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Verpackungszubehör & Hilfsstoffe: Hersteller und Anbieter

25 Firmen

Leistung

Henkel AG & Co. KGaA

Düsseldorf

Der Unternehmensbereich Adhesive Technologies bündelt Schmelzklebstoffe, wasserbasierte Systeme und Klebelösungen für Verpackung und Verarbeitung.

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Jowat SE

Detmold

Detmolder Klebstoffhersteller mit Schmelz-, Dispersions-, Lösemittel- und Haftklebstoffen für Papier- und Verpackungsverarbeitung sowie Holzindustrie.

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Planatol GmbH

Rohrdorf

Oberbayerischer Hersteller von Dispersionsklebstoffen, Hotmelts, PUR-Systemen und Haftklebstoffen für Papier und Verpackung, dazu eigene Auftragstechnik.

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tesa SE

Norderstedt

Selbstklebende Systemlösungen aus Norderstedt: Klebebänder zum Verschließen und Bündeln sowie Spleißbänder für Wellpappe, Druck und Papier.

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Was in dieser Rubrik zusammengefasst ist

Verpackungszubehör und Hilfsstoffe sind die Positionen, die in der Kalkulation klein aussehen und im Schadensfall groß werden. Dazu gehören Klebebänder, Klebstoffe, Umreifungsbänder, Stretch- und Schrumpffolien, Füll- und Polstermaterial, Trockenmittel und Korrosionsschutz sowie Kantenschutz und Hilfsmittel der Ladungssicherung. Anders als beim Packmittel wird hier selten ein einzelnes Produkt beschafft, sondern ein System aus Verbrauchsmaterial, passendem Gerät und definierter Anwendung. Ein Umreifungsband erreicht seine Haltekraft nur mit geeigneter Verschlusstechnik, eine Stretchfolie nur mit korrekt eingestellter Vorstreckung.

Gruppen und Anbieter im Verzeichnis

Klebebänder und Klebstoffe bilden die größte Gruppe. Eingetragen sind tesa (Norderstedt), certoplast Technische Klebebänder (Wuppertal), Coroplast Fritz Müller (Wuppertal), Gerlinger/GERBAND (Nördlingen), Lohmann (Neuwied) und Papier Sprick (Bielefeld); bei Klebstoffen für Verpackungsfertigung und Verschluss Jowat (Detmold), Henkel (Düsseldorf), Planatol (Rohrdorf) und Follmann (Minden). Unterschieden werden Haftklebstoffe, Schmelzklebstoffe und Dispersionen; der Verwendungszweck entscheidet über Anfassklebrigkeit, Wärmestandfestigkeit und das Verhalten des Faserverbunds im Recycling.

Für die Ladeeinheit stehen Umreifungsbänder von Mosca (Waldbrunn), TITAN Umreifungstechnik (Schwelm) und Cordstrap (Mönchengladbach) sowie Stretch- und Schrumpffolien von RKW SE (Mannheim), DUO PLAST (Lauterbach) und POLIFILM EXTRUSION (Südliches Anhalt). Materialkennwerte und Anlagenparameter der Palettenwicklung beschreibt der Beitrag zur Stretchfolie, das Zusammenspiel mit Kantenschutz und Zwischenlagen der Beitrag zur Palettensicherung. Kantenschutz und Ladungssicherungsmittel führen G&H Rothschenk (Aub), allsafe (Engen), Cordstrap und Papier Sprick.

Füll- und Polstermaterial reicht von Papierpolstern über Luftpolstersysteme bis zu Formteilen; im Verzeichnis sind Storopack (Metzingen), buhl-paperform (Burbach), Emba-Protec (Bad Oeynhausen), Schaumaplast (Reilingen) und Papier Sprick vertreten. Welche Kennwerte ein Polster tatsächlich beschreiben, erläutert der Beitrag zur Pufferverpackung. Trockenmittel und Schutzverpackung decken TROPACK Packmittel (Lahnau), EXCOR Korrosionsschutz-Technologien (Hann. Münden), BRANOpac (Lich) und Cordstrap ab; die Grundlagen dazu stehen im Beitrag Korrosionsschutzverpackung.

Auswahl, Prüfung und Vorgaben mit Stand

Bei Verbrauchsmaterial entscheidet der Verbrauch je Packstück, nicht der Preis je Rolle oder Sack. Eine dünnere Stretchfolie mit höherer Vorstreckung kann die gleiche Haltekraft mit weniger Gramm erreichen, setzt aber einen Wickler voraus, der diese Vorstreckung überhaupt fährt. Gleiches gilt für Papierpolster: Der Materialeinsatz hängt stärker vom eingestellten Volumen und von der Hohlraumgeometrie ab als von der Papierqualität. Sinnvoll ist deshalb ein Vergleich über eine Testcharge mit gezählten Packstücken. Hinzu kommen Lagerbedingungen, denn Klebstoffe und Folien altern, sowie der Arbeitsschutz beim Umgang mit Umreifungsbändern, Messern und Handgeräten.

Zubehör lässt sich über Kennwerte vergleichen, nicht über Produktnamen. Bei Klebebändern sind Klebkraft und Abrollkraft nach DIN EN 1939 sowie die AFERA-Prüfmethoden üblich. Trockenmittelbeutel beschreibt DIN 55473, die benötigte Menge wird nach DIN 55474 berechnet. Für die Ladungssicherung gelten die Berechnungsverfahren der DIN EN 12195-1 und die Richtlinienreihe VDI 2700; die Stabilität ganzer Ladeeinheiten prüfen Anwender nach EUMOS 40509. Bei Hilfsstoffen mit Lebensmittelkontakt greift die Verordnung (EG) Nr. 1935/2004, für Klebstoffkomponenten zusätzlich die gute Herstellungspraxis nach Verordnung (EG) Nr. 2023/2006 (Stand: September 2026).

Zwei Punkte werden im Einkauf oft übersehen. Erstens zählen Klebebänder, Umreifungsbänder und Polster in der Regel als Verpackung im Sinne des VerpackG, sodass Registrierung im Verpackungsregister LUCID nach § 9 VerpackG und Systembeteiligung zu prüfen sind. Zweitens müssen Aussagen zu Umwelteigenschaften belegt sein: Die Richtlinie (EU) 2024/825 war von den Mitgliedstaaten bis zum 27. März 2026 umzusetzen und ist ab dem 27. September 2026 anzuwenden (Stand: September 2026). Wer Papierpolster als Ersatz für Kunststoff beschafft, sollte Materialeinsatz und Schutzwirkung deshalb messbar dokumentieren.

Verwandte Rubriken sind Verpackungsmaschinen & Anlagen für die passenden Geräte sowie Logistik & Versandverpackung für Ladungsträger und Versandprozess.