BASF
Einigung über den Erwerb des Polyamidgeschäfts von Solvay

16.08.2019 Um die Position als globaler Lieferant von technischen Kunststoffen weiter auszubauen, hatte BASF im September 2017 eine Vereinbarung mit Solvay über den Erwerb von deren integrierten Polyamidgeschäft unterzeichnet. Im Januar 2019 genehmigte die EU-Kommission diese Übernahme unter bestimmten Auflagen, darunter die Veräußerung der Polyamid 6.6-Produktionsanlagen von Solvay in Europa.

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Am 14. August haben sich BASF, Solvay und Domo Chemicals darauf geeinigt, dass Domo das europäische PA6.6-Geschäft von Solvay erwerben wird. Vorbehaltlich der Genehmigung der zuständigen Wettbewerbsbehörden soll diese Transaktion bis Ende 2019 abgeschlossen werden. BASF wird das globale PA6.6-Geschäft von Solvay außerhalb von Europa erwerben; dazu gehört entsprechend der im September 2017 unterzeichneten Vereinbarung der 50-prozentige Anteil an der Adipodinitril-(ADN)-Produktion von Butachimie. Die Transaktion zwischen BASF und Solvay soll ebenfalls bis Ende 2019 abgeschlossen werden, vorausgesetzt die zuständigen Wettbewerbsbehörden stimmen der Transaktion zwischen Domo und Solvay zu und erteilen abschließende Genehmigung.

Die beabsichtigte Akquisition durch BASF umfasst nun insgesamt acht Produktionsstandorte in Deutschland, Frankreich, China, Indien, Südkorea, Brasilien und Mexiko. In Frankreich werden BASF und Domo zudem ein Joint Venture zur Produktion von Adipinsäure gründen. Darüber hinaus sollen drei Forschungs- und Entwicklungszentren in Südkorea, China und Brasilien sowie sechs technische Beratungszentren in Asien sowie Nord- und Südamerika von Solvay an BASF übergehen.

Verbesserter Zugang zu Asien und Südamerika

Der durch BASF zu zahlende Kaufpreis ohne Berücksichtigung von Barmitteln und Fremdkapital würde 1,3 Milliarden € betragen. Der Umsatz der durch BASF zu erwerbenden Geschäfte von Solvay lag im Jahr 2018 bei 1 Milliarde €. Bei Abschluss der Transaktion werden etwa 700 Mitarbeiter von Solvay zu BASF übertreten. Rund 650 Mitarbeiter wird das beabsichtigte Joint Venture zwischen BASF und Domo in Frankreich beschäftigen. BASF plant, die Geschäfte in ihre Unternehmensbereiche Monomers und Performance Materials zu integrieren.

Mit dieser Transaktion wird BASF von einem verbesserten Zugang zu wichtigen Wachstumsmärkten in Asien und Südamerika profitieren und künftig noch enger mit Kunden vor Ort zusammenarbeiten können. Die Produkt-Pipeline von BASF und ihr Produkt-Portfolio im Bereich technischer Kunststoffe werden ebenfalls erweitert. Dies wird die Position des Unternehmens als Anbieter von innovativen Lösungen unter anderem für die Transport-, Bau- und Konsumgüterindustrie stärken. Durch die Rückwärtsintegration bei wichtigen Rohstoffen wie Adipodinitril (ADN) wird BASF zudem künftig auf allen Stufen der Wertschöpfungskette für PA6.6 vertreten sein und die Kapazitäten zur Herstellung von Polymeren weiter erhöhen können.
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