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Aluminiumverpackungen: Recycling, was sonst!

23.05.2018 Auf dem diesjährigen GDA Sustainable Aluminium Packaging Summit in Düsseldorf stand das Thema Recycling ganz oben auf der Agenda. Die Konferenzteilnehmer - Produzenten von Aluminiumhalbzeug für Verpackungen, Verpackungshersteller und Kunden aus der Lebensmittel-, Getränke- und Kosmetikindustrie - waren sich darüber einig, dass es im Sinne einer größtmöglichen Ressourceneffizienz den Materialkreislauf aus Sammlung, Sortierung und Verwertung wirksam zu schließen gilt.

Aluminium ist ein sogenannter permanenter Werkstoff, der im Gegensatz zu anderen Materialien immer wieder ohne Qualitätsverlust recycelt werden kann.
© Foto: GDA
Aluminium ist ein sogenannter permanenter Werkstoff, der im Gegensatz zu anderen Materialien immer wieder ohne Qualitätsverlust recycelt werden kann.

Aluminium als dritthäufigstes Element der Erde kann in diesem Zusammenhang überzeugend punkten: Es hat den höchsten Schrottwert aller Verpackungsmaterialien und liefert folglich einen großen ökonomischen Anreiz, gebrauchte Aluminiumverpackungen zu sammeln und mit moderner Sortiertechnologie aus dem Verpackungsstrom auszusortieren. Zudem ist Aluminium ein sogenannter permanenter Werkstoff, der im Gegensatz zu anderen Materialien immer wieder ohne Qualitätsverlust recycelt werden kann. Deshalb überrascht es nicht, dass die Recyclingraten von Aluminiumverpackungen in Deutschland mittlerweile bei 87 Prozent und in Europa bei über 60 Prozent liegen. Dabei spart das Recycling 95 Prozent der Energie im Vergleich zur Produktion von Primäraluminium.

 

Im Zuge der Umsetzung des neuen europäischen Kreislaufwirtschaftspakets wird auch der Einsatz von Recyclingmaterial in Verpackungen heiß diskutiert. Hier spielt das Phänomen, dass 75 Prozent des jemals produzierten Aluminiums immer noch im Gebrauch ist, eine zentrale Rolle. Bei der derzeit weltweit hohen Nachfrage nach Aluminium aus den unterschiedlichsten Industriebereichen (Automobil, Bau, Elektronik, Verpackung) und der teilweise langen Lebensdauer von Aluminiumprodukten können nur etwa 20 Prozent des benötigten Aluminiums aus Recyclingmaterial gespeist werden. „Das Reklamieren eines Recyclingmaterialanteils für bestimmte Produkte hat also enge physische Grenzen und könnte ökologisch und ökonomisch fragwürdige Umlenkungen von Recyclingmaterialströmen zur Folge haben“, weiß Jörg Schäfer, GDA Leiter Nachhaltigkeit und Recycling.

 

Neben seinen Umweltleistungen und seinem Charakter bietet Aluminium für die Kunden aus der Lebensmittel-, Getränke- und Kosmetikindustrie dank seiner Barriereeigenschaften guten Schutz vor Produktverlusten und Verderb. Dadurch schützen Aluminiumverpackungen mehr Ressourcen als sie selbst durch ihre Produktion verbrauchen. Deshalb ist der GDA auch Mitglied in der „Save Food“ Initiative von FAO, UNEP, Messe Düsseldorf und Interpack.
Und weitere Innovationen sind auf dem Weg. Durch den Einsatz optimierter Legierungen wird das Gewicht von Aluminiumverpackungen ohne Beeinträchtigung der Funktionalität kontinuierlich reduziert, was eine zusätzliche Energieersparnis beim Transport und einen entsprechend verbesserten ökologischen Fußabdruck bringt.

 

„Wir sind zuversichtlich, dass nachhaltige Aluminiumverpackungen aufgrund ihrer überzeugenden ökologischen, ökonomischen und funktionalen Vorteile ihre Marktposition weltweit zum Wohle des Planeten und der Verbraucher weiter ausbauen werden“, ist sich Gregor Spengler, Leiter Verpackung im GDA sicher.

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