Auf einen Blick
- Rechtsform
- GmbH
- Gründung
- Juni 2005 in Berlin
- Sitz
- Berlin
- Aufgabe
- Organisation des gesetzlichen Einwegpfands in Deutschland
- Pfandhöhe
- 25 Cent je Einweggetränkeverpackung (Angabe der Website, 2026)
- Verpackungsdaten
- rund 18 Milliarden pro Jahr (Angabe der Website, 2026)
- Gesellschafter
- paritätisch aus Handel und Industrie (Angabe der Website)
- Branchen
- Getränke, Lebensmittel, Non-Food und Haushalt
Die DPG Deutsche Pfandsystem GmbH mit Sitz in Berlin organisiert ausschließlich das gesetzliche Einwegpfand in Deutschland. Beteiligt sind Getränkeabfüller, Importeure, der Handel und Entsorgungsunternehmen, die bepfandete Einweggetränkeverpackungen in Verkehr bringen, zurücknehmen oder verwerten.
Die Gesellschaft gibt die verbindliche Kennzeichnung pfandpflichtiger Einweggetränkeverpackungen vor. Zum Sicherheitsmerkmal gehören eine spezielle DPG-Farbe und eine exklusive Artikelnummer (GTIN), mit der jede Verpackung eindeutig identifizierbar bleibt. Das Pfand-Clearing gleicht die ausgezahlten Beträge zwischen Getränkeherstellern, Importeuren und rücknehmenden Händlern aus. Dafür betreibt die DPG die zentrale Stammdatenbank und die IT-Schnittstellen. Zugelassen werden vier Gruppen von Systempartnern: Etikettenhersteller und Farbverwender über eine standortbezogene Zulassungsvereinbarung, Automatenhersteller und Zählzentren jeweils über ein zweistufiges Zertifizierungsverfahren sowie Pfandkonto- und Forderungsstellerdienstleister über ein eigenes Rahmenwerk. Rücknahmeautomaten erzeugen je zurückgenommener Verpackung einen signierten Datensatz, Zählzentren erfassen Verpackungen für Rücknehmer ohne eigene Automaten.
Für 2026 nennt die Website rund 18 Milliarden verarbeitete Verpackungsdaten pro Jahr, ein Pfand von 25 Cent je Einweggetränkeverpackung und etwa 18 Milliarden bepfandete Einweggetränkeverpackungen jährlich im deutschen Markt. Die Gesellschafterstruktur ist nach eigener Angabe paritätisch aus Handel und Industrie zusammengesetzt. Die Rückgabe ist unabhängig vom Kaufort möglich. Die Geschäftsstelle liegt in der Luisenstraße 46 in Berlin.
Die Pfanderhebung und Rücknahme von Einweggetränkeverpackungen begann 2003. Die DPG selbst wurde im Juni 2005 in Berlin gegründet, seit dem 1. Mai 2006 gilt die gesetzliche Rücknahmepflicht für den Einzelhandel.
Produkte und Leistungen
| Produkt | Leistung | Beschreibung |
|---|---|---|
| DPG-Pfandkennzeichnung | Einwegpfandsystem | Verbindliche Kennzeichnung pfandpflichtiger Einweggetränkeverpackungen nach den Vorgaben der DPG. |
| DPG-Sicherheitsmerkmal | Einwegpfandsystem | Kennzeichnung mit spezieller DPG-Farbe und exklusiver Artikelnummer zur eindeutigen Identifizierung. |
| Pfand-Clearing | Einwegpfandsystem | Ausgleich des ausgezahlten Pfandgelds zwischen Herstellern, Importeuren und rücknehmenden Händlern. |
| Zentrale Stammdatenbank | Einwegpfandsystem | Betrieb der zentralen Stammdatenbank und der IT-Schnittstellen für das Pfand-Clearing. |
| Zulassung von Etikettenherstellern und Farbverwendern | Zertifizierung und Ökobilanz | Standortbezogener Zulassungsprozess für die Kennzeichnung von Einweggetränkeverpackungen. |
| Zulassung von Automatenherstellern | Zertifizierung und Ökobilanz | Zweistufiges Zertifizierungsverfahren für Rücknahmeautomaten mit signierten Datensätzen je Verpackung. |
| Zulassung von Zählzentren | Zertifizierung und Ökobilanz | Zweistufiges Zertifizierungsverfahren für Zählzentren, die Rücknehmer ohne eigene Automaten bedienen. |
Häufige Fragen
Was macht die DPG?
Die DPG organisiert das gesetzliche Einwegpfand in Deutschland. Sie gibt Regelwerk, Pfandkennzeichen und Sicherheitsmerkmal vor, betreibt die zentrale Stammdatenbank und wickelt das Clearing zwischen Abfüllern, Handel und Entsorgern ab.
Betrifft die DPG auch Mehrwegverpackungen?
Nein. Die Gesellschaft organisiert ausschließlich das Einwegpfand für bepfandete Einweggetränkeverpackungen. Das Pfand beträgt nach Angabe der Website 25 Cent je Verpackung.
Wer kann Systempartner der DPG werden?
Die Website unterscheidet vier Gruppen: Etikettenhersteller und Farbverwender, Automatenhersteller, Zählzentren sowie Clearing-Dienstleister für Pfandkonten und Forderungsstellung. Jede Gruppe durchläuft ein eigenes Zulassungsverfahren.
Wie viele Verpackungen erfasst das System?
Für 2026 nennt die Website rund 18 Milliarden verarbeitete Verpackungsdaten pro Jahr und etwa 18 Milliarden bepfandete Einweggetränkeverpackungen, die jährlich in Deutschland in Verkehr gebracht werden.
Seit wann besteht die DPG?
Die Pfanderhebung begann 2003, die DPG Deutsche Pfandsystem GmbH wurde im Juni 2005 in Berlin gegründet. Seit dem 1. Mai 2006 besteht die gesetzliche Rücknahmepflicht für den Einzelhandel.