Innovative Produktschutzlösung mit Mehrwert

03.09.2014 7,9 Milliarden € verloren die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer laut einer Studie des Branchenverbandes VDMA allein 2013 durch Produktpiraterie und Plagiate. Neben nicht bezifferbaren Folgen wie Imageverlust und Verlust des Marktvorsprungs hatte jedes vierte befragte Unternehmen auch mit ungerechtfertigten Reklamationen durch Plagiate zu kämpfen. Neben ganzen Maschinen werden vor allem einzelne Komponenten (64 Prozent) und Ersatzteile (44 Prozent) gefälscht. „Mittlerweile sind gute Nachbauten selbst für Experten kaum noch vom Original zu unterscheiden“, weiß Christoph Reill (Sales Verantwortlicher) von Inotec. „Das gilt auch für Produktverpackungen und gängige Produktkennzeichnungen wie zum Beispiel Hologramme, chemische Marker oder einfache Sicherheitsetiketten.“

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Ebenfalls lukrativ für Produktfälscher: der große Markt der Nahrungsergänzungsmittel. Rund sechs Milliarden € setzt die Branche jährlich in Europa um. Allein in Deutschland greift laut einer aktuellen Forsa-Umfrage jeder Dritte zu Nahrungsergänzungsmitteln wie Vitaminpräparaten, Pflanzenextrakten oder Kapseln mit Omega-3-Fettsäuren. Neben diesen Lifestyle-Produkten werden mittlerweile aber auch immer mehr Pharmazeutika wie Antibiotika, Schmerzmittel, Verhütungsmittel, Antidepressiva, konzentrationsfördernde Mittel und sogar Medikamente gegen Krebs gefälscht. Studien gehen davon aus, dass weltweit rund zehn Prozent, in Deutschland zirka ein Prozent der ausgegebenen Medikamente Plagiate sind. „Für 2013 bedeutet dies immer noch mehr als 900 Millionen gefälschte Medikamente allein in Deutschland, ein Umsatzverlust von rund 346 Millionen €“, macht Reill die Dimensionen deutlich.* Vor allem bei Internetbestellungen laufen die Kunden Gefahr statt des Originals ein gegebenenfalls gesundheitsschädliches Plagiat zu erhalten. Doch auch der Apothekenhandel ist gefährdet, da die zunehmend europa- und weltweiten Produktions- und Liefersysteme es den Fälschern leichter machen, ihre zum Teil täuschend echten Plagiate in die legalen Vertriebswege einzuschleusen.

„Größtmögliche Sicherheit können Unternehmen ihren Kunden mit so genannten Track&Trace-Lösungen bieten, bei denen sowohl Händler als auch Endkunden die Originalität des Produktes zweifelsfrei überprüfen können“, erklärt Reill. Inotec bietet dafür mit Diosafe erstmals ein zweilagiges Produktschutzsiegel an, das in Form, Farbe und Material ganz den Ansprüchen der Unternehmen angepasst werden kann. Diosafe arbeitet mit einem Code für die Händler und einem individuellen Code für Endkunden. Wird dieser eingescannt, können die Unternehmen in direkten Kontakt zu ihren Käufern treten und ihnen ganz ohne Streuverluste zusätzliche Services wie Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Gutscheincodes, ergänzende Produkte oder Einladungen zu aktuellen Aktionen bieten. „Denkbar sind beispielsweise Hinweise zu Wartungsintervallen bei Maschinenteilen inklusive Erinnerungsservice oder Entspannungstipps bei bestimmten Nahrungsergänzungsmitteln, Gewinnspiele.“, zeigt Reill einige Nutzungsmöglichkeiten auf.

Inotec liefert die selbsthaftenden Diosafe-Etiketten auf Endlosrollen, so dass sich das System reibungslos in bestehende Prozesse integrieren lässt. „Die Hersteller kennzeichnen jedes Produkt mit einem Etikett, hinterlegen über unsere Software Diosafe Connect ihre spezifischen Informationen und aktivieren die Etiketten anschließend selbst in unserer Diosafe Datenbank“, erklärt Reill. Während der Handel die Echtheit des Produktes jederzeit anhand eines abscannbaren QR-Codes prüfen kann, wird der individuelle Code für den Käufer erst sichtbar, wenn dieser das Decketikett entfernt und das Siegel damit sichtbar zerstört. Dieser Code kann in Form eines QR-Codes per Smartphone gescannt oder als 20-stellige Ziffernfolge auf der Diosafe-Webseite eingegeben werden. Der Kunde erfährt durch den Abgleich mit der Diosafe-Datenbank sofort, ob sein Produkt echt ist. Anschließend wird der Code automatisch gelöscht.

Auch eine Kombination mit RFID Technologie ist mit Diosafe umsetzbar.


*Laut Branchenreport IMS Health wurden 2013 91,6 Mrd. Verpackungseinheiten an Medikamenten in Apotheken und Kliniken ausgegeben.


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