Bausch+Ströbel SE + Co. KG
Ilshofen
Abfüll-, Verschließ- und Containment-Anlagen für die Pharmaindustrie aus Ilshofen: CombiSys, VarioSys, GENEX sowie RTU- und Bulk-Plattformen.
14 Firmen
Ilshofen
Abfüll-, Verschließ- und Containment-Anlagen für die Pharmaindustrie aus Ilshofen: CombiSys, VarioSys, GENEX sowie RTU- und Bulk-Plattformen.
Beckum
Beckumer Technik für Linienende und Intralogistik: fillpac FFS, paletpac, robotpac, stretch hood A sowie Becherwerke und Sortiersysteme.
Lübeck
Lübecker Abfülltechnik für Fest- und Leichtstoffe sowie Flüssigkeiten: Vakuumpacker, Big-Bag-Anlagen, Fassabfüllung und Palettierroboter.
Crailsheim
Abfüll- und Verschließanlagen aus Crailsheim in drei Produktwelten: Pharma mit RTU und Bulk, Consumer Healthcare sowie dekorative Kosmetik.
Allmersbach im Tal
Produktions- und Verpackungsanlagen für Pharma, Medizintechnik und Consumer Care: Mikrodosierung, Bahnverarbeitung, Montage und Turnkey-Linien.
Lahnau
Mehrkopfwaagen, Dosiersysteme und vertikale Schlauchbeutelmaschinen aus Lahnau: Hastamat baut Verpackungslinien für Snacks, Süßwaren und Tiefkühlkost.
Oelde
Abfüll- und Verpackungssysteme für Schüttgüter aus Oelde: ROTO-PACKER, INTEGRA, ELEMENTRA und RADIMAT samt digitaler Plattform QUAT²RO.
Stutensee
Tubenfüller der FP-Serie, aseptische Abfüllung, Kartonierer, Robotik und Linienintegration für Pharma, Kosmetik und Food aus Stutensee.
Dortmund
Dortmunder Anlagenbauer für Getränke- und Lebensmittellinien: Füller, Etikettier- und Verpackungsmaschinen, PET-Behältertechnik und Turnkey-Projekte.
Oelde
Komplette End-of-Line-Linien aus Oelde: Abfüllung von 12,5 bis 2000 kg, Hochleistungspalettierer, Ladungssicherung und Verladetechnik.
Schwäbisch Hall
Maschinen und Turnkey-Linien zum Dosieren, Füllen und Verpacken aus Schwäbisch Hall, im Einsatz in Pharma, Kosmetik, Nahrungsmitteln und Chemie.
Karlsruhe
Karlsruher Gruppe mit sieben Maschinenmarken: Granulation, Tablettierung und Coating sowie Blister-, Sachet-, Abfüll- und Kartonierlinien.
Fernwald
Dosiersysteme, vertikale Schlauchbeutelmaschinen und komplette Linien aus Fernwald für Zucker, Kaffee, Pasta, Frischware und Tiefkühlprodukte.
Stuttgart
Abfüllanlagen, Isolatoren und Inspektionstechnik für Pharma und Biotech, Schlauchbeutel- und Kartoniermaschinen für Lebensmittel aus Stuttgart.
Abfüll- und Dosieranlagen bringen ein Produkt in der geforderten Menge in ein Packmittel und verschließen es prozesssicher. Welches Dosierprinzip taugt, entscheidet das Fließverhalten: Volumetrische Systeme mit Kolben-, Zahnrad- oder Drehkolbenpumpen arbeiten mit definierten Hubvolumen, Durchflussmesser dosieren zeitunabhängig nach Masse oder Volumen, gravimetrische Netto- und Bruttowaagen wiegen in den Behälter oder vor dem Einfüllen aus, Mehrkopfwaagen kombinieren Teilmengen stückiger Produkte, und Schneckendosierer beherrschen feine bis schlecht rieselnde Pulver.
Nach Produktgruppen ergeben sich unterschiedliche Anlagenkonzepte: Getränke und flüssige Lebensmittel werden höhen- oder volumengesteuert, teils aseptisch abgefüllt; Kosmetik und Pasten verlangen scherarme Förderung; sterile Arzneiformen werden in Vials, Karpulen und Fertigspritzen unter Reinraumbedingungen dosiert; Schüttgüter wie Zement, Granulat, Futter- oder Düngemittel laufen über Sackfüll-, Form-Fill-Seal- oder Ventilsackanlagen. Für große Mengen kommen Big Bags nach dem Prinzip des FIBC für Schüttgut sowie Fässer und Gebinde in Form des IBC mit Zulassung für Gefahrgut zum Einsatz.
Zentral sind Dosiergenauigkeit und Streuung über die gesamte Charge, nicht der Bestwert einer Stichprobe. Hinzu kommen Reinigbarkeit, Produktwechselzeit, Restmengenverluste, Schaumneigung, Staubemission und die Frage, ob eine Nassreinigung oder eine CIP- und SIP-Fähigkeit gefordert ist. Hygienic Design nach DIN EN 1672-2 und den Leitlinien der EHEDG erleichtert die Freigabe in der Lebensmittelproduktion.
Regulatorisch bestimmt bei Fertigpackungen die Fertigpackungsverordnung in Verbindung mit dem Mess- und Eichgesetz die zulässigen Minusabweichungen und den Mittelwertgrundsatz; selbsttätige Waagen unterliegen der Messgeräterichtlinie 2014/32/EU (Stand: September 2026). Bei brennbaren Stäuben und Lösemitteln greifen die Richtlinie 2014/34/EU für Geräte in explosionsgefährdeten Bereichen und die Betriebsrichtlinie 1999/92/EG, national konkretisiert durch die Technischen Regeln für Gefahrstoffe TRGS 720 bis 722. Pharmaanlagen werden nach dem EU-GMP-Leitfaden qualifiziert, dessen Annex 1 zu sterilen Arzneimitteln in der überarbeiteten Fassung seit dem 25. August 2023 gilt; Annex 15 regelt Qualifizierung und Validierung. Für Bedarfsgegenstände im Lebensmittelkontakt gilt zusätzlich Verordnung (EG) Nr. 2023/2006 zur guten Herstellungspraxis. Zum Verschluss gehört häufig eine Originalitätssicherung, etwa per Induktionsversiegelung.
Im Bereich steriler und pharmazeutischer Abfüllung sind Syntegon Technology (Stuttgart), Bausch+Ströbel (Ilshofen), groninger & co. (Crailsheim), Harro Höfliger (Allmersbach im Tal) und Romaco (Karlsruhe) eingetragen. Die OPTIMA packaging group (Schwäbisch Hall) deckt mehrere Produktwelten ab, IWK Verpackungstechnik (Stutensee) ist auf Tubenfüllung ausgerichtet, KHS (Dortmund) auf Getränkeabfüllung. Für Schüttgut und Sackware stehen HAVER & BOECKER (Oelde), GREIF-VELOX (Lübeck), Möllers Packaging Technology (Oelde) und die BEUMER Group (Beckum). ROVEMA (Fernwald) und Hastamat (Lahnau) verbinden Dosierung und Beutelherstellung im selben Takt.
Verwandte Leistungen sind Verpackungsmaschinen, Beutel und Säcke, IBC und Großgebinde, Kontraktverpackung und Co-Packing sowie Prüf- und Inspektionstechnik.
Volumetrische Systeme sind schnell und günstig, reagieren aber auf Dichteschwankungen. Gravimetrische Systeme wiegen jede Portion und halten die Füllmenge auch bei wechselnder Schüttdichte, was die Überfüllung senkt. Bei hochwertigen oder eichpflichtigen Produkten überwiegt dieser Vorteil meist den höheren Aufwand.
Üblich sind gekapselte Füllrohre, absenkbare Füllstutzen, Ventilsäcke und eine Absaugung am Füllpunkt, teils mit Vakuumunterstützung zur Entlüftung. Hinweise zu Materialien und Gebinden gibt der Beitrag zur Pulververpackung.
Nur wenn der Staub brennbar ist und eine explosionsfähige Atmosphäre auftreten kann. Grundlage ist das Explosionsschutzdokument des Betreibers mit Zoneneinteilung; daraus folgen die Gerätekategorien für die Anlagentechnik.