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Kartonaufrichter und Verschließer: Hersteller und Anbieter

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Maschinen für Karton- und Wellpappverpackung

Diese Leistung bündelt Maschinen, die Zuschnitte aus Wellpappe oder Faltschachtelkarton zu Behältern aufrichten, befüllen und verschließen. Kartonaufrichter entnehmen den flachliegenden Zuschnitt aus einem Magazin, falten ihn auf und verschließen den Boden mit Klebeband, Schmelzklebstoff oder Steckverschluss. Kartonverpacker beladen die Behälter anschließend: Top-Load-Maschinen setzen das Produkt von oben ein, Side-Load-Varianten schieben es seitlich hinein, Wrap-around-Maschinen legen den Zuschnitt um die formierte Produktgruppe. Kartonverschließer falten Deckelklappen und verschließen sie, Tray-Aufrichter formen flache Schalen für Getränke- und Konservengebinde.

Für Verkaufsverpackungen kommen Faltschachtelkartonierer hinzu, die Produkt und Beipackzettel gemeinsam einlegen, außerdem Einschlag- und Sammelpackmaschinen, die Einzelpackungen zu Gebinden zusammenfassen. Wo die Zahl der Kartongrößen hoch ist, arbeiten Anlagen zunehmend mit bedarfsgerecht zugeschnittenen Verpackungen. Grundlagen zu Zuschnitt und Bauform liefern die Beiträge zu Faltkartons für Versand und Lagerung und zur Faltschachtel.

Kriterien für die Maschinenwahl

Zuerst zählt die Formatvielfalt: Wie viele Kartongrößen laufen über die Anlage, und wie oft wird gewechselt? Danach folgen Leistung in Behältern pro Minute, Magazinkapazität, Zugänglichkeit für Nachlegen und Störungsbehebung sowie die Toleranz gegenüber Schwankungen im Packmittel. Denn viele Störungen entstehen nicht in der Maschine, sondern durch Rillfehler, Feuchteschwankungen oder ungleichmäßige Zuschnitte. Deshalb gehört die Packmittelspezifikation in die Beschaffung: Wellenart und Papiersorte, Rillqualität, Verklebung der Herstellerlasche und die Einhaltung der Bauform nach dem internationalen FEFCO-Code, in dem etwa die Standardfaltkiste 0201 und Wrap-around-Zuschnitte definiert sind. Kennwerte werden über den Kantenstauchwiderstand nach DIN EN ISO 3037 und die Stauchprüfung gefüllter Packstücke nach DIN EN ISO 12048 belegt; zur Materialkunde informiert der Beitrag zur Wellpappe.

Maschinenseitig gelten DIN EN 415-7 für Sammelpackmaschinen und DIN EN 415-10 mit allgemeinen Anforderungen aus der Reihe zur Sicherheit von Verpackungsmaschinen, dazu DIN EN ISO 12100 für die Risikobeurteilung. Neuanlagen fallen unter die Maschinenverordnung (EU) 2023/1230, anzuwenden ab dem 20. Januar 2027 (Stand: September 2026). Die Verpackungsverordnung (EU) 2025/40 begrenzt den Leerraum in Sammel- und Versandverpackungen nach den dort geregelten Übergangsfristen ab dem 1. Januar 2030, was die Formatplanung beeinflusst.

Anbieter im Verzeichnis

Auf Endverpackung und Sammelpacken sind SOMIC Verpackungsmaschinen (Amerang) und transnova-RUF (Ansbach) ausgerichtet. ROVEMA (Fernwald) verbindet Beutelherstellung und Kartonierung in einer Linie. Für Pharma und Healthcare stehen Syntegon Technology (Stuttgart), Romaco (Karlsruhe), Uhlmann Pac-Systeme (Laupheim) und IWK Verpackungstechnik (Stutensee). Gerhard Schubert (Crailsheim) arbeitet mit robotergestützter Kartonverpackung, Theegarten-Pactec (Dresden) und LoeschPack (Altendorf) sind auf Süßwaren- und Einschlagtechnik ausgerichtet. International ist die Gampack Group (Piacenza) mit Endverpackungstechnik eingetragen.

Verwandte Leistungen sind Faltschachteln und Kartonagen, Wellpappe, Stanzformen und Werkzeuge, Klebebänder sowie Verpackungsmaschinen.

Oft gestellte Fragen

Was unterscheidet Kartonaufrichter und Kartonierer?

Ein Kartonaufrichter formt lediglich den Behälter und verschließt den Boden; befüllt wird danach, oft von Hand oder durch eine getrennte Station. Ein Kartonierer richtet auf, befüllt und verschließt in einem verketteten Ablauf und ist entsprechend enger auf Produkt und Format abgestimmt.

Klebeband oder Schmelzklebstoff?

Klebeband ist einfach umzurüsten und günstig in der Anlagentechnik. Schmelzklebstoff erzeugt einen stoffschlüssigen, originalitätsnahen Verschluss und verbraucht wenig Material, verlangt aber Auftragstechnik und Temperaturführung.

Welche Kartonbauformen sind maschinengängig?

Am unproblematischsten sind einteilige Faltkisten und Wrap-around-Zuschnitte mit klaren Rillungen. Aufwendige Steck- und Automatikböden sind möglich, erfordern aber präzise Zuschnitte; die Rolle solcher Gebinde im Verpackungsaufbau beschreibt der Beitrag zur Sekundärverpackung.