ZLV Verpackungssymposium 2019
Wieder viel positive Resonanz

15.10.2019 Rund 220 interessierte Teilnehmer aus Deutschland und den angrenzenden Nachbarländern kamen ins Allgäu um beim ZLV Verpackungssymposium für zwei Tage fachliche Inspiration und Netzwerkmöglichkeiten zu finden. Die vom Zentrum für Lebensmittel-und Verpackungstechnologie (ZLV) alljährlich organisierte Veranstaltung deckt aktuelle Themen und Innovationen für das Verpacken industriell hergestellter Lebensmittel ab.

Eröffnung im Thomas Dachser Auditorium der Hochschule Kempten.
© Foto: ZLV
Eröffnung im Thomas Dachser Auditorium der Hochschule Kempten.
Wie immer wurde die gesamte Wertschöpfungskette abgedeckt – mit einem Schwerpunkt Fokus bei Zukunftstrends und Wegen zum nachhaltigen Wirtschaften.

Das Zentrum für Lebensmittel- und Verpackungstechnologie e.V. (ZLV) ist ein interdisziplinäres Netzwerk, in dem wichtige, zukunftsweisende Themen aus der gesamten Wertschöpfungskette im Lebensmittel- und Verpackungsbereich bearbeitet werden. Angefangen beim Rohmaterial über alle Verarbeitungsstufen bis ins Regal des Einzelhandels, inklusive der Kreislaufwirtschaft. Das jährliche ZLV Verpackungssymposium spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle und zieht Teilnehmer aus allen relevanten Industriebereichen an.

Ein dichtes Programm

Rund 40 Aussteller präsentierten an der Hochschule Kempten ihre neuen Technologien. Die vielfältigen Gelegenheiten für individuelle Technikgespräche und Networking in angenehmer Campus-Atmosphäre wurden intensiv genutzt. Die hoch aktuellen Fachvorträge, welche parallel zur Ausstellung an beiden Tagen stattfanden boten viel Stoff für den interdisziplinären Gedankenaustausch.

Am Donnerstag, 12. September startete Dr. Christian Detrois (Nestlé) mit „Recycling von Verpackungen – Auswirkungen auf die Produktgestaltung bei Nestlé“ um allen Teilnehmern die bereits umgesetzten und geplanten Maßnahmen innerhalb des Nestlé Produktportfolios zu erläutern. Wie durch cleveres „Modellieren“ auf Basis von „big data“ Haltbarkeiten vorhergesagt und Barriere Materialien produktspezifisch gestaltet werden können, zeigte Dr. Matthias Reinelt (Klevertec + Fraunhofer IVV) im anschließenden Vortrag: „Vom Haltbarkeitsmodell zum digitalen Zwilling – ein Weg zu nachhaltigen Verpackungen“. Im Laufe der beiden Veranstaltungstagefolgten 14 parallele Fachvorträge aus allen Technologiebereichen mit einigen vielbeachteten Innovationen.

Den Abschluss des Symposiums bildete am 13.09.2018 die wichtige und vieldiskutierte Thematik der Kreislaufwirtschaft sowie des Einsatzes von Biopolymeren. Dazu präsentierte Dr. Sven Wenigmann (BASF) den aktuellen Stand des chemischen Recyclings und die Potenziale für dessen künftiger industrieller Nutzung, sowie Christian Schulz (Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe der Hochschule Hannover) den Status der Biopolymer Entwicklung und deren künftige Potenziale in der Lebensmittelverpackung.

Beste Bachelorarbeit ausgezeichnet

Bereits zum sechsten Mal wurde die beste Bachelorarbeit des Kemptener Hochschulstudiengangs „Lebensmittel-und Verpackungstechnologie“ ausgezeichnet. Die zu Grunde liegenden ZLV Kriterien: Innovationsgehalt, praktische Umsetzbarkeit, Relevanz für die Lebensmittel- und Verpackungsindustrie sowie die Abschlussnote der Hochschule, sah die Jury bei der Arbeit von Manuel Stecker mit dem Thema: „Untersuchung auf Veränderung der modifizierten Atmosphäre (MAP) durch das Verpackungsmaterial und den Inhalt von Fleischverpackungen“ in herausragender Weise erfüllt.

Nach zwei spannenden Tagen zogen sowohl die Teilnehmer als auch das ZLV – durch seine beiden Organisatoren und Moderatoren, Dipl.-Ing.Lothar Zapf und Prof. Dr. Markus Prem – ein rundum positives Fazit. Das ZLV Team freut sich bereits jetzt auf die Vorbereitungen für das nächste ZLV Verpackungssymposium, welches am 17. und 18. September 2020 wieder an der Hochschulein Kempten stattfinden und sicherlich erneutein inspirierendes Forum bieten wird.
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