Deutsche Faltschachtelindustrie
Neue Herausforderungen

04.08.2016

Mit einem Produktionsvolumen in Höhe von 858.469 Tonnen konnte die deutsche Faltschachtelindustrie im Geschäftsjahr 2015 ihren Absatz um 2,3 % gegenüber dem Vorjahr steigern. Im gleichen Zeitraum sank der Umsatz um 0,7 % auf 1,864 Milliarden Euro. Die Entwicklung entspricht dem mittelfristigen Trend der vergangenen fünf Jahre. Bei einem zwischen 2011-2015 annähernd gleichen Produktionsvolumen (-0,1 %) sank der Branchenumsatz im gleichen Zeitraum um 2,3 %. Darin drückt sich insgesamt der steigende Margendruck im Markt aus. Die deutsche Faltschachtelindustrie begreift dies als Herausforderung, sich innovativ weiterzuentwickeln. „Wir verbessern uns ständig durch Effizienzsteigerungen und sehen zugleich viel Potenzial, die Faltschachtel zur intelligenten Verpackungslösung von morgen zu machen“, sagt Steffen Schnizer, Sprecher des Vorstands des Fachverbands Faltschachtelindustrie e.V. (FFI). Im europäischen Vergleich steht die deutsche Faltschachtelindustrie nach wie vor für rund ein Fünftel des europäischen Produktionsvolumens. Damit ist sie etwa doppelt so groß wie Großbritannien, Frankreich oder Italien.
Die zunehmende Europäisierung führt weiterhin zu einer rückläufigen Anzahl der Faltschachtelunternehmen, in der Regel durch Zusammenschlüsse. Diese Entwicklung gilt auch für Deutschland. Dem Austritt eines Vollmitglieds sowie fünf assoziierter Mitglieder stehen in 2015 vier Neuaufnahmen als assoziierte Mitglieder gegenüber. Damit repräsentiert der FFI in 2015 gut zwei Drittel des Produktionswerts (63,5 %) und knapp zwei Drittel des Produktionsvolumens (58,7 %) der Gesamtbranche. „Wir sind sehr gut aufgestellt, mit dem innovativen Antrieb unserer Mitgliedsunternehmen werden wir auch zukünftig ein starker und wichtiger Partner unserer Kunden sein“, so Steffen Schnizer.
Im Rahmen der kürzlich stattgefundenen Mitgliederversammlung im Juni 2016 stellten Gastexperten neue Entwicklungen und Perspektiven vor. Hartmut Gahmann, Leiter Corporate Communcations Nestlé Deutschland, zeichnete ausgehend von der Nestlé Zukunftsstudie „Wie is(s)t Deutschland 2030?“ Szenarien zur Ernährung in der Zukunft und beschrieb Anforderungen an Verpackungen. Zukunftsforscher und Buchautor Erik Händeler erläuterte die Notwendigkeit präventiver Gesundheitssysteme für die Gesellschaft und einer besseren Arbeitskultur in Unternehmen.
Nach Neuwahlen bei der ordentlichen Mitgliederversammlung am 16.6.2016 gehören dem Vorstand des FFI nunmehr an: Steffen Schnizer (Sprecher des FFI Vorstands), Multi Packaging Solutions GmbH; Hans-Christian Bestehorn (stellv. Sprecher des FFI Vorstands), rlc packaging group; Andreas Bader, Fr. Schiettinger KG; Jürgen Bichelmeier, Rack & Schuck GmbH & Co. KG; Dr. Michael Faller, August Faller GmbH & Co. KG; Dr. Harald Frank, Gebr. Frank GmbH & Co. KG; Harald Schulz, A&R Carton GmbH; Nicole Weihe-Herms, Hannoversche Kartonagenfabrik GmbH & Co. KG.
Zum Beirat zählen: Thomas Eicker, WS Quack + Fischer GmbH; Andreas Helbig, SEDA GERMANY GmbH; Heike Hellmann, Seufert Transparente Verpackungen GmbH; Christian Oetker-Kast, Casimir Kast Verpackung und Display GmbH; Dr. Heribert Popp, FMS AG; Dirk Sagolla, MM Packaging Caesar GmbH.

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BU: Entwicklung von 1995-2015: Produktionsvolumen und –wert

Grafik:FFI
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