Drink Technology India
Dynamische Entwicklung der Branche spiegelt sich wieder

02.10.2018 Ob Softdrinks, alkoholische Getränke, Milch-Produkte oder Speiseöl: die Nachfrage nach Getränken und Liquid-Food-Produkten in Indien steigt seit Jahren. Auch künftig wird ein deutliches Wachstum erwartet.

Branchen gespräche auf der Drink Technology India 2017
© Foto: Messe München
Branchen gespräche auf der Drink Technology India 2017
Mit mehr als 300 Ausstellern und einem umfangreichen Rahmenprogramm zeigt die Drink Technology India (DTI) die Trends der Branche und gibt wichtige Impulse für die Industrie in Indien. Die dti findet vom 24. bis 26. Oktober auf dem Bombay Exhibition Centre in Mumbai statt.

Der indische Getränkemarkt ist auf Wachstumskurs. Grund dafür sind unter anderem steigende Bevölkerungszahlen, eine wachsende und konsumfreudige Mittelschicht und die weiterhin zunehmende Urbanisierung. Auch eine voranschreitende Verbreitung moderner Handelsstrukturen, wie Supermärkte, begünstigen das Wachstum im Getränke- und Liquid-Food-Bereich.

Die Nachfrage der indischen Konsumenten steigt dabei in allen Getränke- und Liquid-Food-Segmenten. Insgesamt soll die Getränkenachfrage nach Angaben des VDMA Fachverbandes Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen bis 2022 um rund 89 Prozent zunehmen: von mehr als 27 Mrd. Liter im Jahr 2017 auf über 50 Mrd. Liter. Richard Clemens, Geschäftsführer des VDMA Fachverbandes Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen erläutert: „Die lokale Getränkeproduktion stieg im Zeitraum 2012 bis 2017 um 63 Prozent und erreichte 2017 einen Wert von etwa 13,8 Mrd. Euro. In den nächsten Jahren wird ein weiteres Wachstum von neun Prozent pro Jahr erwartet.“ Um die Nachfrage bedienen und weiter wachsen zu können, benötigen indische Unternehmen entsprechende Maschinen zur Herstellung, Verarbeitung und Verpackung von Getränken und Liquid-Food. Laut VDMA ist für Unternehmen, die solche Anlagen herstellen, Indien einer der wichtigsten Absatzmärkte in Asien. Für Clemens spielt die dti eine zentrale Rolle für die indische Getränke- und Liquid-Food-Branche: „Die dti wird zahlreiche Impulse für Investitionen in den Wachstumsbranchen geben.“

Alkoholische Getränke werden immer populärer

Indien liegt auf Rang neun der zehn größten Absatzländer für alkoholische Getränke. Dabei belegen Bier und Spirituosen Rang eins und zwei. Insbesondere bei der jüngeren Bevölkerung Indiens wird Bier immer beliebter. Nach Angaben des VDMA wird mit einer Steigerung des Absatzes um 22 Prozent bis 2022 gerechnet. Für Spirituosen ist Indien nach China bereits der zweitgrößte Absatzmarkt weltweit. Hier sieht der VDMA einen Zuwachs von knapp 14 Prozent im gleichen Zeitraum.

Wichtige Impulse zum Thema alkoholische Getränke setzt das Rahmenprogramm der dti. Der place2beer, der erstmalig auf der dti stattfindet, gibt einen umfassenden Überblick zu brandaktuellen Entwicklungen. Für Mikrobrauereien, mittelständische sowie Industrie-Brauereien und Zulieferer für das Brauereiwesen ein unverzichtbarer Programmpunkt, um sich zu Trends rund um das Bierbrauen zu informieren.

Der zweite Tag der Round Table Talks steht ganz im Zeichen von Trends und Entwicklungen bei alkoholischen Getränken. Zum Thema „Trends and Developments in Alcoholic Beverages in India“ haben sich bereits zahlreiche Sprecher angekündigt. Unter anderem sind Vertreter von Unternehmen sowie Experten von Forschungseinrichtungen dabei. So zum Beispiel Yogesh R. Bhandane, CEO des Boroton Research Centre Pvt. Ltd. mit einem Vortrag zu den Trends und Bedürfnissen der indischen Weinindustrie. Einen umfassenden Überblick über den indischen Weinmarkt wird Gorakh Gaikwad, Associate Vice President bei Sula Vineyards Pvt. Ltd., geben. Die aktuellen Trends der indischen Bier-Industrie stellt K. N. Gopalakrishnan, Head of Brewery & Processing bei Carlsberg India Pvt. Ltd., vor.

Ungebremste Nachfrage nach Speiseölen

Auf dem Vormarsch in Indien ist das Thema Fette und Öle. Der Bedarf nach Speiseölen in Indien wächst derzeit rasant. Laut VDMA steigt die Nachfrage schneller, als die eigene Produktion. Der Absatz hat sich im Zeitraum 2012 bis 2017 mehr als verdoppelt. Der VDMA sieht für die nächsten fünf Jahre weiteres Wachstum in der Nachfrage: von knapp 13 Mio. Tonnen (2017) auf mehr als 19 Mio. Tonnen (2022). Das entspricht einer Steigerung von 58 Prozent.

Diesem Trend begegnet die dti mit dem Oiltech-Forum. Dieses findet im Rahmen des Oiltech Pavilions, powered by oils+fats, zum ersten Mal auf der Messe statt. Bei der Gestaltung des Programms unterstützt die Oil Technologists‘ Association of India (OTAI). Am ersten Messetag findet ein halbtägiges Seminar statt. Unter dem zentralen Thema ‘Challenges in Packaging of Edible Oils and Other Related Products‘ untergliedert sich das Seminar in die Themenbereiche ‘Regulatory Requirements, Current and Tomorrow’, ‘Latest Technology and Advancements’ und ‘Consumer and Brand Owner’s Perspective’. Führende Experten aus Industrie und Forschung werden Einblicke in die Welt der Öle und Fette geben.

Wachstum in allen Segmenten der Getränke- und Liquid-Food-Industrie

Neben alkoholischen Getränken und Speiseölen zeichnet sich auch eine erhöhte Nachfrage bei weiteren Produkt-Kategorien ab. Laut VDMA soll sich beispielsweise der Gesamtabsatz von Softdrinks bis 2022 mehr als verdoppeln, auf 43 Mrd. Liter. Für abgefülltes Wasser prognostiziert der VDMA sogar eine Steigerung des Absatzes um 156 Prozent. Für Molkereiprodukte ist Indien nach den USA und China der drittgrößte Absatzmarkt – und gleichzeitig auch der größte Milchproduzent weltweit. Nach Angaben des VDMA ist von 2017 bis 2022 ein durchschnittlicher jährlicher Zuwachs bei der Nachfrage nach Molkereiprodukten von 4,4 Prozent zu erwarten.

Das dynamische Wachstum des indischen Getränke- und Liquid-Food-Markts spiegelt sich auf der Messe wider. Im Rahmenprogramm werden die wichtigsten Themen und Trends der Branche beleuchtet. Lösungen und Innovationen, um den Entwicklungen des indischen Markts zu begegnen, finden Besucher bei den rund 300 Ausstellern, die die gesamte Prozesskette der Getränke- und Liquid-Food-Industrie abbilden.


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