst nach der Lieferung verhandelt, verliert die wirksamste Hebelwirkung. Hinzu kommen Schulung des Bedienpersonals, Dokumentation in der Betriebssprache und eine klare Regelung, wie lange Ersatzteile verfügbar bleiben. Bei Sondermaschinen empfiehlt sich eine stufenweise Beauftragung von der Machbarkeitsprüfung über einen Funktionsmuster-Nachweis bis zur Serienfreigabe.

Regulierung mit Stand

Für neue Maschinen gilt derzeit die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG; sie wird durch die Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 ersetzt, die ab dem 20. Januar 2027 anzuwenden ist (Stand: September 2026). Die Risikobeurteilung erfolgt nach DIN EN ISO 12100, sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen nach DIN EN ISO 13849-1. Anlagen mit Lebensmittelkontakt fallen unter die Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 und die gute Herstellungspraxis der Verordnung (EG) Nr. 2023/2006; hygienegerechte Konstruktion beschreibt DIN EN 1672-2. Im Pharmaumfeld sind der EU-GMP-Leitfaden und ISO 15378 für Primärpackmittel maßgeblich, bei serialisierungsfähigen Kennzeichnungsmodulen die Delegierte Verordnung (EU) 2016/161, die seit dem 9. Februar 2019 gilt. Wer Bestandsanlagen weiterbetreibt, bleibt an die Betriebssicherheitsverordnung gebunden.

Verwandte Rubriken im Verzeichnis sind Verpackungszubehör & Hilfsstoffe für das Verbrauchsmaterial, Software & Automatisierung für Steuerung und Serialisierung sowie Logistik & Versandverpackung für die nachgelagerte Prozesskette.