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Kühl- und Isolierverpackungen: Hersteller und Anbieter

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Temperatur halten ohne aktive Kühlung

Kühl- und Isolierverpackungen halten eine Sendung über eine festgelegte Zeit in einem Temperaturbereich, ohne dass Fahrzeug oder Behälter selbst kühlen. Das passive System besteht aus drei Teilen: einer isolierenden Hülle, einem Kälte- oder Wärmespeicher und dem Umkarton. Als Hülle dienen Boxen aus expandiertem Polystyrol, Neopor oder Piocelan, Einlagen aus Zellulose oder Papier sowie vakuumisolierte Paneele. Als Speicher kommen Kühlakkus und Kühlkissen auf Gel- oder Wasserbasis, Elemente aus Phasenwechselmaterial und Trockeneis zum Einsatz. Verschickt werden so Lebensmittel und Tiefkühlware, Arzneimittel und Impfstoffe, Laborproben und Chemikalien.

Anbieter im Verzeichnis nach Schwerpunkt

  • Thermoboxen aus Partikelschaum: OHLRO Hartschaum GmbH (Strausberg), FEURER Febra GmbH (Brackenheim), Kunststoffwerk Katzbach GmbH & Co. KG (Cham), Verpackungswerk Huckschlag GmbH & Co. KG (Kamen)
  • Isolierung aus Zellulose und Papier: Licopharm OHG (Redwitz an der Rodach) mit paperfloc, Delkeskamp Verpackungswerke GmbH (Nortrup) mit DENOTHERM, Karopack GmbH (Kirchardt) mit Karotherm, Naturapack GmbH (Hövelhof) mit PapCool
  • Systeme mit Kühlelementen und eigenem Prüflabor: Landpack GmbH (Alling), easy2cool GmbH (München), Schaumaplast GmbH & Co. KG (Reilingen) mit dem Bereich THERMOCON
  • Vakuumisolation und Phasenwechselmaterial: va-Q-tec Thermal Solutions GmbH (Würzburg)
  • Kühlelemente, Thermoboxen und Trockeneis im selben Sortiment: Thermapack GmbH (Wiesmoor), Weigang GmbH (Bobingen)
  • Handel und Shops mit Thermoboxen im Programm: verpackung24 GmbH (Reutlingen), Nordpack GmbH (Isernhagen), MEDEWO GmbH (Augsburg)

Auswahl: Temperaturfenster, Haltezeit, Vorschriften

Am Anfang steht das Temperaturfenster der Ware: gekühlt bei +2 bis +8 °C, raumtemperiert bei +15 bis +25 °C oder tiefgekühlt bei −18 °C und darunter. Daraus ergeben sich die nötige Haltezeit und das Außenprofil, denn Sommer und Winter verlangen andere Isolierstärken und Kühlmittelmengen. Die RM-IsoPack GmbH (Langerwehe) führt dafür eine Sommer- und eine Winter-Edition. Für Humanarzneimittel verlangen die EU-Leitlinien für die gute Vertriebspraxis (GDP, 2013/C 343/01), dass die vorgeschriebenen Lagerbedingungen auch während des Transports eingehalten werden (Stand: Oktober 2026). Passive Systeme werden dafür in Klimakammern gegen Temperaturprofile geprüft, etwa nach den ISTA-Verfahren der Reihe 7; die Storopack Hans Reichenecker GmbH (Metzingen) bietet vorqualifizierte und qualifizierte Systeme an.

Trockeneis ist Gefahrgut (UN 1845). Im Luftverkehr gilt die IATA-Verpackungsanweisung 954, im Straßenverkehr regelt Abschnitt 5.5.3 ADR Versandstücke mit Kühlmittel (Stand: ADR 2025). Die Verpackung darf nicht gasdicht schließen, damit das Kohlendioxid entweichen kann. Für EPS-Boxen und andere Kunststoffteile greifen die Vorgaben zur Recyclingfähigkeit der Verordnung (EU) 2025/40 (PPWR) ab 2030 (Stand: Oktober 2026). Materialien und Packschemata behandelt der Beitrag zum temperaturgeführten Versand mit Styroporboxen, den Werkstoff der Beitrag zu Polystyrol. Verwandte Leistungen sind Schaumstoff und Polsterverpackungen, Versandverpackungen sowie Verpackungslogistik und Fulfillment.

Häufige Fragen

Wie lange hält eine Isolierverpackung die Temperatur?

Das hängt von Isolierstärke, Kühlmittelmenge und Außentemperatur ab. Hersteller nennen Haltezeiten für definierte Profile, bei der va-Q-box für Lebensmittel etwa 12 bis 48 Stunden. Verlässlich ist erst ein Test mit dem eigenen Packschema.

Kühlakku, PCM oder Trockeneis?

Kühlakkus und Kühlkissen auf Gel- oder Wasserbasis wechseln bei 0 °C die Phase und passen zu gekühlter Ware, Tiefkühlakkus sind für minus 21 Grad ausgelegt. PCM-Elemente gibt es für weitere Stufen, bei va-Q-tec von −67 °C bis +37 °C. Trockeneis sublimiert bei −78,5 °C und dient dem Tiefkühlversand.

Muss die Isolierverpackung lizenziert werden?

Geht sie an private Endverbraucher, gilt sie als Versandverpackung und damit als Verkaufsverpackung nach § 3 Abs. 1 Nr. 1 VerpackG. Sie ist dann nach § 7 VerpackG an einem dualen System zu beteiligen (Stand: Oktober 2026).