Kluges Co-Packing Management
Wie verpackt man einen Dinosaurier?

20.12.2018 „Drache oder Dinosaurier?“ – dies ist dank eines professionellen Co-Packing-Managements nie die Frage. Denn wie man beim Ein-, Ver- und Zusammenpacken von über 30 Mio. Einzelteilen im Jahr den Überblick behält, wissen die Verpackungsprofis aus ihrer täglichen Arbeit.

Der Dino als Schultüte – auch hier muss das Management stimmen.
© Foto: Karl Knauer
Der Dino als Schultüte – auch hier muss das Management stimmen.

Als Full-Service-Anbieter werden die Verpackungsexperten von Karl Knauer immer häufiger bei aufwändigen Produkteinführungen oder Re-Designs ins Boot geholt. Denn sie können alle Dienstleistungen entlang der gesamten Prozesskette – von der Entwicklung der passenden Verpackung, über die Konfektionierung und Lagerung der Ware bis zur bedarfsgesteuerten Auslieferung – übernehmen und so die Strukturen der Hersteller entlasten.

Wer rund um die Verpackung seiner Produkte die Koordination verschiedener Lieferanten, unnötige Transportwege und -zeiten sparen möchte, sollte auf Co-Packing-Anbieter setzen, die all diese Dienstleistungen übernehmen können. Denn dann hat man für alle Fragen und Wünsche  – von der Konstruktion der Verpackung, über deren Produktion bis zur Konfektionierung und Auslieferung bzw. Versandabwicklung – nur einen Ansprechpartner. Dies zahlt sich am Ende für alle Beteiligten durch einen reibungslosen Prozessablauf aus.

Per Handarbeit zum „Wow-Effekt“

„Je spektakulärer eine Verpackung ist, umso mehr Kompetenz, Erfahrung und Qualität ist von Zulieferern gefordert“, erklärt Oliver Wedinger, Key Account Manager bei Karl Knauer, einem der führenden Verpackungsspezialisten Europas. „Dies gilt sowohl bei der Produktion der Verpackung wie auch beim Zusammenführen oder -stellen der einzelnen Komponenten.“ Ein gelungenes Beispiel für ein solch umfangreiches Co-Packing-Projekt war bei den Schwarzwäldern unter anderem die Produkteinführung des neuen E-Schraubendrehers „Speed-E“ für den Werkzeughersteller Wiha. 

Im Hause Karl Knauer hat man für dieses Projekt nicht nur die Idee, das Konzept und die aufwändige Konstruktion für Wiha entwickelt und produziert, sondern übernimmt auch die Konfektionierung der Verpackung sowie die bedarfsgesteuerte Auslieferung an die Logistikzentren des Kunden.

Das Besondere an dieser Verpackung ist, dass beim Aufklappen der Box die Einlage angehoben wird. © Foto: Karl Knauer
Das Besondere an dieser Verpackung ist, dass beim Aufklappen der Box die Einlage angehoben wird.

„Die Zusammenarbeit mit Karl Knauer lief so, wie wir uns das gewünscht haben: Kompetent, zuverlässig, vorausschauend und absolut termintreu sind wir von nur einem Ansprechpartner durch den gesamten Projektprozess begleitet worden. Von der ersten Anfrage über die Entwicklung bis zur Auslieferung der konfektionierten Verpackung hatten wir das gute Gefühl, in den richtigen Händen zu sein“, zieht Sven Wilde, Teamleiter Sales Concepts bei Wiha, positiv Bilanz.

Das Besondere an der Verpackung, die aus 18 Einzelkomponenten besteht, ist, dass beim Aufklappen der Box, die an eine Schatztruhe erinnert, die Einlage, die den Schraubendreher sicher hält, angehoben wird. Unter dem Träger befindet sich dann das umfangreiche Zubehör des Schraubendrehers. Dies löst beim Auspacken einen „Wow-Effekt“ aus und steigert die Lust, das neue Werkzeug gleich zu testen. Dass der Käufer sich tatsächlich auf dieses Erlebnis freuen kann, wird durch die Erfahrung und das Qualitätsmanagement des Karl Knauer-Teams sichergestellt, das bereits bei der Konzeption der Verpackung an alle Einzelheiten bis zur sicheren Versandmöglichkeit des hochwertigen Tools gedacht hat. 

 

Auch bei diesem Projekt brachte die hauseigene Maschinenbau-Kompetenz von Karl Knauer bei der Konfektionierung Vorteile: Benötigte technische Vorrichtungen werden direkt vor Ort hergestellt und implementiert. Dadurch beschleunigen sich Prozesse, eine Untermischung der Ware wird verhindert und sowohl für die Produktsicherheit als auch für die Qualitätssicherung ist gesorgt.

Mit Highspeed in die Hochsaison

Denn natürlich ist auch beim Co-Packing der Termindruck immer gegenwärtig, bei Saisonartikeln wie Adventskalendern oder Schultüten steigert er sich jedoch nochmals deutlich. Schließlich möchte am Ende keiner mit leeren Händen oder Regalen dastehen. Um wie Karl Knauer jährlich rund 1 Mio. Adventskalender von Hand mit Schokolade oder kleinen Überraschungen befüllen zu können, bedarf es einer detaillierten Prozessplanung und eines eingespielten Teams, das Fingerspitzengefühl besitzt und höchste Ansprüche an Qualität und Hygiene erfüllt. „Damit wir gewährleisten können, dass hinter jedem Türchen genau das steckt, was der jeweilige Kunde dort auch haben möchte, verfassen wir im Vorfeld eines solchen Projektes ein Drehbuch, das jeden Prozessschritt festlegt. Dieses wird permanent überprüft und bei Bedarf angepasst. So stellen wir einen optimalen Ablauf sicher und dass der Drachenzahn nicht am Ende nicht doch beim Einhorn landet“, verweist Oliver Wedinger von Karl Knauer auf eines der neuesten Co-Packing-Projekte: Für „Der kleine Knick“, ein Unternehmen, das vielen aus der Sendung „Höhle der Löwen“ bekannt ist, hat Karl Knauer die Produktion und Konfektionierung der kreativen Schultüten in Einhorn-, Drachen- oder Dinosaurierform übernommen. Der Auftraggeber der drei witzigen Bastelsets ist selbst gelernter Druck- und Verpackungsingenieur und legte darum besonderen Wert auf eine detailgetreue Umsetzung der anspruchsvollen, komplexen Konstruktion. Nicht nur die Produktion der einzelnen Komponenten, sondern auch die Konfektionierung ist sehr komplex und diffizil. Denn die Einzelteile müssen zum Teil aufgerichtet, mit Klebepunkten versehen und schließlich als 36-teiliges Set verpackt werden.

„Natürlich führen wir auch viele weitere, weniger spektakuläre Co-Packing-Aufträge durch. Von der vollautomatisierten Abfüllung mit oder ohne Unterstützung von Robotern, bis zum Umpacken von Inhalten aus einer alten Verpackung in einen Karton im neuen Design – die Kunden schätzen unsere lange Erfahrung und unsere Termintreue. Außerdem möchten sich die meisten Unternehmen wieder stärker auf ihre Kernbereiche fokussieren und nutzen die Vorteile, die das Outsourcing beim Verpacken der Produkte bietet“, erklärt Wedinger das steigende Volumen in diesem Segment.

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