Versandverpackungen
Was Zalando plant

17.08.2020 Zalando, eigenen Angaben zufolge Europas führende Online-Plattform für Mode mit Sitz in Berlin, erklärt gegenüber verpackungswirtschaft.de seine Verpackungsstrategie – drei Fragen, drei Antworten.

Zalando: "Immer genügend Verpackungsmaterial in unseren Logistikzentren vorrätig"
© Foto: Zalando SE
Zalando: "Immer genügend Verpackungsmaterial in unseren Logistikzentren vorrätig"

Plant Zalando im Bereich nachhaltige Verpackungen Umstellungen?

„Im Bereich nachhaltige Verpackungen haben wir in den letzten Jahren bereits große Fortschritte erzielt, auf die wir stolz sind: 2019 bestand bereits 91 Prozent des von Zalando beschafften Verpackungsmaterials aus Rohstoffen aus erneuerbaren Quellen. Aktuell werden sogar über 96 Prozent unserer Versandmaterialien aus recycelten oder erneuerbaren Quellen hergestellt. Zalando-Versandkartons bestehen schon heute zu 100 Prozent aus recycelter Pappe.“

Gibt es Anpassungen in Bezug auf die Intralogistik?

„Das Thema Verpackung ist komplex und voller Herausforderungen. Einerseits möchten wir weniger Material einsetzen und nachhaltigere Möglichkeiten nutzen. Andererseits müssen wir aber auch gewährleisten, dass Bestellungen den Kunden unbeschädigt erreichen. Um die Menge an verwendeter Verpackung zu verringern und zu nachhaltigeren Materialien zu wechseln, experimentieren wir kontinuierlich mit neuen Verpackungsmaterialien und -lösungen. Aktuell testen wir in unserem Logistikstandort in Lahr beispielsweise ein Kartonverpackungssystem, mit dessen Hilfe Kartons auf die Größe der Bestellung maßgeschneidert werden können. Ziel des Pilotprojektes ist es, den Materialverbrauch zu senken und Bestellungen noch platzsparender zu transportieren.“

Inwiefern spürt Zalando die Auswirkungen der Corona-Pandemie, insbesondere im Hinblick auf den Verbrauch von Verpackungen und der Lagerhaltung? Welche Maßnahmen wurden evtl. getroffen?

„Allgemein orientiert sich unser Verbrauch von Verpackungen und Verbrauchsmaterialien an der Höhe der Kundenbestellungen. Abhängig von der Nachfrage passen wir die Nachbestellung entsprechend bedarfsgerecht an. So handhaben wir das auch in Zeiten von COVID-19 und stimmen uns täglich mit unseren wichtigsten Lieferanten und Partnern dazu ab. Um kurzfristig den Bestand anpassen zu können, arbeiten wir sehr viel mit lokalen Anbietern, wie zum Beispiel mit DS Smith Packaging in Arnstadt und Berlin, zusammen. Damit in möglichen Stoßzeiten immer genügend Verpackungsmaterial in unseren Logistikzentren vorrätig ist, haben wir lokale Bestände bereits im März erhöht. Dieser Bestand wird sukzessive abgebaut.

Wir haben unsere Geschäftsaktivitäten und Prozesse frühzeitig angepasst, um die Sicherheit unserer Mitarbeiter zu gewährleisten und unser Geschäft aufrechtzuerhalten. Dazu gehören umfangreiche präventive Maßnahmen für die Mitarbeiter, aber auch der enge Austausch mit Partnern und Lieferanten von Verpackungsmaterialien. Dadurch konnten wir uns jederzeit optimal auf die Herausforderungen einstellen und hatten keine Versorgungsengpässe.“

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