Jubiläum
Schumacher Packaging feiert 150 Jahre Werk Schwarzenberg

01.08.2018 Auch für ein traditionsreiches Familienunternehmen wie Schumacher Packaging ist es schon etwas ganz Besonderes: das Werk in Schwarzenberg feiert demnächst sein 150-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass wird in Schwarzenberg groß gefeiert.

Das Werk Schwarzenberg aus der Vogelperspektive.
© Foto: Schumacher Packaging
Das Werk Schwarzenberg aus der Vogelperspektive.

Zum Jubiläumsfest am 21. September hat das Familienunternehmen seine Kunden, Partner und Lieferanten, aber auch Vertreter von Politik, Behörden und Finanzwirtschaft eingeladen. Seit 2008 gehört die Karton-und Verpackungsfabrik in Schwarzenberg zur Schumacher Packaging Gruppe, einem der größten inhabergeführten Hersteller für Verpackungslösungen aus Well- und Vollpappe. Seit jeher ist das Werk Schwarzenberg auf die Herstellung von Vollpappe spezialisiert. Seine Erfolgsgeschichte hat der Standort unter Leitung der Schumacher-Familie eindrucksvoll fortgesetzt: Mit Innovationskraft und nachhaltigem Wachstum geht es in die Zukunft.

 

Die Weichen von Beginn an auf Zukunft gestellt

Anlässlich der Jubiläumsfeier gewährt Schumacher Packaging all seinen Kunden und Partnern einen spannenden Blick hinter die Kulissen: Bei Werksführungen gibt es nicht nur die hochmoderne Produktion zu bestaunen, sondern auch die zahlreichen Investitionen in Umweltschutz und Ressourcenschonung. Insgesamt hat Schumacher Packaging seit 2009 fast 30 Millionen Euro in das Werk Schwarzenberg investiert. „Wir modernisieren die Produktion kontinuierlich, um den Standort stets fit für die Zukunft zu halten“, sagt Geschäftsführer Hendrik Schumacher. Eine der jüngsten Investitionen: Im letzten Jahr hat Schwarzenberg eine neue Schneid- und Anlagepartie für rund 1,5 Millionen Euro angeschafft. „Die Sicherung der Arbeitsplätze und der Umweltschutz sind immer wichtige Entscheidungskriterien für unsere Investitionen“, betont Hendrik Schumacher.

 

Nachhaltigkeit und Wachstum gehen Hand in Hand

Die Produktion von Vollpappe ist vergleichsweise energieintensiv. „Wir arbeiten darum immer daran, den Energie- und Rohstoffeinsatz konsequent zu reduzieren“, erklärt Schumacher. „Das dient der Umwelt, und es sorgt für mehr Wirtschaftlichkeit. Nachhaltigkeit ist für uns enorm bedeutsam.“ So hat Schumacher Packaging im Werk Schwarzenberg ein Heizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung gebaut: Eine Dampfturbine erzeugt dort Elektroenergie, während gleichzeitig der Abdampf die Vollpappe trocknet. All die Maßnahmen zur Energieeinsparung und Ressourcenschonung hat der Bundesumweltminister bereits gewürdigt, als er dem Werk Schwarzenberg 2013 den europäischen EMAS-Umweltschutzpreis überreichte. Doch Schumacher Packaging arbeitet daran, in allen Bereichen den Ressourceneinsatz kontinuierlich weiter zu reduzieren: ob es um Energie, Wasser oder Produktionsabfälle geht.

 

Papiermaschine von Schumacher Packaging. © Foto: Schumacher Packaging
Papiermaschine von Schumacher Packaging.

Wirtschaftliche Erfolgsgeschichte

Das Werk in Schwarzenberg stellt Vollpappe her. Das Rohmaterial dafür ist recyceltes Altpapier, und auch die Vollpappe selbst ist vollständig recycelbar. Während das Werk 2009 noch 35.000 Tonnen Vollpappe fertigte, werden es 2018 rund 46.000 Tonnen sein – fast ein Drittel mehr. „Gemeinsam mit unseren Mitarbeitern ist es uns in den letzten Jahren gelungen, unsere Position im hart umkämpften Verpackungsmarkt kontinuierlich auszubauen“, berichtet Hendrik Schumacher, „und diese Erfolgsgeschichte schreiben wir aktuell fort.“ So hat das Werk Schwarzenberg im letzten Geschäftsjahr einen Außenumsatz von knapp 32 Millionen Euro erwirtschaftet – gegenüber 2008 eine Steigerung um rund 40 Prozent.

 

Ein großes Dankeschön den Mitarbeitern

An dieser positiven Entwicklung haben die Mitarbeiter in Schwarzenberg einen erheblichen Anteil. Um der Belegschaft für ihr Engagement zu danken, findet am 22.September, einen Tag nach der Jubiläumsfeier, ein Tag der offenen Tür für die Mitarbeiter und ihre Familien statt. „Auch bei der Mitarbeiterzahl ist die Entwicklung sehr erfreulich“, berichtet Hendrik Schumacher. „Als wir das Werk vor zehn Jahren übernommen haben, hatte es zirka 150 Beschäftigte – inzwischen sind es bereits 195.“ Die Ausbildung des fachlichen Nachwuchses spielt für Schumacher Packaging ebenfalls eine wichtige Rolle: Derzeit lernen 15 Auszubildende in Schwarzenberg. Dazu zählen angehende Papiertechnologen, Packmitteltechnologen, Mechatroniker und Industriekaufleute.

Hendrik Schumacher, einer der Geschäftsführer der familiengeführten Schumacher Packaging Gruppe. © Foto: Schumacher Packaging
Hendrik Schumacher, einer der Geschäftsführer der familiengeführten Schumacher Packaging Gruppe.

Aus Tradition innovativ

Ein Jubiläum ist immer auch Anlass für einen Blick zurück. 1868 zunächst als Holzschleiferei gegründet, spezialisierte sich der Betrieb in Schwarzenberg schon bald auf die Fabrikation von Pappen. „Es waren bis heute 150 Jahre voller Höhen und Tiefen“, erklärt Christian Bleyl, Geschäftsführer des Schwarzenberger Standorts. „Glücklicherweise gab es immer wieder Menschen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt die genau richtigen Entscheidungen getroffen haben. Die Leute hier in der Region haben dabei mehr als einmal wahre Kämpferqualitäten erwiesen.“ Eine Einschätzung, die Hendrik Schumacher teilt: „Man kann durchaus sagen, dass sich hier im Erzgebirge schon seit jeher Erfindergeist und Ideenreichtum mit handwerklichem Geschick und Zuverlässigkeit verbunden haben. Innovationskraft liegt hier offensichtlich in den Genen.“



 

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