Kolb
Zentrales Logistikzentrum in Memmingen

20.03.2015

© Foto: Kolb
„Das neue, zentrale Kolb-Logistikzentrum in Memmingen wird einen weiteren Meilenstein in unserer über 80-jährigen, erfolgreichen Firmengeschichte darstellen“, sagt Angela Kolb, Gesellschafterin und Mitglied der Geschäftsleitung von Hans Kolb Wellpappe. Das Memminger Unternehmen dokumentiert damit die strategische Ausrichtung der gesamten Firmengruppe. Mit über 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verzeichnet die Kolb Group in den letzten Jahren eine sehr positive Entwicklung und steigerte die Wirtschaftsleistung im Jahr 2014 auf einen Rekordwert von über 200 Mio. Euro.

Gesellschafter und Geschäftsführung haben zum konsequenten Ausbau des Unternehmens ein weiteres ambitioniertes Investitionsprogramm von rund 32 Mio. Euro für die Jahre 2015 und 2016 verabschiedet. „Wir tragen unserem sehr erfreulichen Wachstum in jüngster Vergangenheit mit dem weiteren Ausbau unserer Produktions- und Logistikmöglichkeiten auf nachhaltige Weise Rechnung“,  schildert Dr.-Ing. Bernhard Ruffing die bereits in die Wege geleiteten Investitionsschritte.

Im Mittelpunkt dieser Investitionen steht dabei das zentrale Logistikzentrum für die gesamte Kolb Group am Standort Memmingen. „Als Systemlieferant für Wellpappeverpackungen mit hoher Wertschöpfungstiefe, von der eigenen Papiererzeugung bis hin zu hochveredelten Verpackungen und Displays, runden wir unser umfassendes Produktportfolio mit erweiterten Logistik- & Servicedienstleistungen weiter ab“, erläutert Ruffing.

Das neue, zentrale Logistikzentrum der Kolb Group besteht aus einem Hochregallager mit angeschlossenem, hochmodernen Kommissionier- und Versandbereich. Die Einlagerung der Fertigware erfolgt auf über 25.000 Stellplätzen für Einzel- und teils Doppelpaletten für besonders großformatige Verpackungen. Das Hochregallager weist imposante Ausmaße von 145 Meter Länge, 58 Meter Breite und 33 Meter Höhe auf.

Das Werk Memmingen wird als größter Standort der Unternehmensgruppe mit dem Logistikzentrum direkt verbunden. Aus den weiteren Werken Buxheim, Haiterbach im Nordschwarzwald und Dettingen/Erms besteht die Möglichkeit, Ware bedarfsweise anzuliefern und ebenfalls im zentralen Logistikzentrum einzulagern. Jede Palette, die im neuen Hochregallager eingelagert werden soll, wird zuvor an einem sogenannten i-Punkt vollautomatisch vermessen um die Hochregallagertauglichkeit festzustellen.

Die Verteilung der einzelnen Paletten erfolgt mit sechs Regalbediengeräten im sogenannten chaotischen Prinzip. Ein Hochleistungs-Rechenzentrum wird in der Lage sein, über 200 Ein- und Auslagerungen pro Stunde zu leisten. Auf weiteren 5.500 Quadratmetern werden die LKW-Ladungen gemäß der kommenden Liefertour computergesteuert vorkonfektioniert und über zehn Verladetore an die Fahrzeuge der Kolb-Logistikflotte sowie an Fremdspeditionen übergeben.

„Der ständig steigenden Nachfrage nach innovativen Liefer- und Logistikkonzepten stellten wir uns bereits in der Vergangenheit nicht nur durch eigene Lagerkapazitäten sondern auch durch Nutzung externer Logistikdienstleister. Diese Anforderungen werden nicht zuletzt wegen der weiter zunehmenden Variantenvielfalt in Verbindung mit kleiner werdenden Losgrößen je Verpackungstyp weiter voranschreiten. Wir sind künftig weiter hervorragend für diese Wünsche unserer Kunden gerüstet und können in bislang ungeahnter Flexibilität agieren.“, ist sich Jochen Drösel, Mitglied der Geschäftsleitung für Vertrieb und Entwicklung sicher. Das Rückgrat für den Bereich Kolb Logistics bilden bereits zwei bestehende Hochregallager in Buxheim und Dettingen/Erms mit jeweils über 5.000 Palettenplätzen sowie eine 46 LKW starke Speditionsflotte. Künftig werden innerhalb der Kolb Group demnach eine Lagerkapazität von über 35.000 Palettenplätzen realisiert werden.

Durch den Anschluss des Werkes Memmingen an das Logistikzentrum und dem damit verbundenen Raumgewinn sind die Weichen ebenfalls in Richtung weiterem Wachstum gestellt. Schließlich kann die Produktionskapazität an diesem Standort um 50 % erhöht werden. Kolb plant diesbezüglich von einem bisherigen 2-Schicht-Betrieb sukzessive die Einführung eines 3-Schicht-Betriebes. Immerhin über 300 Mio. Quadratmeter Wellpappe können an den Hauptstandorten Memmingen und Buxheim pro Jahr produziert werden, die mit modernen innerbetrieblichen Transportanlagen und einem hochmodernen Maschinenpark zu Verpackungslösungen verarbeitet werden.

Der Baubeginn des zentralen Logistikzentrums in Memmingen ist für Mai 2015 geplant.

www.kolb-wellpappe.com


BU: Ergänzt den Memminger Firmensitz: Das zentrale Logistikzentrum von Kolb.

Foto: Kolb
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