Progroup
375 Millionen Euro am Standort investiert

13.08.2018 In Sachsen-Anhalt in Deutschland entsteht eine der modernsten Papierfabriken weltweit mit einer Jahreskapazität von 750.000 Tonnen. Dafür wurde am Freitag am Standort Sandersdorf-Brehna bei Bitterfeld der erste Spatenstich gesetzt.

Der Standort der neuen PM3 von Progroup ist in Bitterfeld, Sachsen-Anhalt. Das Bild zeigt die PM 2 von Propapier in Eisenhüttenstadt.
© Foto: Progroup
Der Standort der neuen PM3 von Progroup ist in Bitterfeld, Sachsen-Anhalt. Das Bild zeigt die PM 2 von Propapier in Eisenhüttenstadt.

Bauherr und Betreiber der Anlage ist die Progroup AG aus dem rheinland-pfälzischen Landau, die damit ihre dritte Papierfabrik errichtet und die Jahresproduktion von Wellpappenrohpapier auf insgesamt 1,85 Millionen Tonnen steigern wird. Die Investitionssumme für das neue Projekt liegt bei 375 Millionen Euro. Das Werk wird 140 direkte und bis zu 350 indirekte Arbeitsplätze schaffen.

 

Jürgen Heindl, CEO und Vorstandsvorsitzender der Progroup AG betont: „Bei diesem Projekt verfolgen wir konsequent unsere Green Hightech-Philosophie und investieren daher umweltbewusst in State-of-the-Art-Anlagen.“ Errichtet wird die neue Papierfabrik auf einem Baugrundstück mit einer Größe von 450.000 Quadratmetern. Das Gesamtprojekt sieht neben der neuen Papiermaschine, die durch den weltweit tätigen Maschinenbauer Voith Paper realisiert wird, in einer zweiten Stufe auch den Bau eines EBS-Kraftwerkes vor, das die neue Hochleistungsmaschine energieeffizient mit Dampf und Strom versorgt. So wird eine weitgehende Unabhängigkeit der Papierfabrik von fossilen Brennstoffen erreicht. Die im Altpapier enthaltenen Störstoffe werden im eigenen EBS-Kraftwerk thermisch verwertet. Schließlich wird die Papierfabrik mit einem optimierten Wasserkreislauf ausgestattet sein und es wird in modernste Technologien zur Abwasserreinigung investiert.

 

Mit der neuen Papierfabrik in Sandersdorf-Brehna  untermauert die Progroup AG ihre Stellung als der am schnellsten organisch wachsende Wellpappenrohpapier- und Wellpapphersteller Europas. Das in den eigenen Werken hergestellte Wellpappenrohpapier wird zu 85 Prozent in den derzeit zehn eigenen Wellpappformatwerken in Deutschland, Frankreich, Tschechien, Polen, Großbritannien und Italien verarbeitet. Um den ökologischen Fußabdruck zu verringern, wird ausschließlich Altpapier eingesetzt. Jürgen Heindl: „Das neue Projekt reiht sich ein in unsere One-Mill-Strategie, die konsequent der Green Hightech-Philosophie folgt. Anders ausgedrückt: Für die Versorgung unserer hochmodernen Werke wird kein einziger Baum gefällt. Das ist in Zeiten des Klimawandels gelebter und bewusster Umweltschutz.“

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