Auf einen Blick
- Rechtsform
- e.K.
- Gründung
- 1960
- Geschäftsführung
- Wolfgang Leonhardt
- Handelsregister
- Amtsgericht Stuttgart, HRA 212063
- Standorte
- Hochdorf (Hauptsitz)
- Zertifizierungen
- DIN EN ISO 9001:2015, DIN EN ISO 13485:2021
- Verfahren
- CNC-Fräsen 3 bis 5 Achsen (HSC), Draht- und Senkerodieren, Laser, Ultraschall
- Branchen
- Verpackung, Kosmetik, Medizin
Der Werkzeug- und Formenbau der Leonhardt e.K. in Hochdorf fertigt Spritzgussformen für Ein- bis Dreikomponentenanwendungen, Formeinsätze sowie Präge- und Umformwerkzeuge. Verpackungsindustrie, Kosmetik und Medizin gehören zu den bedienten Branchen, daneben Industrien wie Automotive und Luftfahrt.
Die Werkzeuge erreichen Größen bis etwa 550 x 600 mm und Gewichte bis etwa 1.700 kg. Gefertigt wird mit CNC-Fräsen in 3 bis 5 Achsen einschließlich HSC, mit Draht-, Senk- und Poliererodieren für filigrane Konturen und tiefe Kavitäten sowie mit Laser- und Ultraschallbearbeitung. Die Konstruktion arbeitet CAD-gestützt in 3D und entwickelt Werkzeugkonzepte für Spritzguss, MIM, CIM, PEEK und LSR. In der Abmusterung laufen die Werkzeuge unter realen Produktionsbedingungen, bevor Musterteile vermessen, Korrekturen vorgenommen und die Serienfreigabe vorbereitet werden.
Zertifiziert ist der Betrieb nach DIN EN ISO 9001:2015 und DIN EN ISO 13485:2021. Mehr als die Hälfte der Belegschaft sind Meister oder hochqualifizierte Fachkräfte, die Fertigungstiefe im eigenen Haus ist hoch.
Das familiengeführte Unternehmen entstand 1960 als Graveurbetrieb, 1965 wurde das erste Spritzgießwerkzeug gebaut. Seit 1996 ist Leonhardt nach DIN ISO 9001 zertifiziert; 2020, im Jahr des 60-jährigen Bestehens, folgte die Auszeichnung als Top-100-Innovator.
Produkte und Leistungen
| Produkt | Leistung | Beschreibung |
|---|---|---|
| Werkzeug- und Formenbau | Stanzformen und Werkzeuge | Spritzgussformen 1K bis 3K, Formeinsätze, Präge- und Umformwerkzeuge sowie Vorrichtungen bis etwa 550 x 600 mm und 1.700 kg. |
| Erodiertechnik | Stanzformen und Werkzeuge | Draht-, Senk- und Poliererodieren für filigrane Konturen, tiefe Kavitäten und gehärtete Werkstoffe im Werkzeugbau. |
| Konstruktion und Entwicklung | Verpackungsentwicklung und Design | 3D-CAD-Konstruktion von Werkzeugen und Bauteilen mit Werkzeugkonzepten für Spritzguss, MIM, CIM, PEEK und LSR. |
| Abmusterung und Prozessoptimierung | Stanzformen und Werkzeuge | Werkzeugtest unter Produktionsbedingungen mit Musterteilen, Vermessung und Korrektur bis zur Serienfreigabe. |
Häufige Fragen
Welche Werkzeuggrößen kann Leonhardt fertigen?
Werkzeuge entstehen bis etwa 550 x 600 mm und 1.700 kg. Die größte Fräsmaschine, eine Hermle C 42 U, hat Verfahrwege von 800 x 800 x 550 mm und nimmt Werkstücke bis Ø 800 mm und 500 kg auf; drahterodiert werden Teile bis etwa 380 x 250 x 200 mm.
Mit welchen Bearbeitungsverfahren arbeitet der Werkzeugbau?
Gefräst wird auf Maschinen von Makino und Hermle, auch als Hart- und Glanzfräsen, bei Toleranzen von etwa ±0,002 bis 0,01 mm; erodiert wird auf Anlagen von Makino und GF Machining Solutions, beim Senk- und Finish-Erodieren bis Ra < 0,05 µm. Die ultraschallunterstützte Bearbeitung dient schwer bearbeitbaren Werkstoffen wie Keramik, Hartmetall und Rubin, die Lasertechnik Gravuren, Mikrostrukturen und Kennzeichnungen.
Welche Zertifizierungen hat Leonhardt?
Leonhardt ist nach DIN EN ISO 9001:2015 und DIN EN ISO 13485:2021 zertifiziert. Zur Qualitätssicherung gehören 3D-Koordinatenmessung mit optischen und taktilen Verfahren auf Systemen von Zeiss und Keyence, CAD-Ist-/Soll-Vergleiche, Erstmusterprüfungen sowie Messprotokolle und Rückverfolgbarkeit.
Werden die Werkzeuge vor der Serienfreigabe getestet?
Ja. Zur Abmusterung gehören Try-out, Testserien und Prozessvalidierung. Nötige Anpassungen an Kavitäten, Konturen und Funktionsflächen setzt der eigene Werkzeugbau direkt um, das hält die Iterationsschleifen kurz.