Corona-Fälle beim Verpackungsunternehmen Seidel
„Einstellung des Betriebs war eine gute Maßnahme“

08.10.2020 Den Angaben aus Hessen zufolge werden derzeit die rund 700 Mitarbeiter noch auf Covid-19 getestet.

Die Corona-Pandemie hat die deutsche Verpackungsindustrie erreicht.
© Foto: imago images / Alexander Limbach
Die Corona-Pandemie hat die deutsche Verpackungsindustrie erreicht.

Zu Beginn der Woche wurde bekannt: Die Werke der Seidel GmbH & Co. KG, nach eigenen Angaben „Weltmarktführer im Bereich der Designverpackungslösungen aus Aluminium und Kunststoff“, in Marburg und Fronhausen bleiben nach bestätigten Corona-Infektionsfällen vorerst geschlossen.

Wann es weitergehe, hänge von den anstehenden Tests und Rückverfolgungen der Kontakte der rund 700 Mitarbeiter ab, vermeldeten verschiedene Quellen. Mehr als 15 Infektionsfälle seien bereits bei Seidel festgestellt worden. Gemeinsam mit den Gesundheitsbehörden sei man noch dabei, sich ein klares Bild über das Ausmaß zu verschaffen. Erst dann könne die Produktion wieder hochgefahren werden.

Stephan Schienbein, Pressesprecher des zuständigen Landkreises Marburg-Biedenkopf, erklärte nun am Mittwochabend gegenüber verpackungswirtschaft.de:

„Nach unseren Informationen laufen die Testungen noch. Die Abstrich-Untersuchungen hat das Unternehmen eigenverantwortlich veranlasst, eine behördliche Anordnung hierzu erfolgte nicht. Abschließende Ergebnisse liegen uns aktuell noch nicht vor.

Die Entscheidung über die Wideraufnahme der Produktion liegt im Verantwortungsbereich der Firma. Über die Wiederaufnahme erst in Abhängigkeit vom Ergebnis der Untersuchungen zu entscheiden, ist nach unserer Auffassung sinnvoll.

Aus unserer Sicht war die vorübergehende Einstellung des Betriebs eine gute Maßnahme. So hat unser Gesundheitsamt wertvolle Zeit gewinnen können, um das Infektionsgeschehen aufarbeiten zu können. Die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen läuft gut und konstruktiv.“



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