Deutsches Verpackungsinstitut e. V. (dvi)
Berlin
Das dvi vernetzt in Berlin die gesamte Verpackungskette: Verpackungspreis, Verpackungskongress, Dresdner Verpackungstagung und eigene Akademie.
10 Firmen
Berlin
Das dvi vernetzt in Berlin die gesamte Verpackungskette: Verpackungspreis, Verpackungskongress, Dresdner Verpackungstagung und eigene Akademie.
Frankfurt am Main
Der FFI vertritt die Faltschachtelindustrie seit 1948 mit Gremienarbeit, technischen Richtlinien, Kartondatenbank, Seminaren und Publikationen.
Köln
GS1 Germany vergibt GTIN und GLN, setzt Barcode- und EDI-Standards, betreut Stammdatenqualität und schult über die Plattform GS1 Campus.
Mainz
Die GVM erhebt in Mainz Markt-, Mengen- und Strukturdaten zum Verpackungsverbrauch und liefert Prognosen, Stoffstromanalysen und Studien.
Freising
Die IVLV organisiert von Freising aus vorwettbewerbliche Gemeinschaftsforschung zu Lebensmitteltechnologie und Verpackung mit 25 Forschungsstellen.
Hasbergen
Seminar- und Tagungsanbieter aus Hasbergen für die flexible Verpackungsindustrie: Lebensmittelrecht, PPWR, Folientechnik und Verpackungsdruck.
München
Münchner Agentur für Verpackungsdesign und Markenstrategie mit Nachhaltigkeitsberatung, PPWR-Guidelines, PPWR Check und Büro in Hamburg.
Heidenau
Gemeinnütziges Institut in Heidenau: Prüfung von Papier, Karton und Altpapier, Recyclingfähigkeitsbewertung, Ringversuche und Seminare.
Osnabrück
Hoheitlich tätige Stiftung in Osnabrück: Sie betreibt das Register LUCID, prüft verpackungsrechtliche Pflichten und schreibt den Mindeststandard fort.
Berlin
Berliner Institut mit akkreditiertem Labor für Getränkeverpackungen: Glasbruchanalyse, Anlagenabnahmen, Etiketten, Verschlüsse und Schulungen.
Beratungs- und Schulungsangebote in der Verpackungswirtschaft gliedern sich in vier Stränge. Der erste ist regulatorisch: Registrierung im Verpackungsregister nach § 9 VerpackG, Systembeteiligung nach § 7 VerpackG, Mengen- und Datenmeldung nach § 10 VerpackG, Vollständigkeitserklärung nach § 11 VerpackG sowie die Abgabepflichten nach dem Einwegkunststofffondsgesetz. Hinzu kommt die Vorbereitung auf die Verordnung (EU) 2025/40 (PPWR), deren Vorgaben zu Recyclingfähigkeit, Minimierung und Kennzeichnung überwiegend ab dem 12. August 2026 gelten (Stand: September 2026). Werbeaussagen mit Umweltbezug fallen zusätzlich unter die Richtlinie (EU) 2024/825, anzuwenden ab dem 27. September 2026. Eine Übersicht des Rechtsrahmens bietet der Beitrag zu den Verpackungsgesetzen in Deutschland.
Der zweite Strang ist technisch: Materialauswahl, Barriereauslegung, Siegelprozesse, Transportsicherheit, Linienoptimierung und Reklamationsanalyse. Der dritte ist organisatorisch, also Beschaffungsstrategie, Spezifikationswesen, Lieferantenqualifizierung und Kennzahlenführung. Der vierte ist die Qualifizierung von Personal über Seminare, Inhouse-Trainings und Lehrgänge, etwa zu Folienverarbeitung, Siegelnahtprüfung, Kennzeichnungsrecht oder Recyclingfähigkeitsbewertung. Wer Nachwuchs aufbauen will, findet im Beitrag zum Studium der Verpackungstechnik einen Überblick der Bildungswege.
Zunächst ist die Unabhängigkeit zu klären: Institute, Verbände und Registerstellen informieren auf anderer Grundlage als Anbieter, die gleichzeitig Systemleistungen oder Materialien verkaufen. Zweitens zählt die Nachprüfbarkeit der Inhalte, also Verweise auf Normen, Verordnungen und veröffentlichte Kataloge statt allgemeiner Empfehlungen. Drittens die Zielgruppenpassung: Einkauf, Entwicklung, Produktion, Qualitätssicherung und Vertrieb benötigen unterschiedliche Tiefe. Viertens die Aktualität, weil sich Rechtsstände und Mindeststandards jährlich ändern können; eine Angabe des Bearbeitungsstands der Unterlagen ist deshalb ein sinnvolles Kriterium. Fünftens Praxisanteile: Laborübungen, Linienbegehungen oder Fallarbeit an eigenen Spezifikationen erhöhen den Übertrag in den Betrieb. Für strategische Fragestellungen ist zusätzlich der Beitrag zur Kreislaufwirtschaft in der Verpackungsindustrie hilfreich.
Verbandsseitig sind das Deutsches Verpackungsinstitut e. V. (dvi) in Berlin, der Fachverband Faltschachtel-Industrie e.V. (FFI) in Frankfurt am Main und die Industrievereinigung für Lebensmitteltechnologie und Verpackung e.V. (IVLV) in Freising eingetragen. Satz streichen. Forschungs- und Bildungseinrichtungen sind die PTS – Institut für Fasern & Papier gGmbH in Heidenau und die Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin (VLB) e.V. in Berlin. Auf Seminare zu flexiblen Verpackungen ist die Innoform Coaching GbR in Hasbergen ausgerichtet. Beratungsleistungen zu Konzeption und Materialfragen bietet die pacoon GmbH in München, zu Identifikations- und Prozessstandards die GS1 Germany GmbH in Köln; Markt- und Mengendaten liefert die GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung mbH in Mainz. Verwandte Leistungen sind Verbände und Institute, Zertifizierung und Ökobilanz, Duale Systeme und Lizenzierung sowie Messen und Fachmedien.
Verbindliche Vorgaben und Kataloge veröffentlicht die Zentrale Stelle Verpackungsregister. Beratungsanbieter unterstützen bei der Umsetzung, ersetzen aber keine Rechtsberatung.
Allgemeine Unterweisungspflichten ergeben sich aus dem Arbeitsschutzrecht, fachliche Anforderungen zusätzlich aus Hygiene- und Produktrecht. Der Umfang ist tätigkeitsbezogen festzulegen.
Immer dann, wenn sich Rechtsgrundlagen, Mindeststandards oder Prüfnormen ändern. Eine jährliche Durchsicht der Schulungsunterlagen hat sich in der Praxis etabliert.