Sensopart
500 Gäste beim Innovation Day

04.07.2019 Trotz der Hitze fanden die öffentliche Hausmesse und das Vortragsprogramm anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Sensorherstellers großen Anklang. Geladene Gäste aus Deutschland und aller Welt sowie interessierte Besucher aus Freiburg und Umgebung nutzten die Gelegenheit, sich über den aktuellen Stand und die weitere Entwicklung der modernen Industriesensorik und Robotik zu informieren.

Die Podiumsdiskussion mit Teilnehmern aus Industrie und Forschung fand reges Interesse.
© Foto: Sensopart
Die Podiumsdiskussion mit Teilnehmern aus Industrie und Forschung fand reges Interesse.

Künstliche Intelligenz, selbstlernende Roboter und biointegrierte Systeme – die Industrie-automation wird sich im nächsten Vierteljahrhundert mindestens so rasant weiterentwickeln wie in den 25 Jahren seit der Sensopart-Gründung 1994. In ihren Fachvorträgen stellten Prof. Dr. Bernd Jähne vom Interdisziplinären Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen (IWR) der Universität Heidelberg und Dr. Thomas Bauernhansl vom Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) ihre Visionen der künftigen Entwicklung dar, die anschließend in einer von Dr. Peter Ebert, Chefredakteur der Fachzeitschrift Invision, moderierten Podiumsdiskussion vertieft wurden. Neben Kunden, Partnern und Zulieferern von Sensopart war auch die Allgemeinheit zur Hausmesse und den Vorträgen eingeladen.

Die Sensopart-Hausmesse mit Ausstellern aus der Automatisierungsbranche fand reges Interesse. ( © Foto: Sensopart
Die Sensopart-Hausmesse mit Ausstellern aus der Automatisierungsbranche fand reges Interesse. (

Sensopart-Gründer und -Geschäftsführer Dr. Theodor Wanner freut sich schon auf die neuen Möglichkeiten, die sich durch immer schnellere Prozessoren, bessere Bildchips und leistungsfähigere LED-Beleuchtungen eröffnen werden – ganz getreu dem Slogan von Sensopart: Unser Maß ist nicht das heute Mögliche, sondern die Vision des künftig Erreichbaren. In seinem Vortrag zum technischen Fortschritt in der Industrieautomation erinnerte er an eine beispielhafte Entwicklung aus den letzten 25 Jahren: „Früher war ein Laser in etwa so groß wie ein Kleiderschrank, heute sitzen miniaturisierte Laserdioden selbst in unseren kleinsten, zuckerwürfelgroßen Sensoren.“ Als zunehmend wichtigen Anwendungsbereich der Sensopart-Produkte sieht er vor allem die Robotik: „Roboter brauchen Sensoren, um sich in ihrer Umgebung zu orientieren – unsere bildverarbeitenden Vision-Sensoren sind sozusagen ihre Augen.“ Wie das in der Praxis funktioniert, davon konnten sich die Gäste in der begleitenden Hausmesse anhand vielfältiger Robotik-Exponate überzeugen. Besonderen Zuspruch fand ein von Studenten der Hochschule Offenburg entwickelter Bar-Automat, der sensorgesteuert Cocktails und Bier ausschenkte.

Umsatz in 25 Jahren verzehnfacht

Anlass für den Sensopart Innovation Day war das 25. Jubiläum des Sensorherstellers. Seit der Gründung 1994 in Wieden bei Todtnau konnte sich die Sensopart Industriesensorik GmbH als innovativer Anbieter opto-elektronischer Sensoren und bildverarbeitender Vision-Sensoren für die Industrieautomation international etablieren. Das Kundenspektrum reicht heute vom Automobil- und Maschinenbau über die Elektronik- und Solarindustrie bis hin zur Lebensmittel- und Pharmabranche. „In den 25 Jahren unseres Bestehens haben wir unseren Jahresumsatz von drei auf 30 Millionen verzehnfacht“, stellte Theodor Wanner fest. „Ich denke, darauf können wir stolz sein.“ Wanner dankte ausdrücklich seiner gesamten Belegschaft: „Ohne unsere Mitarbeiter wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen.“ SensoPart hat heute weltweit mehr als 6.000 Kunden und einige davon sind von Anfang an dabei. Auch Lieferanten haben SensoPart in der schwierigen Anfangszeit das Vertrauen geschenkt und sind bis heute Bestandteil des SensoPart-Netzwerks. Einen besseren Vertrauensbeweis kann man sich nicht vorstellen. Infolge des stetigen Wachstums gehöre SensoPart mittlerweile zu den „gar nicht mehr so kleinen“ Sensorherstellern – SensoPart ist im Markt angekommen.

Der Innovation Day fand an dem seit 2001 bestehenden und bereits mehrfach erweiterten zweiten SensoPart-Standort im Gottenheimer Gewerbegebiet Nägelsee statt. In der erst vor anderthalb Jahren eingeweihten, hochmodernen Produktions- und Logistikhalle waren ein Vortragssaal und Podium eingerichtet, außerdem waren für die Vielzahl an Besuchern und Teilnehmern neben den Konferenzräumen mehrere Büros für Schulungen und Workshops umgebaut worden. Hier wurden bereits die ganze Woche über Kunden, Handelspartner und Vertriebsmitarbeiter auf den neuesten technischen Stand in der Industrieautomation gebracht.

 

Begeisterte Gäste beim abschließenden Festabend. © Foto: Sensopart
Begeisterte Gäste beim abschließenden Festabend.

Den krönenden Abschluss bildete ein Festabend für geladene Gäste im Kultur- & Bürgerhaus in Denzlingen. Künstlerisch umrahmt wurde das Event mit einem Auszug aus dem Programm von Pyanook des Jazzpianisten Prof. Schmid. Er verwebt dabei akustische und visuelle Welten und macht Musik unter anderem über Sensorhandschuhe sichtbar. An diesem Abend wurde die Musik von einem Tänzer untermalt, der über Sensoren von SensoPart die Musik beeinflusste. Eine virtuose Lichtshow von Studiorayy war ein weiteres Highlight. Mehrere Ehrengäste, darunter der Hauptgeschäftsführer des WVIB Dr. Münzer und der ehemalige Freiburger Oberbürgermeister und jetzige IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Dieter Salomon, würdigten die Leistungen von Sensopart und seines Gründers Dr. Theodor Wanner. Dieser nutzte gleich die Gelegenheit um zu verkünden, wie es mit SensoPart in den nächsten 25 Jahren weitergeht: Ab dem 1. August wird sein Sohn Thorsten Wanner, studierter Elektrotechniker wie sein inzwischen 65-jähriger Vater, die operative Geschäftsführung des Sensorunternehmens übernehmen. Dr. Theodor Wanner wird sich auf das Ressort Finanzen/Personal konzentrieren und seinen Sohn insbesondere in strategischen Fragen unterstützen.


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