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Software & Automatisierung: Hersteller und Anbieter

29 Firmen

Leistung

Proalpha GmbH

Weilerbach

ERP für mittelständische Fertigung und Handel mit Branchenlösung für Spritzguss und Extrusion, Shopfloor-Anbindung und ISO-Zertifizierung.

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theurer.com GmbH

Freiberg am Neckar

Branchen-ERP und MIS C3 für Etiketten, flexible Verpackungen, Faltschachteln und Wellpappe, entwickelt in Freiberg am Neckar.

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Was diese Rubrik abdeckt

Software und Automatisierung verbinden die physische Packlinie mit der Auftrags- und Datenwelt dahinter. Fünf Leistungsfelder bilden die Rubrik: Verpackungssoftware und CAD für Konstruktion und Nutzenplanung, ERP und MES für Auftragsabwicklung und Fertigungssteuerung, Track and Trace samt Serialisierung für die Rückverfolgbarkeit einzelner Einheiten, Online-Druckereien und Konfiguratoren für die Bestellung ohne Außendienst sowie Automatisierung und Sensorik für Antriebe, Steuerung und Inline-Erfassung. Anders als beim Maschinenkauf entstehen die Kosten hier vor allem in Einführung, Schnittstellen und Pflege.

Anbieter und typische Aufgabenstellungen

Für Konstruktion, Nutzenoptimierung und Druckdatenvorbereitung sind HYBRID Software (Freiburg im Breisgau), Arden Software Germany (Nürtingen), ELCEDE (Kirchheim unter Teck), Impressed (Hamburg), OneVision Software (Regensburg) und Packsize (Herford) eingetragen. Im Bereich ERP und MES finden sich theurer.com (Freiberg am Neckar), Forterro Deutschland Abas (Karlsruhe), Proalpha (Weilerbach), MPDV Mikrolab (Mosbach), iTAC Software (Montabaur) und CSB-System (Geilenkirchen). Solche Systeme tragen Stücklisten, Nachkalkulation und Maschinenbelegung; wie lange Bewegungsdaten aufbewahrt und wie sie archiviert werden, behandelt der Beitrag zum SAP Information Lifecycle Management.

Track and Trace sowie Serialisierung verlangen das Zusammenspiel von Software, Druckern, Kameras und Waagen. Im Verzeichnis stehen dafür iTAC Software (Montabaur), Arvato Systems (Gütersloh), ALLTEC/Laetus (Bensheim), WIPOTEC (Kaiserslautern), REA Systeme (Mühltal), Bluhm Systeme (Rheinbreitbach), HEUFT SYSTEMTECHNIK (Burgbrohl), Schreiner Group (Oberschleißheim) und CCL Faubel (Melsungen). Grundlage jeder Aggregation ist eine saubere Artikelidentifikation, wie sie der Beitrag zum EAN-Code beschreibt. Trägertechnologien für die Behälter- und Ladungsträgerverfolgung erläutert der Beitrag zur RFID-Technologie in Verpackungen, die Abgrenzung zu aktiven und intelligenten Funktionen der Beitrag zum Smart Packaging.

Online-Druckereien und Konfiguratoren sind mit Onlineprinters (Fürth), WIRmachenDRUCK (Backnang), Packiro (Köln), Unitedprint.com (Radebeul) und FLYERALARM (Würzburg) vertreten. Automatisierung und Sensorik decken Beckhoff Automation (Verl), Lenze (Aerzen), SensoPart Industriesensorik (Wieden), wenglor sensoric (Tettnang), Packsize und CSB-System ab.

Auswahlkriterien

Entscheidend ist die Schnittstellenlage. Vor der Auswahl sollte feststehen, welches System die Stammdaten führt, welche Daten in Echtzeit benötigt werden und wo eine Übertragung im Stapelbetrieb ausreicht. Für die Maschinenanbindung haben sich OPC UA und die PackML-Zustandsmaschine nach ISA-TR88.00.02 etabliert; in der Getränke- und Lebensmittelindustrie kommen die Weihenstephaner Standards hinzu. Weiter zählen Mandantenfähigkeit, Rechte- und Rollenkonzept, Revisionssicherheit, die Exportierbarkeit der eigenen Daten beim Anbieterwechsel und eine belastbare Aussage zu Wartungsfenstern.

Der Aufwand einer Einführung liegt selten in der Lizenz, sondern in der Datenmigration und im Abgleich gewachsener Sonderfälle. Realistisch kalkuliert werden sollten deshalb Aufwände für die Bereinigung von Artikel- und Kundenstammdaten, für Testläufe im Parallelbetrieb und für die Begleitung der ersten Abschlüsse. Bei Cloud-Modellen kommt die Frage nach dem Speicherort, den Ausfallzeiten und der Preisentwicklung nach Vertragsende hinzu, bei Installationen im eigenen Rechenzentrum der Wartungsaufwand für Betriebssystem und Datenbank. Wer Konfiguratoren oder maßgenaue Kartonfertigung anbindet, braucht außerdem gepflegte Artikelmaße, weil die Volumenoptimierung sonst auf falschen Grunddaten rechnet.

Normen und Rechtsrahmen mit Stand

Identifikation und Datenaustausch folgen den GS1-Standards, darunter GTIN, GS1-128, GS1 DataMatrix und EPCIS in der Version 2.0; RFID-Transponder im UHF-Bereich arbeiten nach ISO/IEC 18000-63. Für verschreibungspflichtige Arzneimittel gilt die Delegierte Verordnung (EU) 2016/161 seit dem 9. Februar 2019, für Tabakerzeugnisse die Durchführungsverordnung (EU) 2018/574. Die Verordnung (EU) 2024/1781 (ESPR) ist seit dem 18. Juli 2024 in Kraft und schafft den Rahmen für den digitalen Produktpass; produktgruppenspezifische Vorgaben werden erst nach und nach erlassen (Stand: September 2026). Für die Sicherheit vernetzter Anlagen ist die Normenreihe IEC 62443 einschlägig, organisatorisch die Richtlinie (EU) 2022/2555 (NIS2).