Ceresana Studie
Alternativlose Zusätze: Der Weltmarkt für Kunststoff-Additive

12.04.2019 Kunststoffe wären ohne Zusätze meist nicht zu gebrauchen. Additive erleichtern die Verarbeitung von Kunststoffen, schützen sie gegen Hitze und UV-Strahlen und erweitern das Eigenschaftsspektrum durch die Modifikation von Materialeigenschaften.

© Foto: Ceresana

„Erst Additive ermöglichen den dauerhaften Einsatz von Kunststoffen in immer neuen Anwendungen“, erläutert Oliver Kutsch, der Geschäftsführer von Ceresana. Das Marktforschungsinstitut hat jetzt bereits zum zweiten Mal den gesamten Weltmarkt für alle bedeutenden Kunststoff-Additive untersucht: Füllstoffe, Weichmacher, Pigmente, Flammschutzmittel, Stabilisatoren, Schlagzähmodifikatoren, Gleitmittel, Antioxidantien, Treibmittel sowie sonstige Kunststoff-Additive.

Pro Jahr erreicht die weltweite Nachfrage nach Kunststoff-Additiven insgesamt rund 33,3 Millionen Tonnen. Mehr als die Hälfte davon wird in Asien-Pazifik verbraucht. Dahinter folgen mit großem Abstand Nordamerika und Westeuropa. Da Kunststoffe oft praktikabler und leichter sind, ersetzen sie immer häufiger andere Materialien, wie beispielweise Holz oder Metall. Deshalb wird sich auch die Nachfrage nach Kunststoff-Additiven in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter erhöhen. Die aktuelle Studie von Ceresana untersucht detailliert die jeweilige Entwicklung einzelner Kunststoff-Additive in den bedeutendsten 16 Ländern.

Die Studie in Kürze:

  • Kapitel 1 bietet eine Darstellung und Analyse des globalen Marktes für Kunststoff-Additive – einschließlich Prognosen bis 2025: Für jede Region der Welt werden der Verbrauch in Tonnen sowie der Umsatz in US-Dollar und Euro erläutert. Zudem wird der weltweite und regionale Verbrauch je Produkttyp und je Anwendungsgebiet analysiert.
  • In Kapitel 2 werden 16 Länder einzeln betrachtet. Dargestellt werden der länderspezifische Verbrauch, der Verbrauch je Additiv-Typ, Additiv-Verbrauch je Kunststoff-Typ sowie der Umsatz. Zudem wird der Verbrauch für die einzelnen Anwendungsgebiete analysiert.
  • Kapitel 3 bietet nützliche Unternehmensprofile der bedeutendsten Hersteller von Kunststoff-Additiven, übersichtlich gegliedert nach Kontaktdaten, Umsatz, Gewinn, Produktpalette, Produktionsstätten und Kurzprofil. Ausführliche Profile werden von 69 Herstellern geliefert, z.B. Aditya Birla, BASF, Clariant International., DIC Corporation, DowDuPont, Evonik Industries, Imerys, Lanxess, Mitsubishi Chemical Corporation und Rio Tinto.


Ohne Weichmacher kein PVC

In der Studie wird der Additiv-Einsatz in unterschiedlichen Kunststoff-Sorten genauer betrachtet, das heißt in Polyvinylchlorid (PVC), Polyethylen, Polypropylen, Polyurethan, technischen und sonstigen Kunststoffen. Da PVC an sich ein sprödes, hartes und weißes Material ist, werden weltweit die meisten Additive in diesem Kunststoff-Typ eingesetzt, um ihn an verschiedenste Einsatzmöglichkeiten anzupassen. PVC-Hersteller sind mit Abstand die größten Verbraucher von Weichmachern, die Kunststoffe weicher, flexibler, geschmeidiger und elastischer machen. Weichmacher kommen zum Beispiel bei der Herstellung von Kabelummantelungen und Bodenbelägen zum Einsatz.

Füllstoffe sind häufigste Beimischung

Bei über 50 % der weltweit verbrauchten Kunststoff-Additive handelt es sich um Füllstoffe. Danach folgen Weichmacher und Pigmente. Für Kunststoffe werden pro Jahr über 17,6 Millionen Tonnen Füllstoffe gebraucht. In der Regel erhöhen preiswerte Füllstoffe das Volumen eines Stoffgemischs, ohne die wesentlichen Eigenschaften zu ändern. Immer öfter werden auch hochgefüllte Kunststoffe mit für die jeweiligen Kunden maßgeschneiderten Eigenschaften hergestellt: Mit bis zu 85 % Füllstoffanteil verfügen sie über sehr gute mechanische Eigenschaften und sind oft kostengünstiger als herkömmlichere Werkstoffe.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier: www.ceresana.com

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