Auf einen Blick
- Gründung
- 1941 in München, seit 1996 in Freising
- Mitarbeiter
- rund 300
- Standorte
- Freising und Dresden (Institutsteil Verarbeitungstechnik)
- Träger
- Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.
- Beschäftigte
- rund 300
- Geschäftsfelder
- Lebensmittel, Verpackung, Verarbeitungsmaschinen, Produktwirkung, Recycling und Umwelt
- Branchen
- Lebensmittel, Getränke, Pharma und Healthcare, Kosmetik, Industriegüter
Das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV betreibt anwendungsorientierte Forschung und Auftragsentwicklung rund um Verpackung, Lebensmittel und Verarbeitungsmaschinen. Auftraggeber kommen aus der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, aus dem Pharma- und Healthcare-Bereich, aus der Kosmetik und aus dem Industriegütersegment. Fünf Geschäftsfelder strukturieren die Arbeit: Lebensmittel, Verpackung, Verarbeitungsmaschinen, Produktwirkung sowie Recycling und Umwelt.
Im Geschäftsfeld Verpackung entwickelt und optimiert das Institut Verpackungsmaterialien mit maßgeschneiderten Funktionen und arbeitet an bio- und faserbasierten Werkstoffen sowie Monomateriallösungen. Multifunktionale Materialien entstehen unter anderem über Atomic Layer Deposition. Im eigenen Verpackungstechnikum werden Lösungen im Pilotmaßstab hergestellt und geprüft. Als Auftragsleistungen stehen Konformitätsprüfung, Migrationsprüfungen zur Stoffabgabe in Lebensmittel, Permeationsanalytik für Gase und Wasserdampf sowie die Bewertung und Optimierung der Recyclingfähigkeit bereit. Eine softwarebasierte Haltbarkeitsprognose hilft, die Verpackung auf das Füllgut abzustimmen.
Ergänzend verfügt das Institut über Kompetenzen in Lebensmittelsensorik sowie Geruchs- und VOC-Analytik und arbeitet an Kunststoff-Recycling-Verfahren und Umweltanalytik. Rund 300 Beschäftigte arbeiten an zwei Standorten: in Freising und im Institutsteil Verarbeitungstechnik in Dresden. Träger ist die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.
Die Wurzeln reichen bis 1941 zurück, als in München das Institut für Lebensmittelforschung gegründet wurde; sieben Unternehmen aus der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie bildeten dafür einen Trägerverein. 1978 wurde es vollwertiges Mitgliedsinstitut der Fraunhofer-Gesellschaft, 1996 folgte der Umzug nach Freising, 1998 die Umbenennung in Fraunhofer IVV.
Für Verpackungen und weitere kunststoffhaltige Abfälle setzt das Institut ein eigenes lösemittelbasiertes Recyclingverfahren ein, mit dem sich Recycling-Kunststoff mit Neuware-Eigenschaften herstellen lässt.
Produkte und Leistungen
| Produkt | Leistung | Beschreibung |
|---|---|---|
| Verpackungsentwicklung | Verpackungsentwicklung und Design | Entwicklung und Optimierung von Verpackungsmaterialien mit maßgeschneiderten Funktionen für konkrete Füllgüter. |
| Bio- und faserbasierte Materialien | Verpackungsentwicklung und Design | Arbeiten an bio- und faserbasierten Materialien sowie an Monomateriallösungen für Verpackungen. |
| Verpackungstechnikum | Verpackungsentwicklung und Design | Herstellung und Prüfung entwickelter Verpackungslösungen im Pilotmaßstab vor der Serienumsetzung. |
| Haltbarkeitsprognose | Verpackungsprüfung und Labore | Softwarebasierte Vorhersage der Haltbarkeit zur Abstimmung von Verpackung und Produkt. |
| Konformitätsprüfung | Verpackungsprüfung und Labore | Bewertung der lebensmittelrechtlichen Konformität von Verpackungen und Lebensmittelkontaktmaterialien. |
| Migrations- und Emissionsanalytik | Verpackungsprüfung und Labore | Untersuchung von Migrations- und Emissionsprozessen bei Verpackungen und Rezyklaten, unter anderem über ein kontrolliertes Mikrokammersystem. |
| Permeationsanalytik | Verpackungsprüfung und Labore | Messung der Durchlässigkeit von Verpackungsmaterialien gegenüber Gasen und Wasserdampf. |
| Bewertung der Recyclingfähigkeit | Verpackungsprüfung und Labore | Bewertung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen und Ableitung konkreter Optimierungsschritte. |
| Easy-Opening-Verpackungskonzepte | Verpackungsentwicklung und Design | Entwicklung leicht zu öffnender Verpackungen mit Blick auf Öffnungsverhalten und Transportsicherheit. |
| Lösemittelbasiertes Kunststoff-Recycling | Recycling und Entsorgung | Lösemittelbasiertes Verfahren, das aus kunststoffhaltigen Abfällen und Verpackungen Recycling-Kunststoff mit Neuware-Eigenschaften gewinnt. |
Häufige Fragen
Wie prüft das Fraunhofer IVV Verpackungen auf Lebensmittelkonformität?
Die Migrationsuntersuchungen umfassen Gesamt- und spezifische Migration, Restgehalte von Monomeren und Additiven sowie ein Screening auf migrierbare Substanzen einschließlich NIAS; bewertet wird nach den EU-Verordnungen 1935/2004, 10/2011 und 282/2008. Das Prüflabor ist nach DIN EN ISO/IEC 17025 durch die DAkkS akkreditiert, für Rezyklate führt es Challenge-Tests nach Bewertungskriterien von EFSA und FDA durch.
Für welche Branchen arbeitet das Institut?
Auftraggeber kommen aus der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, aus Pharma und Healthcare, aus der Kosmetik und aus dem Industriegütersegment. Fünf Geschäftsfelder decken Lebensmittel, Verpackung, Verarbeitungsmaschinen, Produktwirkung sowie Recycling und Umwelt ab.
Wo forscht das Fraunhofer IVV?
Gearbeitet wird an zwei Standorten: am Hauptsitz Freising und im Institutsteil Verarbeitungstechnik in Dresden. Beschäftigt sind dort rund 300 Mitarbeitende, getragen wird das Haus von der Fraunhofer-Gesellschaft.
Welche Analytik steht über die Verpackungsprüfung hinaus bereit?
Neben Migration und Permeation bietet das Institut Lebensmittelsensorik sowie Geruchs- und VOC-Analytik. Die Permeationsanalytik erfasst neben Sauerstoff, Wasserdampf und weiteren Gasen auch den Durchgang von Aromastoffen und Mineralöl, etwa durch Folien und beschichtete Kartons.
Seit wann besteht das Institut?
Das Institut für Lebensmittelforschung wurde 1941 in München gegründet, getragen von einem Verein aus sieben Unternehmen der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie. 1972 folgte die Assoziierung mit der Fraunhofer-Gesellschaft, 1978 die volle Mitgliedschaft unter dem Namen Fraunhofer-Institut für Lebensmitteltechnologie und Verpackung ILV.