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Verpackungsdruck & Veredelung: Hersteller und Anbieter

45 Firmen

Leistung

technotrans SE

Sassenberg

Kühl-, Temperier-, Feuchtmittel- und Sprühtechnik für Verpackungs- und Offsetdruckmaschinen: technotrans SE liefert aus Sassenberg in Nordrhein-Westfalen.

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Zitt GmbH & Co. KG

München

Sieb-, Digital- und Offsetdruck auf Metall und Kunststoff plus Oberflächenveredelung: Zitt fertigt Schilder, Embleme und Frontplatten in München.

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Druckverfahren und Wertschöpfungsstufen

Verpackungsdruck unterscheidet sich vom Akzidenzdruck durch Bedruckstoff und Zweck: Gedruckt wird auf Karton, Wellpappe, Folie, Metall oder Glas, und das Ergebnis muss Konfektionierung, Transport und Regalbelastung überstehen. Die Rubrik verbindet daher drei Stufen, die in der Praxis eng verzahnt sind: Druckvorstufe und Repro, den eigentlichen Druck in Offset-, Flexo-, Tief- oder Digitaltechnik und die anschließende Veredelung. Dazu treten die Zulieferer für Druckfarben, Lacke, Stanzformen und Werkzeuge.

Die Verfahren haben klare Anwendungsprofile. Der Offsetdruck spielt seine Stärken bei Faltschachteln mit hohem Anspruch an die Bildwiedergabe aus, während beim Foliendruck Flexo-, Tief- und Digitaldruck je nach Auflage und Farbanzahl konkurrieren. Digitaldruck ohne feste Druckform erschließt Kleinauflagen, Varianten und späte Änderungen; der Tiefdruck bleibt bei sehr langen Auflagen mit konstantem Motiv wirtschaftlich.

Anbieter im Verzeichnis nach Leistungsgruppe

  • Drucktechnik und Anlagen: Heidelberger Druckmaschinen (Heidelberg), Koenig & Bauer (Würzburg), Windmöller & Hölscher (Lengerich), KAMA (Dresden), technotrans (Sassenberg).
  • Verpackungsdruckereien: STI – Gustav Stabernack (Lauterbach), colordruck Baiersbronn (Baiersbronn), Gundlach Verpackung (Oerlinghausen), Kolbe-Coloco Spezialdruck (Versmold), Edelmann (Heidenheim), KARL KNAUER (Biberach/Baden), Zitt (München).
  • Etikettendruck: LEONHARD KURZ (Fürth), Schreiner Group (Oberschleißheim), All4Labels Group (Witzhave), Etiket Schiller (Plüderhausen), Rathgeber (Oberhaching), HERMA (Filderstadt), August Faller (Waldkirch).
  • Druckvorstufe und Repro: HYBRID Software (Freiburg im Breisgau), OneVision Software (Regensburg), Impressed (Hamburg), Janoschka (Kippenheim), SAUERESSIG Vreden (Vreden).
  • Farben, Lacke und Werkzeuge: Siegwerk Druckfarben (Siegburg), hubergroup Deutschland (Kirchheim bei München), ACTEGA (Wesel), Zeller+Gmelin (Eislingen/Fils) und Marabu (Tamm) sowie Karl Marbach (Heilbronn), Wink Stanzwerkzeuge (Neuenhaus), KOCHER+BECK (Pliezhausen) und ELCEDE (Kirchheim unter Teck).

Auswahlkriterien für Einkauf und Qualitätssicherung

Vergleichbar werden Angebote über Prozessgrößen, nicht über Musterdrucke. Relevant sind Farbverbindlichkeit und Wiederholgenauigkeit über mehrere Nachauflagen, Registertoleranzen, der Passer bei Stanzung und Rillung, die Nutzenausbeute auf dem Bogen sowie die Lieferzeit bei Nachbestellung. Wer veredelt, sollte die Reihenfolge der Schritte prüfen: Heißfolienprägung, Blindprägung, Kaschierung und Lackierung beeinflussen sich gegenseitig und wirken auf Klebbarkeit und Maschinengängigkeit. Der Beitrag zur Druckveredelung ordnet die Verfahren ein, der Beitrag zur UV-Beschichtung erklärt das Härtungsprinzip strahlenhärtender Lacke. Veredelung ist im Verzeichnis unter anderem bei LEONHARD KURZ, Edelmann, KARL KNAUER, STI – Gustav Stabernack, Schreiner Group, Rathgeber und ACTEGA hinterlegt.

Zwei Faktoren verschieben die Kalkulation oft stärker als der Druckpreis selbst. Der erste sind die Werkzeug- und Rüstkosten: Stanzform, Klischee oder Tiefdruckzylinder fallen je Motiv an; wer viele kleine Auflagen bestellt, sollte Varianten und Sprachfassungen bündeln. Der zweite ist die Recyclingfähigkeit der Veredelung. Metallisierte Schichten, Kaschierungen mit Kunststofffolie und stark deckende Lacke können die Bewertung eines faserbasierten Packmittels verschlechtern, während Prägung, Relieflack oder partielle Lackierung diesen Effekt meist nicht haben. Diese Frage gehört in die Musterphase und nicht erst in die Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Normen und Rechtsrahmen mit Stand

Farbkontrolle und Prozessstabilität richten sich nach der Normenreihe ISO 12647, mit Teil 2 für den Offsetdruck und Teil 6 für den Flexodruck; Abmusterungsbedingungen regelt ISO 3664, Sollwerte für Druckfarben ISO 2846-1, den Datenaustausch die PDF/X-Familie ISO 15930. Für Druckfarben und Lacke mit Lebensmittelkontakt gelten die Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 und die gute Herstellungspraxis nach Verordnung (EG) Nr. 2023/2006; die Branche arbeitet ergänzend mit den EuPIA-Leitlinien samt Ausschlussliste, bei Sekundärverpackungen aus Recyclingfasern zusätzlich mit Orientierungswerten für Mineralölbestandteile. Pharmaetiketten und Faltschachteln mit Sicherheitsmerkmalen folgen der Delegierten Verordnung (EU) 2016/161, die seit dem 9. Februar 2019 gilt. Die Verordnung (EU) 2025/40 (PPWR) sieht eine harmonisierte Kennzeichnung von Verpackungen vor; die zugehörigen Durchführungsvorgaben stehen noch aus (Stand: September 2026). Wer Umweltaussagen aufdruckt, muss sie nach der Richtlinie (EU) 2024/825 belegen können.