DS Smith
Fast 21 % ärgern sich über Verpackungen

11.12.2019 Eine DS-Studie zeigt: Deutsche verbringen mehr als 31 Tage ihres Lebens damit, Verpackungen zu öffnen. 79 % der Deutschen haben sich schon über Verpackungen geärgert, die sie nicht öffnen konnten – 65 % sagen, dass schwer zu öffnende Verpackungen sie wütend machen. Für mehr als 28 % aller Befragten ist schlechte Verpackung Grund genug, bei bestimmten Marken nicht mehr zu kaufen. Das könnte diese Unternehmen insgesamt 1,25 Milliarden Euro pro Jahr kosten.

© Foto: DS Smith
Während die Deutschen noch die letzten Besorgungen für Weihnachten erledigen, deckt eine Studie von DS Smith ein lästiges Detail auf: zu komplizierte Verpackungen lassen die Mehrheit der Deutschen frustriert zurück.

Die Studie eines der führenden Anbieter von nachhaltiger Verpackung zeigt, dass der durchschnittliche Deutsche 31 Tage seines Lebens (über 13 Minuten pro Woche) damit verbringt, zu komplizierte und unpassende Verpackungen zu öffnen. Jeder Zehnte leidet in diesem Zusammenhang unter Gefühlen des Scheiterns und knapp ein Viertel (24 %) der Befragten gibt an, schon mindestens einmal bei dem Versuch eine Verpackung zu öffnen, das enthaltene Produkt versehentlich beschädigt zu haben.

Alleine an einem einzigen Weihnachtsfeiertag kämpft die deutsche Bevölkerung in Summe 1.933 Jahre mit umständlichen Umverpackungen, Kabelbindern und Paketklebeband. Fast acht Prozent der Bevölkerung ist laut eigenen Angaben mehr als eine Stunde am Weihnachtstag damit beschäftigt, Verpackungen zu öffnen.

Generation Z am stärksten betroffen

Obwohl ältere Menschen weniger Greifkraft besitzen, ist überaschenderweise die Generation Z die am stärksten betroffene Generation. Mit 62 % müssen die 18 bis 24-Jährigen am häufigsten um Hilfe beim Kauf, dem Öffnen oder dem Abholen eines Artikels bitten – mehr als jede andere Generation. Sie sind auch die Altersgruppe, die am ehesten vom Kauf bei einer Marke (36 %) oder der Nutzung eines Online-Shops (37 %) absehen würden, wenn sie dort negative Erfahrungen mit Verpackungen gemacht haben.

Die hauptsächlichen Beschwerdepunkte bei problematischer Verpackung sind die Verwendung von Materialien, die ein Werkzeug wie eine Schere zum Öffnen erfordern (54 %), Produkte, die generell eine zu lange Zeit zum Öffnen benötigen (49 %), die Verwendung von zu viel Klebeband (19 %) und die Verwendung von Kartons, die zu schwer zu greifen, zu halten oder zu tragen sind (17 %).

Die Folgen dieser unüberlegten Verpackungslösungen sind nicht unerheblich – Menschen fügen sich selbst echten Schaden zu: Mehr als ein Drittel der Deutschen (34 %) gibt an, dass sie sich bereits beim Öffnen einer Verpackung verletzt haben, mehr als einer von zehn (11 %) hat bei dem Öffnen von zu kompliziert verpackten Kartons bereits versehentlich Scheren oder Messer abgebrochen.

Weihnachtliche Konflikte

Hartnäckige Verpackungen sind auch ein Grund für zwischenmenschliche Spannungen – sogar an Weihnachten. Mehr als ein Fünftel der Deutschen gibt zu, über Verpackungen bereits in Streit mit ihren Nächsten geraten zu sein: Über sechs von zehn der Befragten (61 %) haben sich deshalb bereits mit ihrem Partner und fast ein Viertel (24 %) mit ihren Kindern gestritten. Auch auf der Arbeit sind komplizierte Verpackungen ein Thema – elf Prozent stritten sich bereits deshalb mit Kollegen und fünf Prozent mit ihrem Chef.

Mehr als ein Drittel der Befragten hatte aufgrund der Artikelverpackung in der Vergangenheit Andere um Hilfe für den Kauf, das Öffnen oder die Abholung von Paketen an Weihnachten oder einem anderen sozialen Anlass bitten müssen. Wiederum mehr als ein Drittel (35 %) von ihnen gab an, sich dadurch ausgeschlossen bzw. dem Anlass weniger verbunden gefühlt zu haben.

Robyn Macdonalds Kommentar

Robyn Macdonald, Inclusive Design Lead DS Smith, kommentiert die Studie: „Diese schockierenden Ergebnisse zeigen, dass schlechte Verpackungen nicht nur ein Ärgernis sind, sondern ein echtes Problem, das Millionen von Menschen betrifft und ihnen auch in besonderen Zeiten wie beispielsweise an Weihnachten emotionalen Stress verursacht“, so Macdonald weiter.

"Viele Marken und Online-Shops verfolgen beim Thema Verpackung keinen inklusiven Ansatz. Wir bei DS Smith sind leidenschaftlich daran interessiert, Verpackungslösungen anzubieten, die jedem helfen. Wir haben spezielle Boxen, die sich leichter öffnen lassen und Schriften, die die Identifizierung von Produkten erleichtern. Diese kommen nicht nur denen zugute, die nicht gut sehen, schwer heben oder fest zugreifen können, sondern erleichtern der Mehrheit der Bevölkerung das Leben ein wenig.“

Die Kosten von problematischer Verpackung

Die Folgen dieses Problems sind nicht nur emotional, sondern auch wirtschaftlich – problematische Verpackungen halten Verbraucher davon ab, bei bestimmten Marken und Online-Shops einzukaufen.

Tatsächlich sagen 28 % der Deutschen, dass sie sich wegen frustrierender Verpackungen dagegen entschieden haben, bei der gleichen Marke wieder zu kaufen, und rund ein Zehntel (9 %) hat ein Produkt nicht online bestellt, weil sie Bedenken hatten, es öffnen zu können. Der durchschnittliche Produktpreis dieser nicht getätigten Käufe beträgt 88 Euro pro Stück. Somit verursachen problematische Verpackungen den betroffenen Unternehmen einen entgangenen Umsatz in Höhe von 1,25 Milliarden Euro pro Jahr.

Diese große Zahl berücksichtigt noch nicht die 45 % der Befragten, die sagen es sei wahrscheinlicher, dass sie eine Marke kaufen, wenn die Verpackung unkompliziert zu öffnen ist.

Schwer zu öffnende Verpackungen kosten Unternehmen Millionen

Robyn Macdonald, Inclusive Design Lead bei DS Smith, dazu: „Der Aufstieg des E-Commerce sollte es einfacher denn je machen, das zu bekommen, was man braucht. Wie diese Studie aber zeigt, fallen viele Hersteller und Online-Shops über die letzte Hürde – einfach zu händelnde Verpackung. Wenn Deutsche über Probleme mit jedem fünften Produkt berichten, ist es diese Unwissenheit, die sie wütend macht und die betroffenen Unternehmen insgesamt Millionen von Euro kostet."
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