FFI zur Corona-Krise
Ohne Verpackungen keine Lebensmittel

14.04.2020 In der momentanen Corona-Krise bestätigen Faltschachteln in mehrfacher Hinsicht ihren unschätzbaren Wert: Sie belegen eindrucksvoll, dass die Versorgung der Bevölkerung mit in Faltschachteln verpackten Lebensmitteln, pharmazeutischen Produkten und sonstigen Gütern des täglichen Bedarfs sichergestellt werden kann und wird.

 Andreas Helbig, Sprecher des Vorstands des FFI
© Foto: FFI
Andreas Helbig, Sprecher des Vorstands des FFI
Dabei erhalten Faltschachteln die hygienische Unversehrtheit der Produkte und schützen diese vor Beschädigungen und Verderb. Aber nicht nur der Konsument kann sich mit Faltschachteln sicher fühlen. Auch alle Personen in der Lieferkette, die bei Herstellung, Abfüllung und Transport mit Faltschachteln in Berührung kommen, sind geschützt, da Viren auf unbelebten Kartonoberfläche nicht lange aktiv sind. Als „Kreislaufverpackung“ schützt die Karton-Faltschachtel, dessen Fasermaterial aus einer natürlichen und nachwachsenden Quelle stammt, zudem die Umwelt, da sie nach Gebrauch recycelt wird.

Faltschachtel-Industrie stellt die Versorgung der Bevölkerung sicher

Die existenzielle Bedeutung der Grundfunktionen von Verpackungen manifestiert sich angesichts der Covid-19-Pandemie und macht eine Wiederaufnahme der gesellschaftlichen und politischen Diskussion um die Sinnhaftigkeit von Verpackungen und deren Umweltrelevanz unausweichlich. Verpackungen fungieren als Transport-, Schutz- und Hygienegarant und stellen sicher, dass die Verbraucher ihre Produkte des täglichen Bedarfs unversehrt, mit den erforderlichen Informationen versehen und hygienisch einwandfrei erhalten. Diese für die Versorgungssicherheit der Bevölkerung unerlässlichen Grundfunktionen der Verpackung wurden von der Politik entsprechend gewürdigt und als integraler Bestandteil der Versorgungskette und somit als systemrelevant klassifiziert. „Ohne Verpackungen keine Lebensmittel“ folgert daraus Andreas Helbig, Sprecher des Vorstands des Fachverband Faltschachtel-Industrie (FFI) e.V.. „In modernen, arbeitsteilig organisierten Gesellschaften sind Faltschachteln unabdingbar, um die Konsumenten mit den Gütern ihres täglichen Bedarfs zu versorgen.“

Der FFI hat sich in einer Verbändeallianz erfolgreich dafür eingesetzt, dass Transport- und Verkaufsverpackungen sowie deren Rohmaterialien und Vorprodukte für Lebensmittel und pharmazeutische Produkte als integrale Bestandteile und systemrelevante Produkte im Zusammenhang mit Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie eingestuft wurden. In den aktuellen „Leitlinien KRITIS Ernährung“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft vom 27. März 2020 werden Unternehmen zur Herstellung von Verpackungen und Verpackungsmaterial samt deren Zulieferbetriebe den kritischen – und somit als den systemrelevanten – Unternehmen der Ernährungsindustrie gleichgestellt. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die Lieferketten für Lebensmittel und pharmazeutische Produkte geschützt und von den Beschränkungen im Zusammenhang mit Maßnahmen beim grenzüberschreitenden Warenverkehr ausgenommen sind. Aber auch die Versorgungssicherheit der Bevölkerung im Inland mit Lebensmitteln, pharmazeutischen Produkten und anderen benötigten Produkte des täglichen Bedarfs wird durch Verpackungen gewährleistet.

Faltschachtel-industrie stellt sich ihrer Verantwortung

„Die Faltschachtel-Industrie ist sich ihrer Verantwortung in diesen herausfordernden Zeiten sehr wohl bewusst“ ergänzt Andreas Helbig. „Für die Versorgungssicherheit der Bevölkerung spielen Produkt- und Transport-Verpackungen eine entscheidende Rolle. Daher wurden umfangreiche Schutzmaßnahmen pro-aktiv ergriffen, um sowohl die Sicherheit der Mitarbeiter, als auch die Versorgungssicherheit der Lieferkette von Transport- und Verkaufsverpackungen konstant zu gewährleisten.“ So wurden in den Faltschachtel-Unternehmen Hygieneregeln drastisch verschärft, prozesskritische Lieferanten frühzeitig identifiziert und Lagerbestände für alle zur Herstellung notwendigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für Maschinen und Werkzeuge entsprechend erhöht, um flexibel auf mögliche Engpässe reagieren zu können.

„Im Grunde ist es ganz einfach“ ergänzt Christian Schiffers, Geschäftsführer des FFI. „Damit Lebensmittel unversehrt und vor Verderb und Viren sowie anderen Kontaminanten geschützt zu den Konsumenten gelangen, müssen diese sicher verpackt sein.“ Auch die zuständigen Behörden für die Risikobeurteilung stellen in diesem Zusammenhang fest, dass Coronaviren im Allgemeinen auf trockenen und unbelebten Oberflächen nicht besonders stabil sind. Zudem halten sich die Viren auf Faltschachteln aus Karton weniger lang als auf anderen Verpackungsmaterialien.

Anerkennung nachhaltiger Karton-Verpackungen

Bei der Wiederaufnahme der gesellschaftlichen und politischen Diskussion um die Sinnhaftigkeit von Verpackungen sollte die Umweltrelevanz klar im Fokus stehen, so dass insbesondere nachhaltige Verpackungen die Anerkennung erhalten, die sie verdienen.

Gerade in Bezug auf Nachhaltigkeit punktet die Faltschachtel deutlich: Der Karton zur Herstellung von Faltschachteln wird zu 100 % aus den nachwachsenden, nicht fossilen Rohstoffen Holzfasern und Zellulose bzw. aufbereitetem Altpapier gewonnen. Die Papierfasern im Altpapierkreislauf, über den auch gebrauchte Faltschachteln entsorgt werden, werden im Schnitt fünf‐ bis siebenmal recycelt, um daraus neue faserbasierte Druckprodukte und Verpackungen herzustellen. Die aus Holz gewonnenen Fasern bzw. der Zellstoff zur Herstellung von Faltschachtel‐Karton in Europa stammen ausschließlich aus einer nachhaltigen und meist zertifizierten Forstwirtschaft (FSC, PEFC). Zudem bleibt das von den Bäumen aufgenommene CO2 über den gesamten Lebensweg der Holzfaser, d. h. auch im Karton der Faltschachtel sowie über den Altpapier-Recyclingprozess gebunden.
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