Automatica 2018
Positiver Abschlussbericht der Messe

26.06.2018 Die Automatica 2018 (19. bis 22. Juni) erreicht neue Rekorde: mehr als 46.000 Besucher (+ 7 %) und 890 Aussteller (+ 7 %).

„Die Automatica adressiert die Zukunftsthemen Mensch-Roboter-Kollaboration, Digitale Transformation in der Fertigung und Servicerobotik." - Falk Senger, Messegeschäftsführer.
© Foto: Messe München
„Die Automatica adressiert die Zukunftsthemen Mensch-Roboter-Kollaboration, Digitale Transformation in der Fertigung und Servicerobotik." - Falk Senger, Messegeschäftsführer.

Messegeschäftsführer Falk Senger: „Die Automatica adressiert die Zukunftsthemen Mensch-Roboter-Kollaboration, Digitale Transformation in der Fertigung und Servicerobotik. Die starken Ergebnisse zeigen: Hier in München wird die Geschichte der Automation und Robotik geschrieben.“ 


Die vernetzte Produktion ist bereits heute Realität

Das Motto lautet: Digitalisierung, leichte Bedienung und mehr Flexibilität in der Produktion mit dem Ziel, neue Anwendungsgebiete zu erschließen.

Ralf-Michael Franke, CEO der Business Unit Factory Automation bei der Siemens AG, zur Messe-Premiere seines Unternehmens: „Unser Digital-Enterprise-Portfolio passt ideal zum Automatica-Motto „Optimize your Production“. Damit bietet Siemens durchgängige Soft- und Hardwarelösungen, mit denen die gesamte Wertschöpfungskette integriert und digitalisiert werden kann. Maschinenbauer und Anwender können somit schon heute die Vorteile von Industrie 4.0 nutzen.“

Impressionen von der Automatica 2018 in München. © Foto: Messe München
Impressionen von der Automatica 2018 in München.

Highlight IT 2 Industry

Mit neuen Ausstellern, Fachvorträgen und Demonstrationen bekommt das Thema „IT“ eine zentrale Rolle auf der Messe. Im Rahmen der IT 2 Industry-Fläche haben sich 64 Firmen aus dem IT-Umfeld präsentiert. Dr. Christian Schlögel, CEO Connyun GmbH, sagt: „Die Automatica 2018 hat gezeigt, welche technologischen Möglichkeiten Unternehmen geboten werden, ihre digitale Transformation umzusetzen. Es ist beeindruckend zu sehen, wie sich Industrial IoT in der Breite weiterentwickelt hat und welches Potential noch vorhanden ist.“

Im Rahmen der IT 2 Industry-Fläche haben sich 64 Firmen aus dem IT-Umfeld präsentiert. © Foto: Messe München
Im Rahmen der IT 2 Industry-Fläche haben sich 64 Firmen aus dem IT-Umfeld präsentiert.

Maschinen sprechen eine gemeinsame Sprache

Ein großer Wachstumstreiber für die Zukunft: die Konnektivität zwischen Maschinen. Entscheidend hierfür ist die Standardisierung von Kommunikationsschnittstellen. Wie wichtig die Kooperation zwischen Branchenteilnehmern ist, hat der OPC UA Demonstrator des Fachverbandes VDMA Robotik + Automation gezeigt, an dem 31 Firmen beteiligt sind. „Interoperabilität ist der Schlüssel zur Differenzierung unserer Produkte in einer vernetzten Welt der Industrie 4.0. OPC UA ist der designierte Standard, um Maschinen in der intelligenten Fabrik der Zukunft die gleiche Sprache sprechen zu lassen“, sagte Dr. Horst Heinol-Heikkinen, Vorsitzender der VDMA OPC Vision Initiative.

Kollaboration – das dominierende Thema

Vom Sensor über den Cobot bis hin zur kompletten Anlage: Die direkte Interaktion zwischen Mensch und Maschine setzt sich immer mehr durch.

Die technologischen Entwicklungen sind der engen Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie zu verdanken. Prof. Oussama Khatib von der Stanford University erklärt: „Die Automatica öffnet ein breites Fenster zu den aufkommenden Anwendungen in der Robotik. Kollaborative Roboter werden für reale Anwendungen gebaut: Das ist ein Beweis für die fruchtbare Zusammenarbeit und den Technologietransfer zwischen Forschung und Industrie.“

Vom Sensor über den Cobot bis hin zur kompletten Anlage: Die direkte Interaktion zwischen Mensch und Maschine setzt sich immer mehr durch. © Foto: Messe München
Vom Sensor über den Cobot bis hin zur kompletten Anlage: Die direkte Interaktion zwischen Mensch und Maschine setzt sich immer mehr durch.

Der Mensch in der Smart Factory

Wie werden Menschen in Zukunft arbeiten? Mit der Sonderschau „Der Mensch in der Smart Factory“ machte der Fachverband VDMA Robotik + Automation die Arbeitswelt 4.0 greifbar: Digitale Assistenzsysteme als Unterstützer in der Handmontage, Augmented Reality, Gestensteuerung, Exoskelette und Wearables, die die Interaktion zwischen Mensch und Maschine vereinfachen. 

Digitale Assistenzsysteme als Unterstützer in der Handmontage, Augmented Reality, Gestensteuerung, Exoskelette und Wearables, die die Interaktion zwischen Mensch und Maschine vereinfachen. © Foto: Messe München
Digitale Assistenzsysteme als Unterstützer in der Handmontage, Augmented Reality, Gestensteuerung, Exoskelette und Wearables, die die Interaktion zwischen Mensch und Maschine vereinfachen.

Was kommt – Künstliche Intelligenz

KI-basierte Datenanalysen können der Industrie einen Wachstumsschub bescheren. Der interdisziplinäre Dialog ist hier entscheidend. „Um Geschäftspotentiale erfolgreich zu nutzen, müssen Automatisierungs- und IT-Anbieter gemeinsam mit KI-Experten in Zukunft wesentlich enger zusammenarbeiten“, sagt Ralf Bucksch, Technical Executive Watson IoT Europe, IBM Sales & Distribution, Software Sales.

Start-Ups und Nachwuchsförderung

Auf der Start-Up Arena haben sich 23 Jungunternehmer präsentiert. 

Mit den Formaten Makeathon, Integration Islands und Escape Game spricht die Messe gezielt junge Menschen an. Mehr als 120 Makeathon Teilnehmer und 200 Schüler brachten frischen Wind in die Branche. Messegeschäftsführer Senger sieht dabei ein wichtiges Thema: „Der Fachkräftemangel ist mittlerweile leider tägliche Realität in Industrie und Mittelstand. Um diesem Problem zu begegnen, werden wir unser Engagement im Bereich der Nachwuchsförderung weiter verstärken.“

Die nächste Automatica findet vom 16. bis 19. Juni 2020 in München statt.

stats