Bischof + Klein
Verpackungen für Lebensmittel in der Diskussion

06.07.2015 Wie verpacken wir morgen Lebensmittel? Auf jeden Fall leichter! Das war eine der Antworten beim Arbeitskreis des ZNU (Zentrums für Nachhaltige Unternehmensführung) bei Bischof + Klein in Lengerich.

© Foto: Bischof + Klein
Als Vertreter der Industrie der flexiblen Kunststoffverpackungen arbeitet Bischof + Klein im ZNU gemeinsam mit Unternehmen der Lebensmittelindustrie daran, das Thema Nachhaltigkeit voranzubringen. Beim Treffen in Lengerich ging es um zukunftsfähige Verpackungslösungen für Nahrungs- und Genussmittel. Auf besonderen Wunsch der Teilnehmer erläuterte David Köppe, Entwicklungsingenieur bei B+K, Chancen und Risiken von Biokunststoffen. Zwar ist das Interesse groß, der Durchbruch im Markt lässt jedoch auf sich warten. Gründe liegen im höheren Preis bzw. in fehlenden Recyclingsystemen für biologisch abbaubare Kunststoffe. Kritisch wird auch die Flächenkonkurrenz von Nahrungsmittel- und Rohstoffproduktion gesehen.

Deutliche Fortschritte kann die Verpackungsindustrie bei der Reduzierung des Materialeinsatzes für Verpackungen verzeichnen. Laut einer aktuellen Studie der GVM (Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung) wird heute bei der Produktion von Kunststoffverpackungen rund ein Drittel weniger Material eingesetzt als 1991. B+K-Entwicklungsingenieur Köppe: „Granulate mit verbesserten Eigenschaften, moderne Extrusionsanlagen und Optimierung der Verbundstrukturen ermöglichen eine deutliche Reduzierung der Wanddicken bei Konsumverpackungen.“ So erreiche man bei Vakuumverpackungen für Kaffee eine Dickenreduzierung von 12%, die mit 27% Gewichtseinsparung einhergingen. Weitere Vorteile: Bei gleichbleibendem Rollendurchmesser reduziert sich die Anzahl der Rollen und damit auch die Transportaufwand. 

Mit großem Interesse folgten die Teilnehmer bei der Betriebsführung den Erläuterungen zur Herstellung flexibler Verpackungen von der Extrusion der Folien über Kaschierung und Druck bis zur Konfektion. In einem Workshop ging es anschließend um die speziellen Bedürfnisse und Anforderungen der Lebensmittelindustrie in Bezug auf die Verpackung. Als Grundlage hierzu hatten Jacob Fels und Dr. Axel Kölle vom ZNU vorab eine Online-Umfrage durchgeführt. Einig waren sich die Teilnehmer in ihrem Wunsch nach mehr Kommunikation innerhalb der Lieferkette. Ein besserer Austausch zwischen Lebensmittelproduzenten, Handel, Maschinenbauer, Abfüller, Verpackungshersteller und Recyclingindustrie könnte das Thema Nachhaltige Verpackung noch weiter voranbringen.


www.bk-international.com/de

BU: Die Betriebsführung stieß auf großes Interesse

Foto: Bischof + Klein
stats