E-Commerce
Nachhaltige Verpackung auf Platz eins

04.01.2021 Viele Online-Händler bieten bereits Mehrwegverpackungen an, nutzen die Produktverpackung zum Versand oder lassen CO2-neutral liefern. Und was ist Verbrauchern beim Online-Einkauf wichtig? Eine repräsentative Befragung im Dezember 2020 des Meinungsforschungsunternehmens Civey im Auftrag des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (Bevh) wirft einen Blick darauf.

42,7 Prozent der Umfrageteilnehmer finden eine nachhaltige Verpackung beim Online-Handel besonders wichtig.
© Foto: Imago images / Ralph Peters
42,7 Prozent der Umfrageteilnehmer finden eine nachhaltige Verpackung beim Online-Handel besonders wichtig.

Eine nachhaltige Verpackung sollte es sein. Besonders wichtig ist dies 42,7 Prozent der 2.500 Befragten. 41,1 Prozent betrachten die Transparenz der Warenherkunft und Lieferkette als essenziell. Mit etwas Abstand folgen auf den weiteren Plätzen das Angebot von Produkten aus nachhaltiger Herstellung (34,5 Prozent) sowie soziales Engagement (32,2 Prozent) und Transparenz der Produktionsbedingungen im Zusammenhang mit dem Onlinehandel (30,1 Prozent). Schadstoffarme Lieferung und die Nutzung von Ökostrom bilden das Schlusslicht der Verbraucherpräferenzen.

Ein Drittel legt keinen Wert auf Nachhaltigkeit

Um nachhaltiger einzukaufen, sind 34,8 Prozent der Befragten bereit, Mehrwegverpackungen zurückzugeben. Funktionsfähige Ware mit kleinen Schönheitsfehlern, sogenannte B-Ware, würden 34 Prozent kaufen. Auch mit längeren Lieferfristen ist rund ein Drittel der Befragten einverstanden. Ebenfalls ein Drittel der Befragten sind allerdings nicht bereit, Kompromisse zugunsten der Nachhaltigkeit beim Einkauf im Internet einzugehen. Laut der Umfrage würde nur rund ein Viertel der Teilnehmenden einen Aufpreis für nachhaltige Verpackungen zahlen. Ebenfalls rund ein Viertel würde auf die Versandverpackung verzichten.

"Maßnahmen der Händler für mehr Nachhaltigkeit sind rund einem Drittel der Online-Kunden wichtig und sie sind bereit, dafür auch Kompromisse einzugehen“, sagt Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des Bevh. Ernüchternd könne es sein, dass ein Drittel der Befragten keinen Wert auf Nachhaltigkeit lege und auch nicht bereit sei, Kompromisse dafür einzugehen. „Anstrengungen für mehr Umwelt- und Sozialverantwortung ergreift unsere Branche aber schon lange aus eigenem Antrieb“, so Wenk-Fischer weiter, und werde auch damit fortfahren. Bestärkt werde der Online-Handel von dem Viertel der Befragten, die angaben, bei einem Onlinehändler deshalb nicht bestellt zu haben, weil dieser für sie wichtige Nachhaltigkeitskriterien nicht erfülle.

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