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Neuer Leitfaden für Papierverpackungen mit Lebensmittelkontakt

19.06.2020 Bei der Produktion von Papiersäcken für den Transport und die Lagerung von Lebensmitteln gibt es viele gesetzliche Vorgaben, die europäische Hersteller im Hinblick auf Sicherheit und Hygiene beachten müssen.

Der ESG-Leitfaden für Papierverpackungen mit Lebensmittelkontakt unterstützt Papiersackhersteller bei der Einhaltung aller Vorgaben.
© Foto: Eurosac/CEPI
Der ESG-Leitfaden für Papierverpackungen mit Lebensmittelkontakt unterstützt Papiersackhersteller bei der Einhaltung aller Vorgaben.

Um sie bei der Einhaltung dieser Vorgaben und bei der Übermittlung notwendiger Informationen zur Konformität bei Lebensmittelkontakt an die Lebensmittelhersteller zu unterstützen, hat die European Paper Sack Research Group (ESG) ihren Leitfaden für Papierverpackungen mit Lebensmittelkontakt nun aktualisiert.

Die ESG ist ein Gemeinschaftsprojekt von Eurosac und CEPI Eurokraft. In dem Leitfaden finden sich alle relevanten nationalen und europäischen Vorschriften sowie eine Übersicht der Verfahren, die zur Erfassung, Auswertung und Dokumentation aller notwendigen Informationen erforderlich sind. Darüber hinaus wird erläutert, unter welchen Bedingungen Migrationsprüfungen durchzuführen und Konformitätsdokumentationen auszustellen sind.

Papiersäcke für Lebensmittel können unterschiedlich konstruiert und aus unterschiedlichen Materialien gefertigt sein. Einige Säcke bestehen vollständig aus Papier, andere besitzen eine Kunststoff- oder Aluminiumschicht, die als Barriere gegen Feuchtigkeit, Sauerstoff oder Fett dient. Auch Klebstoffe oder Druckfarben sind Teil des fertigen Produkts. Diese Materialien müssen zur Einhaltung der Vorgaben für Verpackungen mit Lebensmittelkontakt berücksichtigt werden, ebenso wie die Art der Lebensmittel, die in den Säcken verpackt werden. Dabei kommt es darauf an, ob die Lebensmittel beispielsweise eine fettige Oberfläche haben, Fette enthalten, trocken oder feucht sind. Auch Nutzungsbedingungen, Lagerdauer und Temperatur müssen beachtet werden. Informationen zu diesen Aspekten von Seiten der Zulieferer sind daher unerlässlich.

„Die Lebensmittelsicherheit ist für unsere Branche von größter Bedeutung. Unser aktualisierter Leitfaden soll erläutern, wer in den einzelnen Phasen des Lebenszyklus eines Papiersacks für die Einhaltung der Vorschriften zum Lebensmittelkontakt verantwortlich ist, die sich auf Materialien, Papiersäcke und Lebensmittel beziehen“, so Catherine Plitzko-Kerninon, Generalsekretärin von Eurosac. „Der Leitfaden gibt einen Überblick über die wichtigsten Vorschriften und enthält Informationen darüber, wie und unter welchen Umständen diese erfüllt werden müssen und welche Schritte dazu erforderlich sind.“

Um europäische Papiersackhersteller bei der Einhaltung der Vorgaben zu unterstützen, enthält der Leitfaden im Abschnitt „ESG/Key Seven Steps“ (ESG/ Sieben Schritte zur Konformität) ganz konkrete Empfehlungen je nach Zusammensetzung des Sacks. So muss zunächst geklärt werden, wofür der Sack genutzt wird. Zudem müssen Konformitätserklärungen und andere erforderliche Dokumente von den Zulieferern eingeholt werden. Darüber hinaus sollten Informationen zu bedenklichen Stoffen zusammengefasst werden. Auf dieser Grundlage wird entschieden, ob Migrationsprüfungen für diese Stoffe erforderlich sind. Im letzten Schritt nach der Durchführung möglicher Prüfungen wird ein Konformitätsdokument erstellt. Im Anhang des Leitfadens finden sich detaillierte Informationen zu spezielleren Themen, zum Beispiel zur Verwendung von Recyclingmaterialien bei Lebensmittelkontakt und zu Prüfbedingungen. Außerdem enthält er eine Übersicht über nationale Verordnungen und Empfehlungen für verschiedene Länder sowie Links zu den entsprechenden Websites.

Der neue Leitfaden kann hier heruntergeladen werden.

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