Praxisforum Kunststoffrezyklate 2019
Qualitätssteigerung bei Material & Verarbeitung

18.12.2018 Kann man gleichzeitig die Nachhaltigkeit und die Wirtschaftlichkeit steigern, indem man moderne Recyclingverfahren und Rezyklate einsetzt?

Unterschiedliche Rezyklatformen.
© Foto: Praxisforum Kunststoffrezyklate
Unterschiedliche Rezyklatformen.
Die Tagung Praxisforum Kunststoffrezyklate, die am 9. und 10. April 2019 in Frankfurt stattfindet, zeigt Kunststofferzeugern und -verarbeitern und deren Kunden, Möglichkeiten zu Qualitätsverbesserungen auf: Auf der Material- wie auf der Prozessseite und sowohl für sortenreine als auch für gemischte Kunststoffe mit dem Schwerpunkt Post-Consumer Rezyklate aus unterschiedlichen Industrien und Wertstoffströmen. Tagungsleiter ist Dr. rer. nat. Rudolf Pfaendner, Leiter Bereich Kunststoffe, Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF, Darmstadt.

Verbraucher wollen sie, aktuelle Richtlinien der EU und Chinas fordern sie und die moderne Kunststoffindustrie muss sie umsetzen: Die Recyclingfähigkeit von Kunststoffen ist heute ein wichtiges Kriterium bei der Kunststoffproduktion und -verarbeitung. Theoretisch erlaubt die chemische Struktur von Kunststoffen sogar eine Vielzahl von Verwertungsmöglichkeiten – bei komplexen Verbindungen unterschiedlicher Kunststoffarten und bei Altplastik läuft dies bisher allerdings meist noch auf eine „thermische“ Verwertung hinaus. Hocheffiziente Kunststoffe liefern durch Verbrennen von geeignetem Kunststoff doppelt so viel Energie wie Braunkohle. Immerhin. „Downcycling“ nennen Experten diese Form der Verwertung, bei der Kunststoff am Ende seines Lebenszyklus vernichtet wird.

„Recycling“ und „Upcycling“ benennen dagegen die Wiederverwertung von Kunststoffabfällen zu neuen, ggf. sogar höherwertigen Produkten. Ein Ziel für den verantwortungsvollen, nachhaltigen und letztlich auch wirtschaftlichen Umgang mit begrenzten Ressourcen. Den Rezyklaten werden dabei relativ sortenreine Produktionsabfälle und sortierte Postconsumerabfälle zugeführt.

Obwohl sich das werkstoffliche Recycling von Kunststoffabfällen in Deutschland im Vergleich zu den meisten anderen europäischen Ländern bereits auf einem hohen Niveau befindet, bietet die kunststoffverarbeitende Industrie ihren Kundenindustrien eine aktive Unterstützung bei der weiteren Steigerung des Einsatzes von Kunststoffrezyklaten in Produkten an. Aufgrund rechtlicher Vorgaben der EU und muss so schnell wie möglich der Fokus darauf gelegt werden, dass sich die Qualität der Rezyklate weiter steigern lässt, und am besten bereits bei der Produkt- oder Verpackungsentwicklung die Recyclingfähigkeit berücksichtigt wird (Stichwort: „Desing4Recycling“) und die Verarbeitung in einen stabilen Prozess überführt werden kann. Das Problem: Aufgrund der hohen Fertigungsautomatisierung können individuelle Einstellungen durch die Materialänderungen längere Rüstzeiten, höhere Personalkosten bis hin zu evtl. Maschinenstillstand bedeuten.
Das Praxisforum Kunststoffrezyklate 2019 liefert - entlang der gesamten Wertschöpfungskette - Wissen für eine zukunftsfähige Herstellung und den Einsatz von Rezyklaten und zu wirtschaftlichen und qualitativ hochwertigen Recylingverfahren:
 
Darunter die Schwerpunkte:

•    Qualitätsverbesserung für Polyolefine und Technische Kunststoffe
•    Additive für Rezyklate
•    Herstellung von Qualitätsrezyklaten
•    Erfolgreiche Rezyklatanwendungen

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