bekuplast GmbH
Ringe
Mehrwegtransportbehälter, klappbare Obst- und Gemüsebehälter und Kunststoffpaletten aus Ringe, mit eigener Entwicklung und Engineering.
8 Firmen
Ringe
Mehrwegtransportbehälter, klappbare Obst- und Gemüsebehälter und Kunststoffpaletten aus Ringe, mit eigener Entwicklung und Engineering.
Frankfurt am Main
Circolution betreibt aus Frankfurt ein Mehrwegsystem für verpackte Lebensmittel samt Behältervermietung, Rückwärtslogistik und Track & Trace.
München
RECUP stellt aus München ein pfandbasiertes Mehrwegsystem bereit: Becher, REBOWL-Schalen, Pizzabox und rund 20.000 Ausgabestellen in Deutschland.
München
Relevo betreibt aus München ein pfandfreies Mehrwegsystem mit App-Ausleihe, Geschirrmiete, Automatenkonzepten und europaweiter Spüllogistik.
Berlin
sykell baut aus Berlin Mehrwegsysteme für Handel und Gastronomie und steuert die Behälterbestände über die eigene Plattform Circular ERP.
Langenfeld
TOMRA Systems liefert aus Langenfeld Leergutrücknahmeautomaten für Einweg- und Mehrwegpfand, vom Kompaktmodell bis zur industriellen Expert Line.
Köln
VYTAL betreibt aus Köln ein pfandfreies Mehrwegsystem: Behälter, Spülservice und QR-Code-Erfassung für Gastronomie, Kantinen, Events und Handel.
Kevelaer
Faltbare Behälter, Großbehälter wie Mega-Packs und Hyboxen, Kunststoffpaletten, Rollwagen und Rollcontainer aus Kevelaer am Niederrhein.
Mehrwegsysteme bestehen immer aus drei Bausteinen: einem mehrfach nutzbaren Behälter, einer Logistik für Rückführung und Reinigung sowie einem Abrechnungs- und Pfandmechanismus. In der Industrie dominieren Kunststoffbehälter aus Polypropylen oder Polyethylen hoher Dichte, also stapelbare Kästen, Klappboxen, Faltbehälter, Deckel und Zwischenlagen. Im Konsumbereich kommen Getränkeflaschen aus Glas und PET, Mehrwegkisten sowie Becher- und Schalenpools für Speisen zum Mitnehmen hinzu. Maßgeblich für die Systemauslegung sind Umlaufzahl, Rücklaufquote, Schwundrate, Reinigungsaufwand und der Flächenbedarf für Leergut. Konstruktive Grundlagen liefern die Glossarbeiträge zu Klappboxen und zur Nestbarkeit, die den Unterschied zwischen nestbaren und stapelbaren Behältern erklärt.
Die Dienstleistungsseite umfasst Poolmanagement, Behälterortung, Spülzentren, Tauschplatzverwaltung und Rücknahmeautomaten. Digitale Systeme arbeiten mit QR-Codes oder Transpondern, um Ausgabe und Rückgabe einzelner Behälter zu verbuchen.
Für Letztvertreiber von Speisen und Getränken zum Mitnehmen gilt die Mehrwegangebotspflicht nach §§ 33 und 34 VerpackG seit dem 1. Januar 2023, mit einer Ausnahme für kleine Betriebe nach § 34 Abs. 1 VerpackG. Einwegkunststoffflaschen und Getränkedosen unterliegen dem Pflichtpfand nach § 31 VerpackG, das seit dem 1. Januar 2024 auch Milch und Milchmischgetränke einschließt. Mehrweggetränkeverpackungen sind nach § 32 VerpackG am Regal zu kennzeichnen. Die Verordnung (EU) 2025/40 (PPWR) enthält zusätzlich Zielwerte und Rahmenbedingungen für Mehrwegsysteme; ihre Vorgaben greifen überwiegend ab dem 12. August 2026 (Stand: September 2026).
Bei der Auswahl zählen Systemreichweite und Netzdichte, die Kompatibilität der Behältermaße mit vorhandenen Regalen und Fördertechnik, Hygieneanforderungen nach Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 für Lebensmittelkontakt, die Nachweisführung über Umlaufzahlen sowie die Schnittstellen zur Warenwirtschaft. Wer Pfand- und Poolkonten führt, sollte zudem die Bestandsprüfung und Differenzklärung vertraglich regeln. Eine Einordnung gegenüber Einweglösungen bietet der Beitrag zur Mehrwegverpackung.
Auf der Herstellerseite sind bekuplast GmbH in Ringe und WALTHER Faltsysteme GmbH in Kevelaer eingetragen, die Mehrwegbehälter und Faltsysteme fertigen. Rücknahme- und Pfandinfrastruktur decken TOMRA Systems GmbH in Langenfeld und die DPG Deutsche Pfandsystem GmbH in Berlin ab. Poolbetreiber für Speisen und Getränke zum Mitnehmen sind VYTAL Global GmbH in Köln, RECUP GmbH in München, Relevo GmbH in München sowie circulation GmbH in Frankfurt am Main; die sykell GmbH in Berlin betreibt ein Mehrwegpfandsystem. Die Kombination zeigt, dass Mehrweg im Verzeichnis sowohl als Produkt als auch als Dienstleistung auftritt. Verwandte Leistungen sind Ladungsträger und Behältermanagement, Recycling und Entsorgung, Duale Systeme und Lizenzierung sowie Nachhaltige Materialien.
Das hängt von der erreichten Umlaufzahl, den Rückführungskosten und der Schwundrate ab. Pauschale Werte sind nicht belastbar; belastbar wird die Rechnung erst mit betriebseigenen Umlauf- und Verlustdaten.
Sie müssen nach §§ 33 und 34 VerpackG eine Mehrwegalternative zum gleichen Preis anbieten, sofern sie nicht unter die Kleinbetriebsausnahme fallen.
Beschädigte Behälter gehen in die sortenreine Verwertung zurück. Voraussetzung ist eine werkstoffliche Auslegung ohne störende Verbunde, wie sie im Beitrag zum Kunststoff-Recycling beschrieben wird.