TICKER 17.09.2026 · PPT USA stärkt Marktpräsenz für Verpackungslösungen von Hastamat …31.08.2026 · Wenn jede Minute zählt: Die Labelisten liefern Etiketten …29.05.2026 · Logistik trifft Qualität: Globale Lieferkettenoptimierung am Beispiel von … Ihre Meldung hier: PR-Meldung buchen

Beratung und Schulung: Hersteller und Anbieter

10 Firmen

Themenfelder der Beratung

Beratungs- und Schulungsangebote in der Verpackungswirtschaft gliedern sich in vier Stränge. Der erste ist regulatorisch: Registrierung im Verpackungsregister nach § 9 VerpackG, Systembeteiligung nach § 7 VerpackG, Mengen- und Datenmeldung nach § 10 VerpackG, Vollständigkeitserklärung nach § 11 VerpackG sowie die Abgabepflichten nach dem Einwegkunststofffondsgesetz. Hinzu kommt die Vorbereitung auf die Verordnung (EU) 2025/40 (PPWR), deren Vorgaben zu Recyclingfähigkeit, Minimierung und Kennzeichnung überwiegend ab dem 12. August 2026 gelten (Stand: September 2026). Werbeaussagen mit Umweltbezug fallen zusätzlich unter die Richtlinie (EU) 2024/825, anzuwenden ab dem 27. September 2026. Eine Übersicht des Rechtsrahmens bietet der Beitrag zu den Verpackungsgesetzen in Deutschland.

Der zweite Strang ist technisch: Materialauswahl, Barriereauslegung, Siegelprozesse, Transportsicherheit, Linienoptimierung und Reklamationsanalyse. Der dritte ist organisatorisch, also Beschaffungsstrategie, Spezifikationswesen, Lieferantenqualifizierung und Kennzahlenführung. Der vierte ist die Qualifizierung von Personal über Seminare, Inhouse-Trainings und Lehrgänge, etwa zu Folienverarbeitung, Siegelnahtprüfung, Kennzeichnungsrecht oder Recyclingfähigkeitsbewertung. Wer Nachwuchs aufbauen will, findet im Beitrag zum Studium der Verpackungstechnik einen Überblick der Bildungswege.

Woran sich die Auswahl orientiert

Zunächst ist die Unabhängigkeit zu klären: Institute, Verbände und Registerstellen informieren auf anderer Grundlage als Anbieter, die gleichzeitig Systemleistungen oder Materialien verkaufen. Zweitens zählt die Nachprüfbarkeit der Inhalte, also Verweise auf Normen, Verordnungen und veröffentlichte Kataloge statt allgemeiner Empfehlungen. Drittens die Zielgruppenpassung: Einkauf, Entwicklung, Produktion, Qualitätssicherung und Vertrieb benötigen unterschiedliche Tiefe. Viertens die Aktualität, weil sich Rechtsstände und Mindeststandards jährlich ändern können; eine Angabe des Bearbeitungsstands der Unterlagen ist deshalb ein sinnvolles Kriterium. Fünftens Praxisanteile: Laborübungen, Linienbegehungen oder Fallarbeit an eigenen Spezifikationen erhöhen den Übertrag in den Betrieb. Für strategische Fragestellungen ist zusätzlich der Beitrag zur Kreislaufwirtschaft in der Verpackungsindustrie hilfreich.

Anbieter im Verzeichnis

Verbandsseitig sind das Deutsches Verpackungsinstitut e. V. (dvi) in Berlin, der Fachverband Faltschachtel-Industrie e.V. (FFI) in Frankfurt am Main und die Industrievereinigung für Lebensmitteltechnologie und Verpackung e.V. (IVLV) in Freising eingetragen. Satz streichen. Forschungs- und Bildungseinrichtungen sind die PTS – Institut für Fasern & Papier gGmbH in Heidenau und die Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin (VLB) e.V. in Berlin. Auf Seminare zu flexiblen Verpackungen ist die Innoform Coaching GbR in Hasbergen ausgerichtet. Beratungsleistungen zu Konzeption und Materialfragen bietet die pacoon GmbH in München, zu Identifikations- und Prozessstandards die GS1 Germany GmbH in Köln; Markt- und Mengendaten liefert die GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung mbH in Mainz. Verwandte Leistungen sind Verbände und Institute, Zertifizierung und Ökobilanz, Duale Systeme und Lizenzierung sowie Messen und Fachmedien.

Häufige Fragen

Wer erteilt verbindliche Auskunft zu Meldepflichten?

Verbindliche Vorgaben und Kataloge veröffentlicht die Zentrale Stelle Verpackungsregister. Beratungsanbieter unterstützen bei der Umsetzung, ersetzen aber keine Rechtsberatung.

Sind Schulungen für Verpackungspersonal vorgeschrieben?

Allgemeine Unterweisungspflichten ergeben sich aus dem Arbeitsschutzrecht, fachliche Anforderungen zusätzlich aus Hygiene- und Produktrecht. Der Umfang ist tätigkeitsbezogen festzulegen.

Wie oft sind Inhalte zu aktualisieren?

Immer dann, wenn sich Rechtsgrundlagen, Mindeststandards oder Prüfnormen ändern. Eine jährliche Durchsicht der Schulungsunterlagen hat sich in der Praxis etabliert.