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Verpackungsunternehmen in Sachsen

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Maschinenbau und Papierforschung mit langer Vorgeschichte

Sachsen bringt für die Verpackungswirtschaft eine Tradition mit, die bis in die Industrialisierung zurückreicht. Dresden war ein Zentrum des Verpackungsmaschinenbaus für Süßwaren und Kleinartikel, und dieser Zweig besteht bis heute mit Hochleistungsmaschinen für Einzelverpackungen fort. Im Elbtal südlich von Dresden sitzt ein Forschungsinstitut für Fasern und Papier, das Prüfung und Materialentwicklung für die Papierindustrie abdeckt. Ein neuerer Schwerpunkt ist der Onlinedruck: In Radebeul und Umgebung werden Druckerzeugnisse und Verpackungen über Webshops konfiguriert und in kurzen Durchlaufzeiten produziert. Ergänzt wird das Bild durch Anbieter von Weiterverarbeitungstechnik für Kleinauflagen.

Anbieter im Verzeichnis nach Leistung

  • Verpackungsmaschinen, Schlauchbeutel- und Kartoniertechnik: Theegarten-Pactec (Dresden)
  • Veredelung, Digitaldruck und Stanzformen: KAMA (Dresden)
  • Online-Druckereien, Verpackungsdruck und Faltschachteln: Unitedprint.com (Radebeul)
  • Verpackungsprüfung, Labore, Beratung und Forschung: PTS – Institut für Fasern & Papier (Heidenau)

Vier Einträge sind wenig für ein Flächenland, entsprechen aber der Marktlage: Die großen Volumina an Wellpappe, Folien und Etiketten werden überwiegend von Werken in anderen Bundesländern bedient, die Sachsen im Tagesverkehr erreichen. Umgekehrt arbeiten die sächsischen Maschinenbauer und Druckdienstleister international.

Kleinauflagen, Prüfung und Materialfragen

Für Markenartikler ist die Kombination aus Digitaldruck und maschineller Weiterverarbeitung interessant, weil sich Varianten, Sprachversionen und Testmärkte ohne Werkzeugkosten abbilden lassen. Wo die Grenzen zwischen den Verfahren liegen, ordnet der Beitrag zum Offsetdruck ein, der Rüstzeiten und Auflagenschwellen beschreibt. Für Faltschachtelprojekte selbst liefert der Text zur Faltschachtel die konstruktiven Grundlagen.

Der Prüfbereich verdient eigene Beachtung. Papier- und Kartonkennwerte wie Flächenmasse nach DIN EN ISO 536 (Stand: September 2026), Berstdruck oder Stauchwiderstand entscheiden darüber, ob eine Verpackung Stapeldruck und Transportbelastung aushält, und sie sind die Grundlage für Reklamationsklärung mit dem Lieferwerk. Ein Institut in erreichbarer Nähe erleichtert diese Arbeit. Im Übrigen gilt auch für Sachsen: Die Leistungsseiten des Verzeichnisses führen zu deutlich mehr Anbietern für dieselbe Aufgabe, viele davon mit Vertrieb und Service im ostdeutschen Raum.

Der Maschinenbau im Land bedient überwiegend die Süßwaren- und Kleinartikelindustrie, in der einzelverpackte Stücke mit hoher Taktzahl eingeschlagen oder eingebeutelt werden. Für Anwender sind dort andere Kennzahlen maßgeblich als bei Sammelpackungen: Ausbringung pro Minute, Formatwechselzeit, Verlustquote beim Anlauf und die Frage, wie empfindlich die Maschine auf Schwankungen im Produkt reagiert. Diese Punkte lassen sich nur an der Versuchsanlage klären, weshalb eine Bemusterung mit dem eigenen Produkt Teil des Beschaffungsprozesses sein sollte, bevor eine Bestellung ausgelöst wird.