IBA
Wir sind die Neuen

03.09.2018 Kompostierbare Einwegverpackungen, Kassensysteme mit Mehrwert und Lösungen für die Bäckergastronomie: Auf der IBA vom 15. bis 20. September 2018 auf dem Messegelände München präsentieren junge Start-ups ihre Ideen, Produkte und Dienstleistungen für die Back-, Konditorei- und Snack-Branche. Drei Beispiele.

Vorschau auf den IBA-UIBC-Cup of Bakers auf der IBA 2018: In großen Schaubackstuben treten die Teilnehmer gegeneinander an und die IBA-Besucher können live dabei sein.
© Foto: GHM
Vorschau auf den IBA-UIBC-Cup of Bakers auf der IBA 2018: In großen Schaubackstuben treten die Teilnehmer gegeneinander an und die IBA-Besucher können live dabei sein.

Martin Weber ist seit 30 Jahren in der Verpackungs- und Lebensmittelverpackungsbranche unterwegs. Seit 15 Jahren beschäftigt er sich mit nachhaltigen Verpackungen und setzt nun mit seinem Anfang 2017 gegründeten, dritten Start-up „Woodland-Packaging“ (Halle B3.277) ganz auf Holz. Auf der IBA zeigt er mehrere Neuheiten, darunter Holzbackformen mit fest verbundenem Silikonbackpapier, bei denen das Einlegen von Papier entfällt, und seine kompostierbaren To-Go-Verpackungen aus Palmblättern. „Immer mehr Konsumenten und Produzenten wollen nachhaltige, kompostierbare, handwerkliche und authentische Verpackungslösungen. Wir liefern sie“, sagt Weber, dessen Firma in Dettingen an der Erms ist. Auf viele Lösungen ist der Unternehmer im Gespräch mit Produzenten und Konsumenten gekommen, schließlich ist er seit Jahrzehnten in der Branche unterwegs.

 

 © Foto: Woodland-Packaging

Dominik Skora ist im Einzelhandel groß geworden. Im elterlichen Betrieb hat er sich um die Kasse gekümmert. Nachdem er zudem mehrere Jahre in einer Firma für Kassensysteme gearbeitet hatte, gründete er Mitte 2015 mit einem Partner das Unternehmen „Copago“ (Halle A3.127) – die Abkürzung steht für „Come.Pay.Go“ – mit Sitz in Oberhausen. Auf der IBA zeigt er eine Kassenlösung, die mittlerweile über 3.000 Mal in Deutschland, Österreich und der Schweiz installiert wurde, aber auch Prototypen von neuen Produkten. Copago sei nicht nur eine Kasse, sondern auch Aufgabenverwaltung, Bestell-, Mitteilungs- und Controlling-System, erklärt er. Sie helfe auch bei der Beratung der Kunden, da sich Produkte beispielsweise nach Inhaltsstoffen filtern lassen. Bei der Entwicklung habe er größten Wert auf einfache, intuitive und vertraute Bedienung gelegt, wie man sie von Tablet und Smartphone kennt. So könne sie auch von Aushilfen und neuen Mitarbeitern schnell bedient werden. Mit seinem System, das für kleine Unternehmen ebenso geeignet ist wie für Filialisten und Konzerne, will er zeigen, wie man den Geschäftsalltag so optimieren kann, dass er effizient ist, aber auch für den Bediener Spaß macht, sagt Skora. Er muss es wissen, schließlich saß er im elterlichen Betrieb selbst lange an der Kasse.

 

Wolfgang Höhn war jahrelang in der Welt der Finanzen unterwegs, zuletzt als Geschäftsführer einer    Fonds-Gesellschaft. Dann wollte er etwas Neues machen. Seit Anfang  2017  bietet  er  nun  mit seiner Firma „Koru Kids“  (Halle B3.184) in Riemerling bei München sogenannte „Booster“ an. Die Kindersitzerhöhungen für die Gastronomie wurden gemeinsam mit einem Industriedesigner entworfen und werden mit viel Handarbeit hergestellt. Auf der Messe zeigt Höhn ein Modell für Kinder von einem  bis 6 Jahre und  eines für Kinder von 3 bis 6 Jahre. Die Sitze sind stapelbar und damit platzsparend, zudem  leicht zu reinigen und können  mit Gurten sicher auf den Stühlen befestigt werden. „Bäckereien integrieren immer mehr Cafés in ihr Geschäft und werden damit zu Gastronomen“, sagt er. Seine Booster sorgen dafür, dass dort auch die Kleinen ihren Platz finden.

Der Toddler Booster © Foto: Koru Kids
Der Toddler Booster
 

„Die IBA ist eine besondere Plattform für Start-ups, sich international zu präsentieren und voranzukommen“, sagt IBA-Projektleiterin Claudia Weidner. „Wo sonst haben sie die Chance, Feedback von Fachbesuchern aus rund 160 Ländern zu bekommen, um ihr Produkt weiterzuentwickeln?“ So gibt es auf der Messe mehrere Orte, an denen junge Unternehmen zu finden sind, beispielsweise am Gemeinschaftsstand „Made in Germany“ in Halle B3, wo sich elf Start-ups aus Deutschland gebündelt präsentieren. Passend dazu gibt es auf der IBA.Speakers Corner in Halle A1 am Messedonnerstag einen Start-up-Tag, bei dem junge Unternehmen ihre Lösungen aus der und für die Branche präsentieren.

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